Svenja Missfalla und die Damen des Hanauer THC haben in der Hessenliga den amtierenden Meister geschlagen, womit der Klassenerhalt beinahe schon geschafft ist. Archivfoto: Adrian

Hanau

Tennis: HTHC entthront Hessenmeister

Tennis. In der Hessenliga haben die Damen des Hanauer THC den amtierenden Hessenmeister bezwungen und sind damit dem Klassenerhalt ein großes Stück näher gekommen.

Von David Lindenfeld

Nach dem durchwachsenen Saisonstart mit einem Sieg gegen Marburg und einer Niederlage gegen den Aufsteiger aus Wiesbaden, haben die Damen des Hanauer Tennis- und Hockey-Clubs am letzten Doppelspieltag nachgelegt: Gegen den amtierenden Hessenmeister aus Bad Homburg gewann das Team mit 5:4. Trotz einer 1:8-Niederlage gegen den SC 80 Frankfurt ist der Klassenerhalt in der Hessenliga damit so gut wie perfekt.

Stolzer Trainer

Da der Marburger TC bisher noch keines seiner vier Spiele gewonnen hat und voraussichtlich nur ein Team absteigt, sind die Hanauerinnen mit ihren zwei Siegen bei noch zwei ausstehenden Partien für Hanau und Marburg bereits so gut wie sicher. „Wir sind sehr stolz, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt der Saison schon zwei Siege auf dem Konto haben“, sagt HTHC-Cheftrainer Felix Glattbach, der von einer „großen Erleichterung“ nach dem Sieg gegen seinen Ex-Club aus Bad Homburg sprach.

Starke kämpferische EinstellungVor allem, weil man sich vor dem Wochenende nicht ausgerechnet hatte, eines der beiden Spiele für sich entscheiden zu können. „Das war schon etwas ganz Besonderes für uns. Damit hätte niemand gerechnet.“Nachdem Saisonspiel Nummer zwei in der Vorwoche gegen den Aufsteiger aus Wiesbaden nach dem Zwischenstand von 3:3 überraschend noch mit 3:6 verloren ging, zeigten die Hanauerinnen gegen den amtierenden Hessenmeister ihre Klasse und lieferten – auch was die Einstellung betrifft – eine starke Partie ab: „Die kämpferische Einstellung und der Team-Spirit waren top“, lobt Glattbach, der die Einstellung bei der Niederlage gegen Wiesbaden noch kritisiert hatte – mit dem letzten Wochenende aber hochzufrieden war.

Ärger über HeinovaDurch die Siege des rumänischen Neuzugangs Diana Enache, die erstmals für Hanau und anstelle von Simona Heinova als zweite Ausländerin spielte, und durch die wieder mal starke Nina Wenger ging der HTHC nach den ersten drei Einzeln früh mit 2:1 in Führung. „Das kann ich ganz offen sagen: Simona Heinova hat uns am Donnerstagmorgen im Stich gelassen und sich entschieden, ein Einzelturnier in Tschechien zu spielen“, erklärt Glattbach den Grund für die Umstellung im Team und ergänzt: „Über unsere andere Rumänin (Cristina Adamescu) haben wir dann den Kontakt zu Diana Enache gesucht, die sofort bereit war zu spielen und aus Litauen angereist ist“, so Glattbach, der die ursprünglich nur als Backup eingeplante Rumänin neben der starken spielerischen Leistung deshalb auch für ihre menschliche Seite lobte.

Lob für Luara HecklerEbenfalls ein Lob vom Cheftrainer erhielten Laura Heckler, die trotz einer Verletzung ihre Partie nach 1:6 im ersten Durchgang noch drehte, und Nina Wenger, die mit ihren souveränen Einzelsiegen gegen Bad Homburg und Frankfurt einmal mehr bewies, wie wichtig sie für den HTHC an Position sechs ist.Durch den Sieg von Cristina Adamescu an eins stellte Hanau gegen Bad Homburg nach den Einzeln auf 4:2, sodass den Hanauerinnen das gewonnene Doppel von Adamescu/Enache zum wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt reichte.

Keine Chance gegen ungeschlagene FrankfurterTags darauf gegen den SC 80 Frankfurt, der bisher noch ungeschlagen ist und Aufstiegsambitionen angemeldet hat, fehlte den Hanauerinnen dann die nötige Power: „Wir hatten fünf angeschlagene Spielerinnen und durch den großen Kampf gegen Bad Homburg einige Tribute zollen müssen“, so Glattbach, der die zwei kommenden Gegner als „lösbare Aufgaben“ bezeichnete.Am kommenden Wochenende ist der HTHC am Samstag zunächst spielfrei. Am Sonntag (10 Uhr) treffen die Hanauerinnen dann auswärts im Lokalderby auf Eintracht Frankfurt. Zum Abschluss der Saison trifft der HTHC am Sonntag, 30. Juli, 10 Uhr, auf Tennis 65 Eschborn.HTHC-Punktesammlerinnen gegen den TC Bad Homburg: Adamescu – Schech 6:0, 6:4; Enache – Kleinsteuber 6:2, 6:3; Heckler – van Lier 1:6, 6:4, 6:4; Wenger – Scholtze 6:2, 6:3; Adamescu/Enache – Kleinsteuber/Bezmenov 6:4, 7:5HTHC-Punktesammlerinnen gegen den SC 80 Frankfurt: Wenger – Menzen 6:4, 6:1

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