Die Ü37-Seniorinnen der TS Bischofsheim beweisen im März bei den südwestdeutschen Meisterschaften ihren Zusammenhalt. Das Team besteht aus (von links) Antje Keim, Trainer Robert Schäl, Nina Helmig, Heike Steinleitner, Mira Traxler, Heike Habermann, Sabine Keimer, Isa Kohoutek, Meike Greiser, Ulrike Damm, Sabine Alings und Eva Gach. Foto: Privat

Maintal

Ü37-Seniorinnen spielen um südwestdeutsche Meisterschaft

Volleyball. Nach zwei vergeblichen Anläufen hat es beim dritten Mal endlich geklappt: Die Ü37-Seniorinnen der TS Bischofsheim haben sich trotz des mit 0:2 verlorenen Hessenmeisterschaft-Finales für die südwestdeutsche Meisterschaft qualifiziert. Dort treffen sie im März auf die besten Teams aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Von David Lindenfeld

„Für uns ist das auf jeden Fall trotzdem etwas Besonderes“, sagt Mira Traxler, die schon seit ihrer Jugend bei der TSB spielt. Trotzdem? Dass Traxler das so betont, liegt daran, dass die Ü37-Seniorinnen bei der Hessenmeisterschaft nur eine Partie absolviert und diese sogar noch verloren haben.

Für die Hessenmeisterschaft in dieser Altersklasse können sich jedes Jahr beliebig viele Mannschaften anmelden. Diesmal waren es eben nur zwei: Die Sportfreunde Blau-Gelb Marburg und die TS Bischofsheim, die das Finale 0:2 (17:25, 17:25) verlor. „Marburg war uns technisch ein Stück überlegen und hat uns insbesondere mit guten Aufschlagserien und druckvollen Angriffen das Leben schwer gemacht“, berichtet Traxler.

In den vergangenen beiden Jahren, in denen die Ü37-Seniorinnen der TSB auch schon am Turnier teilgenommen hatten, war man stets knapp gescheitert. Damals hatten sich noch mehr Teams für die Hessenmeisterschaft angemeldet. Im Modus Jeder-gegen-Jeden spielen die teilnehmenden Mannschaften dann die ersten beiden Plätze in der Tabelle aus. Wer diese am Ende belegt, qualifiziert sich für die südwestdeutsche Meisterschaft, bei der die TSB nun erstmals dabei ist.

Bischofsheim bewirbt sich um Ausrichtung

Fast alle Spielerinnen des Teams haben schon als Aktive in Bischofsheim gespielt, weshalb bei den meisten eine „große Verbundenheit zum Verein“ da sei, sagt Traxler: „Wir sind eigentlich eine Mutti-Mannschaft. Die meisten von uns haben Kinder. Man wird älter, aber der Spaß am Volleyballspielen ist natürlich immer noch da.“

Auf die südwestdeutsche Meisterschaft, die am 9. und 10. März stattfinden wird, bereiten sich die zehn Frauen der TSB ab Januar gemeinsam mit ihrem Trainer Robert Schäl vor, der das Team in einer wöchentlichen Einheit coacht. Nachdem klar war, dass sich die TSB qualifiziert hat, hat sich der Verein für die Ausrichtung des Turniers beworben. „Wir haben die Halle an diesem Datum auf jeden Fall reserviert“, bestätigt Traxler, die hofft, dass ihr Klub den Zuschlag von den Verbänden erhält.

Die Entscheidung fällt im Januar

Im Januar wird dann endgültig feststehen, welche Mannschaften aus den anderen Bundesländern dabei sein werden und wer den Zuschlag zur Ausrichtung erhält. Zählen kann das Team dann wohl auch wieder auf Ulrike Damm, die früher schon für die TS Bischofsheim spielte und deshalb viele Spielerinnen im Team kennt. Mittlerweile lebt Damm aber in der Schweiz und reist zu den Spielen wie der Hessenmeisterschaft extra in die Heimat, um die Teamkolleginnen zu unterstützen.

„Sie ist eine tolle Verstärkung, weil sie eine gute Spielerin ist“, so Traxler, die mit der Wahl-Schweizerin früher gemeinsam in der Landesliga spielte. Das Team und Damm dürften sich deshalb umso mehr freuen: Dank der erfolgreichen Qualifikation für die südwestdeutsche Meisterschaft gibt es im kommenden Jahr ein Wiedersehen mehr als sonst.

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