Hanau

Vorsitzende von Rudergesellschaft und Hassia treten zurück

Hanau .Zwei Rücktritte in der Führungsebene, aber nur ein neuer Vorsitzender: Das ist das Ergebnis der Jahreshauptversammlungen der Hanauer Rudergesellschaft und des Hanauer Ruderclubs Hassia.

Von Elfi Hofmann

Nach 13 Jahren legte Rainer Gimplinger jetzt sein Amt als Vorsitzender des Ruderclubs Hassia nieder. „Mit einem weinenden und einem lachenenden Auge“ blicke er auf eine Zeit mit tollen Herausforderungen zurück, die nur durch die enge Unterstützung der Vereinskameraden möglich gewesen sei.

Seit seiner Jugend war Gimplinger im Verein aktiv, erst als Sportler, dann im Vorstand, zwischen 1987 und 2004 auch als national und international erfolgreicher Trainer. Vom DRV (Deutscher Ruder Verband) wurde er sogar zum Verbands-Auswahltrainer ernannt.

Gimplinger sprach Nachfolger das Vertrauen ausDie Stelle des Vorsitzenden wird mit Markus Hartung direkt neu besetzt. Seit 25 Jahren ist er bei der Hassia aktiv und trainierte bereits unter seinem Vorgänger Gimplinger. „Der Schritt, mein Amt niederzulegen, wurde mir durch einem Nachfolger, dem ich zu 100 Prozent vertraue, leichter gemacht“, erklärte Gimplinger bei seinem Abschied.

Zusätzlich zum neuen Vorsitzenden wurde der Vorstand im Amt bestätigt. Neuer Jugendvorsitzender ist Julian Bothe.

HRG hat andere ProblemeGanz so reibungslos läuft es bei der Hanauer Rudergesellschaft (HRG) dagegen nicht. Dort trat nach neun Jahren Frank Arnold von seinem Amt zurück. Obwohl Arnold diesen Schritt bereits im vergangenen Jahr angekündigt hatte, konnte bei der Jahreshauptversammlung und der damit verbundenen außerplanmäßigen Wahl kein Nachfolger gefunden werden. Stattdessen werden die drei stellvertretenden Vorsitzenden Nicola Dekorsy-Maibaum, Berthold Ocker und Werner Marquart die Geschäfte bis zur Wahl eines neuen Vorsitzenden gleichberechtigt weiterführen.

„Familiär und beruflich“ bedingt könne Arnold die vielen Aufgaben des Vereins nicht mehr bewältigen. „Ich bin stolz, für diesen Verein meine knappe Zeit investiert zu haben, und unter dem Strich sage ich, dass es eine verdammt gute Zeit war“, erklärte Arnold. Bei der HRG war er erst stellvertretender Vorsitzender der Verwaltung und im Anschluss verantwortlich für das Ressort Sport.

Herausforderungen für den NachfolgerDen neuen Vorstand solle man ordentlich, fair und transparent behandeln, gab Arnold den Mitgliedern mit auf den Weg. „Die übrig gebliebenen Vorstände sind hervorragende Leute, die mit Herzblut für den Verein kämpfen, so wie ich für die HRG stets gekämpft habe“, so Arnold. Auf seine Nachfolger warten im anstehenden Geschäftsjahr einige Herausforderungen.

Neben der Veranstaltung „Jugend trainiert für Olympia“, die im Juni stattfindet und von der HRG ausgerichtet wird, steht im Oktober der Ländervergleichskampf zwischen Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Baden-Württemberg sowie Bayern auf dem Main mit rund 400 Kindern an. Dann werden auch der Ruderclub Möve und die Hassia mit im Boot sein.

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