Das Radrennen führte durch Hanaus Industriegebiet Nord. Foto: Robert Giese

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Radsport: 150 Teilnehmer beim Radrennen am Pfingstmontag

Radsport. In Höchstgeschwindigkeit rasten am Pfingstmontag zahlreiche Radsportler durchs Industriegebiet in Hanau-Nord, wo die RSG Frankfurt zum elften Mal ein Radrennen veranstaltete. Mit von der Partie waren dabei neben Athleten aus ganz Deutschland auch einige Lokalmatadoren wie Anton Scheuermann aus Bruchköbel.

Von Robert GieseBis Scheuermann ins Geschehen eingreifen konnte, vergingen aber einige Stunden, denn zunächst standen die Rennen der Jugendlichen auf dem Programm. Hier schafften es einige Talente aus der Region aufs Treppchen, so zum Beispiel Luis Burghardt aus Wächtersbach, der bei der U19 Zweiter wurde, sowie Christoph Siebert, der bei der U13 den dritten Rang erreichte – starke Ergebnisse angesichts der Tatsache, dass in Hanau auch einige Landesmeister und Deutsche Meister am Start waren.

Beim Hauptrennen am Start

Scheuermann selbst startete bei den „Amateuren Elite“, also gewissermaßen im Hauptrennen, bei dem die Radsportler 45-mal den 1,7 Kilometer langen Rundkurs durch Mosel-, Weser- und Donaustraße absolvieren mussten. Da das Rennen ein sogenanntes Kriterium war, war die Gesamtzeit eher nebensächlich, stattdessen gab es alle fünf Runden Punkte für die drei Führenden – wer am Ende am meisten Punkte gesammelt hatte, holte sich den Sieg.

Durch diesen Modus waren regelmäßige Sprints und fortwährende Ausreißversuche einzelner Fahrer vorprogrammiert, wie auch Scheuermann bestätigte: „Es gab sehr viele Attacken, aber das Feld hat niemanden wirklich ziehen lassen.“ Dennoch dominierte bald ein Trio des Teams Erdinger alkoholfrei, das am Ende auch die ersten drei Plätze unter sich ausmachen sollte: Hinter Georg Loef fuhren Philipp Küllmer und Simon Redmers auf den Rängen zwei und drei ins Ziel ein.

Scheuermann selbst konnte insgesamt sieben Punkte sammeln, was am Ende für den sechsten Platz reichte. „Ich bin damit eigentlich ganz zufrieden. Das Team Erdinger alkoholfrei war sehr stark, da war es schwer, mehr zu holen.“ Ein Rennen praktisch vor der Haustür zu fahren, war für den 21-Jährigen ein ganz besonderes Erlebnis: „Ich trainiere häufig hier in der Nähe, da ist es schön, es nicht so weit bis zum Rennen zu haben. Außerdem waren hier viele Mitglieder aus meinem Verein am Streckenrand und haben mich unterstützt, das war toll.“

Kein reizvoller Rundkurs

Der landschaftlich nicht unbedingt reizvolle Rundkurs durchs Industriegebiet in Hanaus Norden habe ebenfalls seine Vorteile – gerade bei schlechtem Wetter. „Zwischendurch hat es kurz geregnet, aber das war auf dieser Strecke kein Problem“, zeigte sich Scheuermann froh – schließlich kann ein Sturz bei Geschwindigkeiten von 50 bis 60 Stundenkilometern ernste Folgen haben.

Einen Verletzten gab es im Verlauf des Tages dennoch, allerdings auf trockener Strecke: „Auf der Schlussrunde des Seniorenrennens gab es einen Sturz“, sagte John Mewes von der Rennleitung, der Radsportler musste mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Davon abgesehen waren die Veranstalter zufrieden: „Die Stadt Hanau unterstützt uns bei der Austragung immer gut, aus dem Verein helfen viele Mitglieder als Streckenposten“, so Mewes, der auch über den Zuspruch der Sportler erfreut war: „Wir hatten rund 150 Teilnehmer, von Anfängern und Jugendlichen bis hin zu Senioren mit sechzig Jahren und mehr.“

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