90 Kilometer muss Sascha Lippert vom Tria-Team Bruchköbel in Dubai auf dem Rad zurücklegen. Dort wartet heißer Wüstensand auf den 27-Jährigen. Foto: PM

Triathlon

Sascha Lippert will in Dubai den zweiten Ironman finishen

Triathlon. Sascha Lippert vom Tria-Team Bruchköbel stellt sich am kommenden Freitag seiner bisher größten sportlichen Herausforderung. Der Hanauer geht beim Ironman in Dubai an den Start.

Seit vier Monaten befindet sich Lippert in der Vorbereitung, absolviert zwischen zehn und zwölf Stunden Training in der Woche. „Gerade in der Weihnachtszeit war die Vorbereitung nicht ganz so einfach“, sagt Lippert mit Blick auf die kulinarischen Verlockungen an den Feiertagen. Auf viele dieser Verlockungen verzichtet er täglich jedoch freiwillig.

Enorme körperliche Entwicklung

In den vergangenen Jahren hat Lippert eine enorme körperliche Entwicklung genommen, nachdem er zuvor wenig auf seine Gesundheit geachtet hattet. Ein Sportunfall in seiner Jugend zwang ihn dazu, seine Leidenschaft American Football aufzugeben. „Durch die lange Zeit auf Krücken und den Frust habe ich damals massiv zugelegt und ungesund gelebt“, erinnert sich der 27-Jährige.

Nun habe er sein Leben komplett auf den Kopf gestellt, habe das Rauchen aufgegeben und ernährt sich nach einem strikten Ernährungsplan. 37 Kilogramm hat Lippert mittlerweile abgenommen. Der tägliche Blick in den Spiegel habe ihn dazu bewegt, sich wieder auf seinen Körper zu konzentrieren.

2016 begann er dann mit dem Triathlon. „Ich habe einen passenden Ausgleich zu meinem mental sehr anstrengenden Beruf gesucht“, so Lippert, der in der Leitung im Pflegedienst tätig ist. Im vergangenen Jahr finishte er seine erste Langdistanz beim Ironman in Hamburg, nun hat er sich Dubai als Ziel gesetzt.

Das Hauptaugenmerk in der Vorbereitung lag auf dem Laufen. Lippert hat an Körperhaltung und Schrittfrequenz gearbeitet. Die Vorbereitung auf dem Rad erwies sich im Winter als schwierig. „Der Winter und ich werden keine Freunde mehr", sagt Lippert.

Andere Temperaturen im Wüstenstaat

Ganz andere Temperaturen erwarten ihn im Wüstenstaat, wo Lippert 1,9 Kilometer durch das offene Meer schwimmen muss, 90 Kilometer teils durch die Wüste mit dem Rad zurücklegen und anschließend noch einen Halbmarathon absolvieren muss. Zwischen 24 und 26 Grad seien für Anfang Februar zu erwarten, im Persischen Golf soll die Temperatur bei 20 bis 22 Grad liegen.

„Das Schwimmen scheint durch die Wellen und die doch recht frischen Temperaturen ziemlich anspruchsvoll zu sein“, so Lippert, der sich mit Erfahrungsberichten anderer Sportler auf den Ironman vorbereitet. Dubai selbst ist für ihn seit einem Urlaub, der auch den Ausschlag für die Wahl des Ironman gab, nicht unbekannt.

Als Wunschziel hat Lippert eine Zeit von unter 5 Stunden und 30 Minuten angegeben, die Hauptsache sei jedoch, ohne technische Defekte und größere Verletzungen durchzukommen. Denn für den Sommer hat er sich bereits das nächste Ziel gesetzt: den Ironman Frankfurt am 30. Juni. bel

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