Auch abseits des Sports engagiert sich Julian Reus beispielsweise für das Miethühner-Projekt der Baugesellschaft. Foto: PM

Leichtathletik

Sprinter Julian Reus zieht WM-Fazit - Olympia-Quali angepeilt

Leichtathletik. Über Jahre hinweg war er der schnellste Deutsche und auch bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Doha war der Hanauer Julian Reus mit der 4x100-Meter-Staffel am Start. Wir haben mit dem Sprinter über die Bedingungen in Doha, das Abschneiden und seine Ziele für die Olympischen Spiele gesprochen.

Zuerst einmal zu den Bedingungen in Doha: Wie war es vor Ort? Das Stadion war klimatisiert, wie hat sich das ausgewirkt? Wie war der Unterschied zu den Temperaturen außerhalb des Stadions?

Durch die Klimatisierung des Stadions war es zum Wettkampf, was die Temperaturen betrifft, sehr angenehm. Im Stadion lag die Temperatur bei zirka 26 Grad, während sie außerhalb teilweise 40 Grad betrug. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich es aus Sicht des Klimaschutzes nicht gut finde, eine WM an einem Ort auszutragen, an dem zu solchen Maßnahmen gegriffen werden muss, um überhaupt den Wettkampf bestreiten zu können.

Sie waren in Doha mit der 4x100-Meter-Staffel am Start, sind im Vorlauf in 38,24 Sekunden Siebter geworden und haben sich damit nicht für das Finale qualifiziert. Wie ist diese Leistung einzuordnen, sind Sie zufrieden?

Auf der einen Seite ist es natürlich enttäuschend für uns gewesen, es nicht ins Finale geschafft zu haben. Wir sind unsere schnellste Zeit des Jahres gelaufen, aber die anderen Staffeln waren bei dieser WM besser. Auf der anderen Seite sollte unsere Zeit aber ausreichen, um uns mit der Leistung der WM für Olympia zu qualifizieren.

In der Staffel waren Sie der erfahrenste Läufer, mit den beiden 20-Jährigen Joshua Hartmann und Marvin Schulte waren dort auch zwei junge Sprinter mit dabei, die ihre große Zeit wohl noch vor sich haben. Wie ist die Staffel angesichts dieser Nachwuchshoffnungen für die Zukunft aufgestellt?

Die beiden Jungen haben für ihre erste WM eine sehr gute Leistung vollbracht. Wenn sie sich weiter entwickeln, können sie uns als Staffel voranbringen.

Bereits in weniger als zehn Monaten stehen die Olympischen Sommerspiele in Tokio auf dem Programm. Was sind dort Ihre Ziele?

Zunächst einmal möchte ich mich über 100 Meter für die Olympischen Spiele qualifizieren. Über die Zeit wären das 10,05 Sekunden, was ein hartes Stück Arbeit wird.

Das Interview führte Robert Giese.

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