Traurige Gesichter: Nach dem Abpfiff sind die Hanauerinnen enttäuscht, dass sie im direkten Duell mit den Frankfurterinnen den Klassenerhalt nicht mehr geschafft haben. Foto: Scheiber

Hockey

1. Regionalliga: THC-Damen verhindern Abstieg nicht

Hockey. Die Damen des 1. Hanauer THC müssen den Gang in die Drittklassigkeit antreten. Am letzten Spieltag der Saison musste sich die Mannschaft um Melina Herkert gegen den direkten Konkurrenten vom Sportclub Frankfurt 1880 mit 1:3 geschlagen geben.

Als am frühen Samstagabend in der Güntherteichhalle die letzte Spielminute anbrach, stand den Hanauerinnen die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. 60 Minuten lang hatten sie gegen den direkten Abstiegskonkurrenten aus Frankfurt gekämpft.

Nur ein Sieg hätte den Abstieg in die 2. Regionalliga verhindern können. So fing die Mannschaft von Trainer Daniel Strahn druckvoll und durchaus vielversprechend an. Die Chancen wurden allerdings immer wieder liegen gelassen.

Und so waren es nach 15 Minuten nicht die Gastgeber, sondern die Frankfurterinnen, die durch eine Strafecke in Führung gingen – gleichzeitig der Halbzeitstand.

Chancenplus in der zweiten Hälfte

In der zweiten Hälfte hatte Hanau durchaus ein Chancenplus – ein Tor wollte allerdings erst in der 55. Minuten fallen. Drei Treffer pfiffen die Unparteiischen insgesamt zurück.

Herkert war es dann, die fünf Minuten vor Schluss zum Anschlusstreffer einschieben konnte. Alles Aufbäumen und auch die künstlich hergestellte Überzahl wollten nicht in ein Tor münden.

„Ich denke wir haben gar kein schlechtes Spiel gemacht und bis zum Schluss gekämpft. Dazu haben sicherlich auch die vielen Fans beigetragen. Die drei nicht gegebenen Treffer sind schon unglücklich, zumal das dritte Gegentor unserer Meinung nach auch nicht regulär erzielt wurde“, haderte Heckert mit der Niederlage. Doch sie ist auch selbstkritisch: „Wenn man aber unsere mangelnde Chancenverwertung und die sechs Ecken sieht, die wir nicht nutzen, muss man einfach ehrlich sein und sagen, dass wir heute verdient verloren haben.“

Die 21-Jährige, die nach einem längeren Asienaufent-halt wieder zurückkehrte, brachte ihre Offensivfähigkeiten ins Spiel. Die sympathische Kesselstädterin absolvierte neun Spiele in nur zweieinhalb Wochen.

Keine Konstanz

Dabei machte die Offensivspezialistin keinen Hehl daraus, dass der Klassenerhalt nicht erst in der letzten Partie verspielt wurde. „Wir waren die komplette Saison über einfach nicht konstant genug und haben viele Partien zwar durchaus eng, aber letztlich eben verloren. Hinzu kamen sicherlich auch die vielen Ausfälle, die wir nicht so einfach kompensieren konnten,“ blickt Herkert auf die Hallensaison zurück.

„Wir sind natürlich schon sehr enttäuscht. Jetzt müssen wir die kurze Regenerations-zeit nutzen alles ein wenig sacken zu lassen, ehe es in drei Wochen mit der Athletikvorbereitung losgeht. Wir blicken positiv Richtung Feldsaison. Immerhin haben wir uns in der Hinrunde eine gute Ausgangslage erarbeitet und wollen durchaus um den Aufstieg in die 2. Bundesliga mitspielen,“ zeigt sich die studierte Pädagogin zuversichtlich.

Drei Vorbereitungsturniere erwarten die Wilhelmsbaderinnen, ehe es am 25. April mit der Rückrunde der Feldsaison losgeht.

Ein Trostpflaster gab es für die Stürmerin aber dennoch. Am Sonntag schnürte „Meli“, wie sie von ihren Mitspielerinnen gerufen wird, bereits wieder die Hallenschuhe. Dieses Mal mit der dritten Mannschaft, die mit einem Sieg den Aufstieg in die 1. Verbandsliga besiegeln konnte. Zwischen Freud und Leid lagen nicht einmal 24 Stunden. bec

HTHC:Alicia Becker, Melina Herkert, Katharina Heußner, Lara Gaul, Luisa Noll, Victoria Weichselgärtner, Leonie Gaul, Alina Pillmann, Sophie Dippel, Vivi Büchting, Annkatrin Söhngen (Tor), Maybrit ArchnerTore: 0:1 Elena Siegel (15.), 0:2 Sophia Hochspach (40.), 0:3 Lenja Albrecht (45.), 1:3 Melina Herkert (55.)

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