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HA sucht zum 18. Mal die Hanauer Sportler des Jahres

Sport. Sie verteidigen mehrfach ihre Weltmeistertitel, träumen von Olympia oder der Weltspitze, lassen sich auch von kleineren Rückschlägen nicht zurückwerfen. Die Sportlerinnen und Sportler, die in diesem Jahr zur Wahl stehen, können auf beachtliche Monate zurückblicken. Das gilt auch für die vier nominierten Mannschaften.

Zum 18. Mal findet die HANAUER Sportlerwahl bereits statt. Präsentiert wird sie einmal mehr von der Sparkasse Hanau. Gekürt werden die Sieger der Leserabstimmung am 15. Januar.

Die nominierten Sportlerinnen

Im Januar 2019 wurde auf der Bühne des Culture Clubs die Sportschützin Doreen Vennekamp zur HANAUER Sportlerin des Jahres 2018 gekürt. Das war für die Ronneburgerin Ansporn, weiter Gas zu geben. Kein Wunder, denn 2019 war für sie ein Übergangsjahr. 2020 kann Vennekamp ganz groß rauskommen. Die Schützin des SV Hubertus Hüttengesäß hofft darauf, bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio an den Schießstand zu dürfen. In diesem Jahr ist sie in der Weltrangliste auf Platz drei geklettert. Ihre Chancen auf eines der Olympia-Tickets, die im April vergeben werden, vergrößerte sie mit zwei EM-Titeln in der Mannschaft – mit der Luft- und der Sportpistole. Zudem holte die 24-Jährige bei den European Games Gold im Mixed mit Oliver Geis.

Ebenfalls HANAUER Sportlerin des Jahres kann Sarah Bormann werden. Die Boxerin der TG Hanau holte sich im Mai 2019 ihren dritten WM-Gürtel im Halbfliegengewicht. Bereits seit 2018 ist die 29-Jährige Weltmeisterin der Verbände WIBF und GBU, nun folgte der Titel der WBF (World Boxing Federation). Diese Titel möchte sie am Samstag, 14. Dezember, erneut verteidigen.

Die Titelsammlung aus dem Jahr 2019 von Caroline Trompeterliest sich wie die mancher Sportler, die auf ihr Karriereende zurückblicken: erste Weltcupmedaille, erster Weltcupsieg, Silber im Gesamtweltcup, Bronze bei der WM und Gold bei den deutschen Meisterschaften. Die 25-jährige Kanuslalomfahrerin der Ski- und Kanugesellschaft Hanau hofft darauf, dass Extreme-Slalom 2024 olympisch wird. Die Entscheidung darüber soll im kommenden Jahr fallen.

Zwei deutsche Meistertitel stehen seit dem Jahr 2019 in der Vita von Celina Waldschmidt. Die 19-Jährige, die für den Ruderclub Hassia Hanau startet, siegte in der U23 im Vierer und im Achter (jeweils mit Steuermann). Lohn war die Teilnahme an der U23-WM in Sarasota/Florida. Das kommende Jahr wird auch für sie ein wegweisendes. Waldschmidts Ziele sind: Abitur und Ruderbundesliga-Luft schnuppern.

Die nominierten Sportler

Auf internationaler Ebene machte auch Philipp Ahouansou auf sich aufmerksam. Der Handballer der Rhein-Neckar Löwen wurde mit der deutschen U19-Nationalmannschaft Vizeweltmeister. Weitere Highlights für den 18-Jährigen waren die deutsche Vizemeisterschaft mit der A-Jugend und sein erster Profivertrag beim Topteam der Handball-Bundesliga.

Auf den größten Erfolg seiner bisherigen Karriere blickt Joel Link zurück. Der Bruchköbeler Tennisspieler, der vergangene Saison für den 1. Hanauer THC aufschlug und nun für den TC Bad Homburg spielt, wurde Hessenmeister im Freien und Vizehessenmeister in der Halle. Der 22-Jährige träumt davon, irgendwann einmal in den TOP 20 der ATP-Weltrangliste, für die er 2019 erstmals Punkte sammelte, zu stehen.

In Abu Dhabi hat Nikola Angelovskigerade den größten Triumph seiner noch jungen Karriere gefeiert. Der Ju-Jutsuka des KSC krönte sich im November zum U21-Weltmeister. Im kommenden Jahr wechselt er in die altersoffene Seniorenklasse. Seine Ziele für die kommenden Jahre: Welt- und Europameister bei den Senioren werden.

Ebenfalls gerade auf Reisen war Dominik Müller. Der Läufer des SSC Hanau-Rodenbach kam von der Europameisterschaft der Crossläufer in Lissabon als drittbester Deutscher nach Hause. Bei der Berglauf-EM wurde er in diesem Jahr Sechster. Sowohl im Cross- als auch im Berglauf wurde er deutscher U20-Meister.

Die nominierten Mannschaften

Kein Ende nimmt scheinbar die Erfolgsserie der A-Jugend-Handballer der HSG Preagberg. Erstmals schaffte eine Mannschaft der Handballspielgemeinschaft, die sich aus dem TV Großkrotzenburg und der TS Großauheim zusammensetzt, die Qualifikation zur Oberliga. Und die Mannschaft der Trainer Dirk König und Swen Ruppert hat noch lange nicht genug. Als aktueller Spitzenreiter strebt man nach der Hessenmeisterschaft.

Bei der Abstimmung zur HANAUER Mannschaft des Jahres kommt es zu einem Ortsduell, denn auch die Fußballer des FC Germania Großkrotzenburg stehen zur Wahl. Die Kicker um Spielführer Robin Prey wurden 2019 Meister der Gruppenliga Frankfurt Ost und spielen nun auch in der Verbandsliga Süd vorne mit.

Oberliga-Meister und nun in der Regionalliga gut dabei – das trifft auf die Volleyballerinnen des TSV 1860 Hanauzu. Die Mannschaft von Trainer-Urgestein Reiner Elmrich setzt dabei auf ein ganz besonderes Ritual: Die Spielerinnen lackieren sich die Fingernägel vor Spielen stets in den gleichen Farben.

Darauf verzichten die Hockey-Herren des 1. Hanauer THCund hatten im abgelaufenen Jahr dennoch großen Erfolg. Als Oberliga-Meister schafften Max Kellermann und Co. den Sprung in die Regionalliga. tj

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