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Spritpreise explodieren: So viel könnten Pendler und Familien durch Lindners Tank-Rabatt sparen

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Von: Patricia Huber

Der von Christian Lindner geplante Tank-Rabatt soll Autofahrer entlasten. Aber wie viel würde man damit konkret sparen? (Symbolbild)
Der von Christian Lindner geplante Tank-Rabatt soll Autofahrer entlasten. Aber wie viel würde man damit konkret sparen? (Symbolbild) © avanti/Imago

Die Stimmen nach einer finanziellen Entlastung für Autofahrer werden immer lauter. Finanzminister Christian Lindner hat einen Tank-Rabatt geplant. Aber wie viel Ersparnis würde der wirklich bringen?

Berlin - Mit einem sogenannten Tank-Rabatt möchte Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) die deutschen Autofahrer entlasten. Die Preise für Benzin und Diesel sind in Folge des Ukraine-Krieges in Rekordhöhen gestiegen. Zwischen 20 und 40 Cent sollen Verbraucher an der Tankstelle dann weniger bezahlen müssen – der genaue Betrag steht noch nicht fest. Die Preise an den Tankstellen-Anzeigen sollen jedoch gleich bleiben. Der Rabatt soll erst beim Bezahlen an der Kasse abgezogen werden und Tankstellen müssten sich dann das Geld vom Staat zurückholen.

Aber wie viel spart man dann letztendlich durch diesen Rabatt? Das hat focus.de für verschiedene Zielgruppen berechnet.

Tank-Rabatt: So viel würden Pendler durch Lindners Entlastung sparen

Geht man davon aus, dass ein Berufspendler pro Tag fünf Liter verbrennt, so benötigt er bei einer fünf-Tage-Woche etwa 100 Liter im Monat. Mit 20 Cent Rabatt könnte man also hier 20 Euro pro Monat sparen. Mit 30 Cent dann 30 Euro und mit 40 Cent Rabatt müsste man 40 Euro weniger im Monat bezahlen. Bei entsprechend weiterer Strecke wäre die Ersparnis natürlich noch deutlich größer.

Tank-Rabatt: Familien könnten sich bis zu 56 Euro im Monat sparen

Eine Familie, die pro Woche etwa 35 Liter verbrennt, würde im Monat etwa 140 Liter Kraftstoff verbrauchen. Mit einem Tank-Rabatt von 20 Cent könnten hier 28 Euro gespart werden. Bei 30 Cent sind es dann schon 42 Euro und bei 40 Cent sogar 56 Euro weniger, die im Monat an der Tankstelle gelassen werden.

Einen genauen Startzeitpunkt für den Tank-Rabatt haben weder Lindner, noch sein Ministerium genannt. Eine schnelle Lösung wäre jedoch wohl für alle Verbraucher erfreulich. Doch Lindner muss für seinen Vorschlag viel Gegenwind einstecken. Besonders die Union teilt aus und kritisiert, dass die Bürokratie vor allem auf die Tankstellenbetreiber abgewälzt wird. Viele sehen eine Senkung der Energie- oder Mehrwertsteuer als sinnvoller. Polen, Schweden und die Niederlande haben es bereits vorgemacht. (ph)

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