Der Erotikclub „Moulin Rouge“ in Mainz beim Hauptbahnhof ist abgebrannt.
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Der Erotikclub „Moulin Rouge“ in Mainz beim Hauptbahnhof ist abgebrannt.

Großeinsatz der Feuerwehr

19-Jährige nach Brand in Erotikclub „Moulin Rouge“ verhaftet

  • Tobias Möllers
    vonTobias Möllers
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Der Erotikclub „Moulin Rouge“ am Hauptbahnhof in Mainz ist komplett abgebrannt. Eine junge Frau sitzt jetzt in Untersuchungshaft - sie soll für das Feuer verantwortlich sein.

  • Brand in Hotel und Erotikclub „Moulin Rouge“
  • Lokalität am Hauptbahnhof komplett zerstört
  • Hinweise deuten auf 19-Jährige als Brandstifterin hin

Update, 22.01.2020, 15.10 Uhr: Nach dem Brand in dem Erotikclub „Moulin Rouge“ am
Bahnhof in  Mainz verkündet die Polizei am heutigen Mittwoch überraschend eine Festnahme.

Aufgrund der starken Beschädigungen durch den Brand sowie der Feinstaubbelastung, sei es Brandermittlern und Brandsachverständigen erst in den Tagen nach dem Feuer möglich gewesen, erste Ermittlungen durchzuführen und Spuren zu sichern. Diese Spuren würden noch ausgewertet. 

Während der Ermittlungen hätten sich jedoch Hinweise auf eine 19-jährige Frau konkretisiert, die beschuldigt wird, den Brand verursacht zu haben. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ist sie am Montag, dem 20. Januar einem Ermittlungsrichter vorgeführt worden. Dieser ordnet Untersuchungshaft an. Die junge Frau hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. Für sie gilt als Heranwachsende das Jugendstrafrecht. 

Erstmeldung, 13.01.2020, 14.04 Uhr: Mainz - Am Samstag (11.01.2020) gingen gegen 18.45 Uhr zeitgleich mehrere Anrufe in der Leitstelle der Feuerwehr Mainz ein, bei denen die Anrufer über einen Brand in einem Hotel in der Nähe des Hauptbahnhof Mainz neben dem Erotikclub „Moulin Rouge“ berichteten. Da bei einem Brand in einem Hotel mit einer Vielzahl von Betroffenen gerechnet werden muss, wurden Einheiten beider Feuerwachen, der Freiwilligen Feuerwehr und Kräfte des Rettungsdienstes alarmiert. 

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte vor Ort am Hauptbahnhof stellten diese eine starke Rauchentwicklung aus dem Erdgeschoss des Hotels fest. Daher wurden zeitgleich mehrere Einsatzkräfte zur Brandbekämpfung und Menschenrettung eingesetzt.

Mainz: Feuerwehr evakuiert Hotel beim Hauptbahnhof – Erotikclub „Moulin Rouge“ brennt ab

Aus dem Hotel neben dem „Moulin Rouge“ mussten glücklicherweise nur sieben Personen mit Fluchthauben ins Freie geführt und dem Rettungsdienst zur Kontrolle übergeben werden. Eine Person wurde mit dem Verdacht auf eine Rauchvergiftung zur weiteren Kontrolle in ein Krankenhaus transportiert. Das Hotel, in dem zum Zeitpunkt des Einsatzes 29 Gäste untergebracht waren, wurde zum Teil evakuiert.

Das Feuer konnte bereits kurz nach dem Eintreffen der Feuerwehr gelöscht werden. Im Laufe der Brandbekämpfung in einem Lagerraum des Hotels wurde festgestellt, dass der Brand in dem nebenan liegenden Erotikclub „Moulin Rouge“ ausgebrochen war. Da unklar war, ob sich in der Nacht-Bar Menschen befinden, suchte die Feuerwehr auch diese intensiv ab. 

Mainz: Bar „Moulin Rouge“ am Hauptbahnhof komplett zerstört

Über Verbindungsgänge wurde das Hotel so stark verraucht, dass die Feuerwehr alle Räumlichkeiten mehrfach kontrollieren musste. Um das Gebäude vom Rauch zu befreien, stellten die Einsatzkräfte an verschiedenen Stellen in dem Hotel Hochleistungslüfter der Feuerwehr auf, was sich aufgrund der verschachtelten Bauweise als sehr schwierig erwies.

Das Hotel konnte den Betrieb danach teilweise wieder aufnehmen und die Gäste konnten zurück in ihre Zimmer. Die Räume der Bar „Moulin Rouge“ wurden durch das Feuer allerdings komplett zerstört und sind nicht mehr nutzbar.

Mainz: Erotikclub „Moulin Rouge“ abgebrannt - Polizei sucht nach Brandursache

Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr Mainz mit 12 Fahrzeugen vor Ort. Dazu kamen noch Kräfte des Rettungs- und Sanitätsdienstes sowie die Polizei mit mehreren Streifenwagen und dem Kriminaldauerdienst.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Über die Höhe des Schadens können noch Angaben gemacht werden.

Von Tobias Möllers

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