24 Tore in neun Saisonspielen: Die zweimalige Nationalspielerin Marilena Krauß hat die junge Mannschaft des 1. Hanauer THC zum Ligaerhalt geführt. Die 26-Jährige erzielte damit mehr als die Hälfte aller Hanauer Treffer in dieser Hallensaison. Archivfoto: Laura Becker

Hockey

Sieben Krauß-Tore bringen den HTHC-Damen den Klassenerhalt

Hockey. Bereits im vorletzten Saisonspiel haben die Damen des 1. Hanauer THC den Klassenerhalt in der 1. Regionalliga geschafft. Einen großen Teil trug dazu Marilena Krauß bei, die mit sieben Treffern beim 8:8 Unentschieden gegen den Aufsteiger aus Bietigheim ihre Torjägerqualitäten unter Beweis stellte.

„Wir haben eine wirklich gute mannschaftliche Leistung in Bietigheim gezeigt, haben kämpferisch stark und hingebungsvoll gespielt. Ein paar weniger einfache Fehler und es hätte bestimmt auch für einen Sieg gereicht,“ resümiert die 26-jährige Krauß den vergangenen Samstag.

Einzig und alleine die mangelnde Abgezocktheit vor dem gegnerischen Tor und auch in so mancher Defensivaktion wusste die Torjägerin zu monieren.

Unter Zugzwang

Beim bereits feststehenden Aufsteiger aus Bietigheim stand die Mannschaft von Trainer Daniel Strahn unter Zugzwang. Im Sechserfeld der Liga hätten außer dem gastgebenden Aufsteiger, theoretisch noch alle Mannschaften den Gang in die 2. Regionalliga antreten können. Mit dem Punktgewinn konnten die Wilhelmsbaderinnen schließ-lich endgültig den Ligaverbleib unter Dach und Fach bringen.

Dass die Strahn-Truppe in der Rückrunde bisher keine Niederlage einstecken musste, spricht für die positive Entwicklung. „Ich finde wir haben eine schwache bis mäßige Hinrunde gespielt. Dafür ist unsere Rückrunde umso stärker. Es spricht für unsere Qualität, Daniels gute Arbeit und die Entwicklung des Teams, dass wir trotz den immer wieder unterschiedlichen Kaderbesetzungen gute Leistungen abliefern,“ spricht die Sportwissenschaftlerin der Mannschaft einen positiven Trend zu und zeigt sich ob des Klassenerhalts erlöst.

Dass sie sie dabei keinen Gegner der Liga wirklich fürchten brauchen, zeigte zuletzt die überzeugende Leistung ohne drei Stammspielerinnen. Den Ligaverbleib hätte man laut Krauß durchaus auch schon früher dingfest machen können. „Wäre der Knoten etwas früher geplatzt, hätten wir vielleicht auch um den Aufstieg mitspielen können, das wäre natürlich reizvoll gewesen. Auch wenn ich denke, dass das für unser sehr junges Team, was sich ja gerade ein wenig neu formiert, sicher etwas früh gewesen wäre.“

Aufwärtstrend fortsetzen

So brachte die Mannschaft zuletzt einen Altersschnitt von gerade einmal 21 Jahre auf das Parkett. Das letzte noch ausstehende Saisonspiel in der 1. Regionalliga nimmt die Torjägerin dabei aber nicht auf die leichte Schulter. So will sie mit ihrer Mannschaft viel mehr den Aufwärtstrend fortsetzen. „Auch wenn mit dem gesicherten Ligaverbleib der Druck jetzt erstmal raus ist, können wir das letzte Spiel perfekt nutzen, um weiter an mannschaftsinternen Zielen zu feilen. Wir wollen das, was wir uns bis hierhin erarbeitet haben auch weiterhin verbessern.“

Ob Mari, wie ihre Mannschaftskameradinnen sie rufen, beim Saisonfinale am 16. Februar in heimischer Halle wieder mit sieben Treffern aufwarten kann, wird sich zeigen. „Das hat natürlich einen riesen Spaß gemacht, so ein Feuerwerk abzubrennen, so viele Tore zu schießen und uns als Team am Ende extrem zu helfen. Dass es am Ende den Klassenerhalt gesichert hat, ist natürlich super. Ich denke, es ist aber auch durchaus klar, dass so eine Partie eine große Besonderheit ist. Das Spiel wird sich sicherlich in mein Hockeyherz und -hirn einbrennen.“Die Hanauer Hockeyfans hätten sicher nichts dagegen, wenn aus der Besonderheit eine Gewohnheit werden würde. bec

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