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Hanau

Supinatorlogen-Syndrom: Operation ist die einzige Möglichkeit

Symptome des Supinatorlogen-Syndroms, das vorwiegend die Unterarme betrifft, sind vor allem die motorischen Ausfallerscheinung (Lähmung) und weniger ein Schmerz. Es handelt sich um ein Nervenkompressionssyndrom. Im Rahmen der klinischen Untersuchung ist für das Supinatorlogen-Syndrom das charakteristische Lähmungsbild der Muskulatur ohne im wesentlichen sensible Beeinträchtigung wegweisend.

Symptome des Supinatorlogen-Syndroms, das vorwiegend die Unterarme betrifft, sind vor allem die motorischen Ausfallerscheinung (Lähmung) und weniger ein Schmerz. Es handelt sich um ein Nervenkompressionssyndrom. Im Rahmen der klinischen Untersuchung ist für das Supinatorlogen-Syndrom das charakteristische Lähmungsbild der Muskulatur ohne im wesentlichen sensible Beeinträchtigung wegweisend.

Dann ist die neurologische Untersuchung mit Nervenleitungsmessung erforderlich. Dies kann ergänzend durch eine Elektromyographie erfolgen, wobei hierbei eine Messung der elektrischen Muskelaktivität durchgeführt wird.

Sogenannte bildgebende Verfahren, wie Ultraschall oder Kernspintomographie können hierbei keine sicher eingrenzenden diagnostischen Möglichkeiten anbieten. Im MRT können jedoch in Einzelfällen ein unter dem Muskulus supinator gelegenes Fettgewebsgeschwulst nachgewiesen oder ausgeschlossen werden, was aus bekannter Literatur in seltenen Fällen vorliegen kann.

Konservative Methoden wenig wirksam

Die Behandlung des Supinatorlogen-Syndroms lässt sich im Wesentlichen nur operativ durchführen, wobei hier eine Erweiterung der Loge des Nervus radialis durchgeführt wird (sogenannte Einkerbung).

Die sogenannte Supinatorlogen-Operation ist jedoch anspruchsvoll, da sie letztendlich die Gefahr der Nervenschädigung beinhalten kann, was wiederum zu motorischen Lähmungserscheinungen führen könnte.

Konservative Maßnahmen, wie beispielsweise Infiltrationen, auch mit Cortison, haben nur temporäre Effekte, können das Problem, was ein mechanisches ist, selber aber nicht lösen. Eine unmittelbar nach der Operation deutliche Verbesserung der Beschwerden liegt in der Regel zunächst nicht vor. Es dauert vielmehr mehrere Wochen bis zu Monaten, bis sich der Nerv durch die viele Jahre vorbestehende Engpasssituation erholen kann.

Lähmungserscheinungen

Das seltene Fettgewebsgeschwulst (Lipom) lässt sich ebenfalls nur durch eine operative Entfernung beheben. Im Rahmen der Entfernung dieses Geschwulstes wird in der Regel dann auch die sogenannte Einkerbung durchgeführt. Die Nachbehandlung bedarf keiner speziellen Schiene. Eine Physiotherapie sowie eigentätige aktive Streckbewegungen der Langfinger und des Daumens reichen in der Regel aus. Ebenfalls ist eine Reizstrombehandlung entbehrlich, da sie in der Regel keinen deutlich positiven Effekt bewirkt.

Zusammenfassend handelt es sich somit um eine körperliche Beeinträchtigung vorzugsweise im Bereich der Arme mit Lähmungserscheinungen, jedoch ohne wesentliche schmerzhafte Beeinträchtigung. Die sogenannte Dekompressionsoperation (Einkerbung) ist bei Diagnosesicherung durch den Neurologen indiziert.

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