Statistisches Bundesamt

Corona-Hamsterkäufe in Zahlen - Studie zeigt, wie die Deutschen eingekauft haben

Die Corona-Pandemie hat viele Menschen zu Hamsterkäufen bewegt. Leere Regale zeugten von den Auswirkungen. Jetzt gibt es Zahlen zu den Käufen. 

  • Die Corona-Krise* hat das Einkaufsverhalten der Bürger bestimmt
  • Viele Regale in den Supermärkten waren leer
  • Jetzt gibt es Zahlen des Statistischen Bundesamtes zu den Hamsterkäufen

München - Die Corona-Krise hat für Hamsterkäufe in den deutschen Lebensmittelläden* gesorgt. Mitarbeiter der Discounter und Supermärkte sind teils überlastet und Lebensmittelproduzenten haben mit Lücken in den Lieferketten zu kämpfen. Toilettenpapier, Desinfektionsmittel und Medikamente waren zeitweise kaum mehr verfügbar. Jetzt hat das Statistische Bundesamt Zahlen zu den Hamsterkäufen veröffentlicht. 

In der Statistik sind die Produkte Desinfektionsmittel, Seife, Toilettenpapier, Mehl und Bier aufgeführt. Nicht alle der Produkte sind in ihren Verkaufszahlen gestiegen. Besonders ein Produkt überrascht mit seinen Verkaufszahlen. 

Corona-Krise: Hamsterkäufe in Zahlen und ein Produkt überrascht

Es ist eine Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes, die die folgende Grafik ermöglichte. 

Darauf zu sehen ist vor allem der sprunghafte Anstieg der Nachfrage nach Desinfektionsmittel. Seit Ende Februar gingen die Absatzzahlen des Hygieneprodukts durch die Decke. Offenbar waren zu diesem Zeitpunkt den Verbrauchern vor allem Vorkehrungsmaßnahmen wichtig. 

Zu den hierfür begehrten Produkten zählten den Zahlen zufolge auch Mehl und Seife. Diese wurden von da an mehr als doppelt so oft wie im Durchschnitt der letzten sechs Monate gekauft. Und dann noch das berüchtigte Produkt der Hamsterkäufe: das Toilettenpapier. In der Kalenderwoche 12, also Mitte März, ging der Ansturm auf die Einzelhändler und ihr Toilettenpapier richtig los. 

Corona-Krise: Desinfektionsmittel als das Top-Produkt der Hamsterkäufe

Mehr als dreimal so hoch war die Nachfrage wie in den vorangegangenen Monaten - wenn auch der Ansturm auf das Klopapier nicht ganz das Niveau des Verlangens nach Desinfektionsmittel erreichte. Besonders ein Produkt überrascht jedoch mit seinen Zahlen. 

Offenbar legen die Deutschen während der Pandemie viel wert auf ihre Gesundheit. Denn die Nachfrage nach Bier bleibt mehr oder weniger konstant im Verlauf. Der Absatz von Desinfektionsmitteln ließ nach dem Hoch wieder deutlich nach. Doch das war nicht einer sinkenden Nachfrage geschuldet - das Angebot war schlicht noch nicht wieder aufgefüllt. 

Wie stern.de berichtet, beruht die Analyse auf einer Scanner-Auswertung. Digital verfügbare Daten aus den Kassen werden als Teil eines Projektes des Statistischen Bundesamtes erhoben. Geprüft werden soll die Auswertung neuer Datenquellen. 

mak

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