Großer Sport: Die Hanauerinnen um Wiebke Wahlster (rechts) haben bei der Endrunde um die deutsche Meisterschaft auf und neben dem Parkett überzeugt. Foto: Patrick Scheiber

Hockey

U16-Meisterschaft. Hanau landet bei Heimturnier auf Rang sieben

Hockey. Der Bremer HC gewinnt die deutsche Hallenmeisterschaften der U16-Juniorinnen in der Hanauer Hessen-Homburg-Schule. Auch das Team des 1. Hanauer Tennis- und Hockey-Clubs war für die Endrunde qualifiziert.

Die Hanauer setzten mit der Ausrichtung der Meisterschaft nur wenige Tage nach den Anschlägen von Hanau ein klares Statement für Fairness, Respekt und ein friedliches Miteinander. „Trotz allem, was in Hanau geschehen war, sollte es um den Sport gehen und das, wofür er steht: seine positive Kraft, seine Werte wie Fairness und Respekt und um das Miteinander“, heißt es von Seiten des Hanauer Klubs.

Schon bei den Begrüßungen der Mannschaften am Samstagmorgen zeigten alle Beteiligten viel Fingerspitzengefühl. Die Spielerinnen der Teams aus Bremen, Mannheim, Duisburg, Berlin, Hamburg, Krefeld, Ludwigsburg sowie die Gastgeber aus Hanau traten mit Trauerflor an und begannen ihre jeweils ersten Gruppenspiele mit einer Gedenkminute.

Chancenverwertung als Problem der Hanauer

Schon im ersten Spiel sollte sich zeigen wie hochklassig die diesjährige Endrunde ausfallen würde. Allerdings nahm das Eröffnungsspiel für die Gastgeberinnen kein gutes Ende, denn sie kassierten eine 0:5-Niederlage gegen Mannheim. Im zweiten Spiel musste Hanau gegen die Bremerinnen antreten und hielt auch hier wieder lange Zeit gegen die offensiv aufspielenden Mädels vom Bremer HC mit. Beim 1:3 (1:2) trug sich Louisa Heller als erste THC-Spielerin in die Liste der Torschützen ein.

Nicht zuletzt wegen einer nicht optimalen Chancenauswertung verkaufte sich hier das Hanauer Team etwas unter Wert. Eine Steigerung zeigten die Hanauerinnen im ‧letzten Gruppenspiel. Die bis‧her magere Offensivausbeute wurde im Spiel gegen den Club Raffelberg durch zwei Treffer von Wiebke Wahlster deutlich verbessert. Aber auch die Spielerinnen vom Duisburger Traditionsclub, die bisher punktlos waren, zeigten ein stärkeres Offensivspiel als zuvor. So stand es am Ende der Partie 2:2 (1:0) – Hanau spielte somit am nächsten Tag um Platz sieben.

Spiel um Platz sieben als versöhnlicher Ausgang

Der Bremer HC und Mannheimer HC zogen als Erster ‧beziehungsweise. Zweiter der Gruppe A ins Halbfinale ein. Im Gruppe B setzten sich Berlin und Großflottbek durch. Der Sonntagmorgen begann mit dem Nord-Derby der Halbfinalspiele zwischen Bremen und Großflottbek. Der Bremer HC setzte sich mit 4:1 durch und stand im Finale. Dort wartete das Team aus Berlin, das sich mit 3:1 gegen Mannheim durchsetzte.

So jubelt der deutsche Meister: Die U16-Juniorinnen des Bremer HC haben in der Hanauer Hessen-Homburg-Halle ein starkes Turnier gespielt und sich den Titel geschnappt. Foto: Patrick Scheiber

Im Spiel um Platz sieben gegen Ludwigsburg wollte das Team aus Hanau noch einmal seine Qualität unter Beweis stellen und mit einem Sieg das Turnier in der Heimatstadt beenden. Dies wollte allerdings in der ersten Spielhälfte noch nicht so gut gelingen, es blieb vorerst beim 0:0. Auch im zweiten Abschnitt waren es zunächst die Mädels aus Ludwigsburg, die mit zwei Treffern in Führung gingen. Doch die Hanauerinnen gaben noch einmal alles und glichen durch Treffer von Selina Caetano und einen von Wiebke Wahlster verwandelten Sieben-Meter-Strafstoß zunächst zum 2:2 aus. Hanau erhöhte sogar durch zwei weitere Treffer nach einer von Wiebke Wahlster geschossenen, aber von Ludwigsburg abgefälschten kurzen Ecke zum 3:2 und durch einen Treffer von Mira Kuhbänder zum 4:2-Endstand.

Bremen setzte sich durch

Im Finale übten die Bremerinnen von Anfang an starken Druck auf das Tor der Berlinerinnen aus und versenkten gleich zweimal vor dem Pausenpfiff die Kugel in den Maschen. In Hälfte zwei begeisterten beide Teams mit einem offenen Schlagabtausch und insgesamt vier Toren – zwei zugunsten der ostdeutschen Meisterinnen aus Berlin und zwei weitere für das vom Hanauer Martin Schultze gecoachte Team aus Bremen. Somit stand am Ende des Finaltages die Mannschaft vom als deutscher Hallenhockeymeister der Saison 2019/2020 der weiblichen Jugend B fest. mei

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