Letzte deutsche Siegerin in Bruchköbel: Mara Guth triumphierte 2019 beim ITF-Jugend-Turnier des TCB. Archivfoto: TAP

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Tennis: ITF-Jugend-Turnier beim TC Bruchköbel wird hochgestuft

Tennis. Stefanos Tsitsipas, Kevin Krawietz, Anna Lena Friedsam und Barbora Krejcikova haben es nicht geschafft. Alle vier Tennisasse haben einmal beim ITF-Jugend-Weltranglistenturnier beim TC Bruchköbel teilgenommen, keiner jedoch hat das Turnier gewinnen können.

Von Rolf Joachim Rebell

Der Grieche Stefanos Tsitsipas belegt in der aktuellen Weltrangliste Platz sechs, Kevin Krawietz hat im vergangenen Jahr bei den French Open in Paris zusammen mit Andreas Mies die Doppelkonkurrenz gewonnen.

Anna Lena Friedsam gehört zu den deutschen Spitzenspielerinnen, die Tschechin Barbora Krejcikova hat schon mehrere Grand-Slam-Titel im Doppel und Mixed gesammelt und die Doppelweltrangliste angeführt. Doch alle vier haben sich nicht in die Siegerlisten in Bruchköbel eintragen können. 2008 scheiterten Friedsam und Krawietz jeweils im Endspiel.

Besetzung wird noch hochkarätiger

Der Bruchköbeler Head-Cup wird im kommenden Sommer zum insgesamt 38. Mal ausgetragen, zum 20. Mal bereits als ITF-Jugend-Weltranglistenturnier. Und zum Jubiläum wurde die Veranstaltung in die Kategorie drei hochgestuft. „Mit der Aufwertung unseres Turnieres sind auch einige neue Verpflichtungen auf uns zugekommen“, sagt Turnierdirektor Martin Fetzer. „Aber die ITF honoriert damit auch die Qualität unserer Turnierdurchführung sowie den hohen Level der Teilnehmer.“

Heutige Topstars verloren 2008 in Bruchköbel die Endspiele: Kevin Krawietz (Dritter von links) und Anna Lena Friedsam (Mitte). Das Foto zeigt (von links): Turnierleiter Sven Kurandt, Sieger Richard Becker, Krawietz, Friedsam, Vivien Laszloffy, Bruchköbels Bürgermeister Günter Maibach und den damaligen TCB-Vorsitzenden Walter Möller. Archivfoto: TCB

Mit der Höherstufung einher geht die Übernahme der Übernachtungskosten für die Teilnehmer bis zum jeweiligen Ausscheiden aus dem Turnier. „Dazu liegen uns auch Sponsorenzusagen vor“, sagt Fetzer. Head erweitert sein langjähriges Engagement. „Und mit den Michel Hotels haben wir für 2020 einen neuen Co-Namensgeber gefunden.“

Deutscher Sieg zuletzt 2019

Neben der Unterstützung des Deutschen Tennis Bunds (DTB) und des Hessischen Tennis Verbands (HTV) hat auch die Stadt Bruchköbel ihre Unterstützung zugesagt.

Gesucht werden die Nachfolger von Saara Orav und Janos Fekete. Mit Orav aus Estland und dem Slowaken Fekete hatten sich im vergangenen Sommer jeweils die beiden topgesetzten Akteure durchgesetzt. Den letzten deutschen Erfolg gab es durch Julia Middendorf im Jahr davor, sie besiegte im deutschen Duell Mara Guth in zwei Sätzen.

64 Spieler gehen an den Start

„Auch 2020 werden wir wieder mit großen Feldern von 64 Spielern und Spielerinnen am Start sein“, sagt Fetzer, der betont, eine Reduzierung der Teilnehmerfelder auf 48 aufgrund der höheren Kosten sei nie ein Thema gewesen. Der Turnierdirektor und Turnierleiter Sven Kurandt freuen sich auf einen weiteren Anstieg des Spielniveaus. Gleichzeitig betonen beide, dass aufgrund des in den vergangenen Jahren stetig vergrößerten Teilnehmerfeldes ausreichend Platz für regionale Nachwuchsspieler vorhanden sei.

Die Qualifikation wird am 28. und 29. Juni ausgetragen. Am Dienstag, 30. Juni, beginnt der Head-Cup mit seiner ersten Runde. Die Finalspiele werden am Sonntag, 5. Juli, ausgespielt. Wenn im Sommer in Bruchköbel der ein oder andere Star von morgen aufschlagen wird, spielen Tsitsipas, Krawietz, Friedam und Co. gerade auf Rasen: bei den Wimbledon Championships, dem traditionsreichsten Grand-Slam-Turnier des Jahres.

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