Danke an die Zuschauer. Die Damen des TSV Hanau müssen nun den Abstieg in die Oberliga verkraften. Foto: TAP

Hanau

Regionalliga: Niederlage besiegelt den Abstieg

Volleyball. Die Frauen des TSV 1860 Hanau haben im letzten Saisonspiel mit 0:3 (16:25; 23:25; 15:25) gegen Mainz-Gonsenheim verloren und müssen nach einem einjährigen Intermezzo in der Regionalliga nun wieder den Gang in die Oberliga antreten.

Von Laura Becker

Der TSV, der krankheitsbedingt auf Ruth Grutzeck verzichten musste, startete am Sonntag vielversprechend in die letzte Partie der Saison. Gerade zu Beginn zeigte sich die Elmrich-Truppe auf Augenhöhe mit dem Tabellenzweiten und spielte munter mit. Beim Stand von 9:9 feuerte die Mainzer Spielführerin Schulz allerdings ein ums andere Mal den Ball allzu platziert in die Hanauer Hälfte. Zehn starke Aufschläge in Folge katapultierten die Gäste in eine komfortable Situation. Zwar versuchte Elmrich mit einer Auszeit den Spielfluss der Mainzerinnen zu unterbrechen, den Satzgewinn ließen sich die Gäste allerdings nicht mehr nehmen. 16:25 zeigte die Spielstandsanzeige in der Hessen-Homburg-Halle am Ende des ersten Satzes an.

In der Pause fand der routinierte Coach scheinbar die richtigen Worte. Mit einer couragierten Leistung startete das Team um Spielführerin Jana Helm in Satz zwei. Trotz der mehr als angespannten Tabellensituation und des verlorenen ersten Satzes kämpften die TSV-Frauen tapfer und zeigten, was die Mannschaft zu leisten im Stande ist.

Begegnung nach erstem Seitenwechsel engerSo gestaltete sich die Begegnung nach dem ersten Seitenwechsel zunehmend enger. Selten konnte eines der beiden Teams deutlich davonziehen. Stellten im ersten Satz die Mainzer Aufschläge Hanau immer wieder vor Probleme, präsentierte man sich in Satz zwei in der Annahme deutlich stabiler. Die Kampfbereitschaft schwappte mit der Zeit auch auf die Zuschauerränge über und in der Halle am Schwellenlager entstanden sehenswerte Ballwechsel und ein kampfbetonter und stimmungsgeladener zweiter Satz. Wirklich belohnen konnten sich die Gastgeberinnen in dieser wohl spielentscheidenden Phase jedoch nicht.

Nach dem letzten Seitenwechsel wirkte der TSV etwas müde. Unkonzentriertheiten schlichen sich ein, der – mental wie körperlich – kräftezehrende zweite Satz hatte seine Spuren hinterlassen. So potenzierte sich die Fehlerquote bei Aufschlägen wie Annahmen. Die hochgewachsenen Mainzer Spielerinnen hatten stets eine bessere Antwort auf gute Hanauer Ansätze.

Klassenerhalt sei nicht erst heute verspielt worden„Wir haben unsere Nerven einfach nicht gut genug in den Griff bekommen. Zudem ist die Tabellensituation in so einem Spiel natürlich doch immer irgendwie im Kopf“, analysierte Reiner Elmrich nach Spielende. „Den Klassenerhalt haben wir aber nicht heute verspielt. Da hätten wir in anderen Partien gegen Tabellennachbarn punkten müssen“, zeigte sich der Übungsleiter nach dem Spiel enttäuscht. So hatte seine Mannschaft über weite Strecken gut mitgehalten und konnte dem Tabellenzweiten aus der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt durchaus Paroli bieten. „Heute hat man allerdings auch klar gesehen, dass Mainz nicht zu unrecht Meisterschaftskandidat ist“, zeigte sich der Hanauer Coach als fairer Verlierer.

Nun wolle man erstmal den Kopf frei bekommen und die Situation etwas sacken lassen. In zwei bis drei Wochen will die Mannschaft sich zusammensetzen und die kommende Saison besprechen.Einziges Trostpflaster an diesem Sonntag bleibt wohl die Meisterschaft der zweiten Mannschaft.

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