Die Ringermannschaft der RWG Hanau/Erlensee ist wieder mit viel Spaß bei der Sache, nachdem es in der letzten Saison auch aufgrund einiger Problemkinder mit dem Klassenerhalt noch einmal eng wurde. Foto: Privat

Hanau/Erlensee

Team neu zusammengestellt: RWG-Ringer wollen angreifen

Ringen. Nach einer turbulenten Saison mit vielen Höhen und Tiefen wollen die Ringer der RWG Hanau/Erlensee in der neuen Runde, die am Samstag, 27. August, beginnt, wieder angreifen. Trainer Oliver Richter, der selbst Teil des Teams ist, sieht die Mannschaft im Vergleich zum Vorjahr deutlich besser aufgestellt.

Von David Lindenfeld

„Letztes Jahr haben wir ein paar Kämpfe wegen unzuverlässigen Leuten verloren, die entweder ihr Gewicht am Wettkampftag nicht hatten oder gar nicht erst zum Treffpunkt erschienen sind“, erklärt der 26-Jährige die Probleme, mit denen die RWG in der vergangenen Saison zu kämpfen hatte.Durch die verlorenen Kämpfe wurde es zum Saisonende noch einmal ziemlich eng für die Ringer aus Hanau und Erlensee. „Mit Platz sechs hat es gerade so noch gereicht und das auch nur, weil an manchen Tagen alles perfekt gepasst hat. Wir hatten auf jeden Fall Glück“, räumt Richter ein.Team an einigen Positionen verändertGlück, auf das sich bei der RWG Hanau/Erlensee in diesem Jahr niemand noch einmal verlassen will. Für die neue Saison wurde das Team an einigen Positionen verändert. Mit Matthias Börner, der seine Aktivenlaufbahn eigentlich schon beendet hatte und nun noch einmal rekrutiert wurde, und dem Flüchtling Moneir Ahmadi wurden die Abgänge „zweier Problemkinder der letzten Saison“ kompensiert.„Das sind beides Leute, die sich schnell in die Mannschaft einfügen können“, weiß Richter und fügt hinzu: „Gerade im persischen oder westasiatischen Raum ist Ringen ein Nationalsport, weshalb wir schon den ein oder anderen Flüchtling bei uns in den Reihen begrüßen durften.“Integration von Flüchtlingen wird erleichtertNeu seit dieser Saison: Statt zwei dürfen nun drei ausländische Sportler im Aufgebot stehen. Dies erleichtert vor allem die Integration von Flüchtlingen in die Mannschaft. Mit Patrik Svec und dem deutschen B-Jugend-Meister Torben Berndt wird das Team zudem von zwei Kämpfern aus der eigenen Jugend ergänzt. „Vor allem bei Torben sind die Hoffnungen aufgrund seiner bisherigen Erfolge natürlich schon etwas größer.“Aufgrund der letztjährigen Schwierigkeiten haben sich die Ringer aus Hanau und Erlensee in diesem Jahr vor allem eins vorgenommen: „Wir wollen zunächst einmal die Runde stabil durchziehen und peilen einen guten Mittelfeldplatz an“, formuliert Richter das Saisonziel. Wenn es optimal läuft traut der Trainer seinem Team allerdings mehr zu: „Dann können wir ganz dezent auch mal auf Rang drei schielen, aber dafür muss schon der ein oder andere Sahnetag her.“Richter mit Vorbereitung zufrieden In der Landesliga tummeln sich auch in diesem Jahr wieder viele ausgeglichene Mannschaften. „Die zwei Favoriten sind ganz klar Elgershausen und Dieburg. Beide sind auch für uns nicht unschlagbar, aber da muss man schon einen sehr guten Tag erwischen.“Seine Mannschaft sieht Richter für die Saison gewappnet: „Die Vorbereitung und das erste Trainingslager waren ziemlich gut. Vor allem die Trainingsbeteiligung war im Vergleich zum Vorjahr deutlich besser“, freut sich Richter, der seine Trainerlizenz bereits seit 2010 besitzt und das Traineramt bei der RWG vor der letzten Saison übernommen hatte."Homogene und ausgeglichene Truppe“„Nachdem die erste Runde sehr anstrengend war, macht es nun wieder viel mehr Spaß, weil die Leute auch im Training mitziehen“, so der 26-Jährige, der die Stärke des Kaders vor allem in der Breite sieht: „Wir sind in keiner Gewichtsklasse die Besten, aber haben dafür eine homogene und ausgeglichene Truppe.“Zudem habe man glücklicherweise nur in den beiden untersten Gewichtsklassen leichte Personalprobleme. Da niemand sonst aus den Reihen der RWG in der Klasse bis 61 Kilogramm kämpfen kann, muss sogar der Trainer höchstpersönlich bis zum Saisonstart noch ein paar Kilos verlieren, um unter die 61 Kilogramm-Marke zu kommen.

Runde geht am Samstag losSpätestens am Samstag darf die Waage bei Oliver Richter dann kein überflüssiges Gramm mehr anzeigen, wenn die Runde mit dem Kampf gegen Aufsteiger TSV Gailbach II beginnt. „Das wird sicher ein spannender Kampf, bei dem es keinen direkten Favoriten geben wird. Wenn dann sind wir vielleicht ganz leicht im Vorteil.“

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