Zwei, für die sich alle Trainingsanstrengungen gelohnt haben: Die zweifache U20-Europameisterin Lisa Oed und ihr Trainer Sascha Arndt. Foto: Giese

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U20-Europameisterin Lisa Oed will in den USA weiterkommen

Leichtathletik. Erst U20-Europameisterin im Berglauf, dann wenige Wochen später U20-Europameisterin über 3000-Meter-Hindernis – Lisa Oed vom SSC Hanau-Rodenbach hat äußerst erfolgreiche Wochen hinter sich. Der HANAUER ANZEIGER hat mit der 18-Jährigen über ihre jüngsten Erfolge und auch ihre Pläne für die Zukunft gesprochen.

Von Robert Giese

Vor allem mit ihrem sensationellen Erfolg über 3000-Meter-Hindernis in 10:00,79 Minuten, bei dem sie ihre bisherige persönliche Bestzeit förmlich pulverisierte, überraschte Lisa Oed neben ihren Konkurrentinnen auch ihren Trainer Sascha Arndt – und sich selbst. 

Frau Oed, U20-Europameisterin über 3000-Meter-Hindernis, Verbesserung der persönlichen Bestzeit auf rund zehn Minuten – haben Sie im Vorfeld mit diesen Erfolgen gerechnet?

„Nein, überhaupt nicht. Vor dem Wettkampf hatten wir einen Platz unter den ersten Zehn angepeilt, aber im Vorlauf war ich schon gut drauf und habe meine persönliche Bestzeit ja bereits verbessern können – da haben wir dann schon ein bisschen auf die Top Fünf geschielt. Mit einer Medaille oder gar dem ersten Platz habe ich aber selbst da überhaupt nicht gerechnet.“

Was für ein Gefühl war es dann, nach einem phänomenalen Lauf knapp vor Ihrer favorisierten Konkurrentin aus Weißrussland ins Ziel zu kommen?

„Das war einfach überwältigend. Ich habe mich wahnsinnig gefreut, es aber auch erstmal gar nicht richtig fassen können. Jemand hat mir dann die deutsche Fahne zugeworfen und dann habe ich es langsam realisiert. Jetzt bin ich einfach sehr glücklich über meinen Erfolg.“

Nach Ihren großen Erfolgen steht für Sie demnächst eine große Veränderung an – Sie ziehen zum Studieren in die USA. Was wird sich da vor allem im Hinblick auf Ihr Training ändern?

„Nicht allzu viel, denke ich. Ich habe bereits sehr viel Kontakt mit dem Trainer, unter dem ich in den USA trainieren werde. An den Universitäten in den USA spielt der Sport oft eine sehr große Rolle, das ist vermutlich der größte Unterschied zu Deutschland. An der Mississippi State University, an der ich studieren und trainieren werde, gibt es bereits mehrere Olympia-Teilnehmer, also habe ich auch dort eine gute Trainingsgruppe und bin gut aufgehoben, denke ich.“

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