Im Rahmen der Kür der Besten überreichten Laudator Axel Grysczyk (links) und der Vorsitzende der Sparkassen-Sportstiftung Mainz-Kinzig, Rainer Gimplinger, Urkunde und Scheck an Lea Brand, Antonia Gardeike und Verena Repp,(von links) vom TV Bad Orb. Foto: Achim Senzel

Triathlon

TV Bad Orb: Triathletinnen sind Main-Kinzig-Mannschaft des Jahres

Triathlon. Die Triathletinnen des TV Bad Orb wurden als Mannschaft des Jahres des Main-Kinzig-Kreises ausgezeichnet. Die Laudatio auf die Bundesliga-Aufsteiger im Wortlaut.

Die Mädels des TV Bad Orb hatten im vergangenen Jahr vor dem Saisonbeginn in der 2. Bundesliga Süd keine allzugroßen Ambitionen: Es in einem der fünf Rennen auf das Podium schaffen. Diese Zielsetzung mussten sie bereits nach dem ersten Rennen in Darmstadt überdenken. Die Bad Orberinnen überraschten sich selbst zum Saisonauftakt mit Platz eins.

„Sie haben an sich geglaubt, sind über sich hinaus gewachsen und haben gezeigt, dass man im Team noch stärker ist, sagte Axel Grysczyk von den Gelnhäuser Nachrichten am Mittwochabend bei der Kür der Besten in der Hauptstelle der Kreissparkasse Schlüchtern in seiner Laudatio, die er auf die Main-Kinzig-Mannschaft des Jahres 2019 hielt.

Zehn bis 20 Stunden Training in der Woche.

„Ziele sind wichtiger als Erinnerungen“, meinte Axel Grysczyk, „und deshalb haben sich die Mädels nach dem Sieg im ersten Rennen ein neues Ziel gesetzt: Sie wollten oben mitmischen.“

Zum vierten Rennen nach Viernheim reisten sie als Tabellenführer, doch der TV Bad Orb wurde dort nur Dritter und musste das Team aus Schongau vorbeiziehen lassen. Im letzten Rennen der Saison in Baunatal wurden Verena Repp, Lisa Gerss, Lea Brand, Antonia Gardeike, Mareike Czakert, Dana Wagner, Tina Lucas, Laura Jansen und Tabea Sander Zweiter, der Aufstieg in die Bundesliga war geschafft. Und dafür hatten sie auch reichlich trainiert. Zehn bis 20 Stunden in der Woche. „Und das in den drei größten Ausdauersportarten Schwimmen, Radfahren und Laufen“, merkte Grysczyk an. Für sie sei es normal, morgens um fünf Uhr aufzustehen und eineinhalb Stunden zu laufen.

„Ich glaube, dass bei einigen von uns eine Hawaii-Teilnahme möglich ist“

„Beim TV Bad Orb herrscht eine ganz besondere Harmonie. Das macht am Ende die paar Sekunden Unterschied aus“, kennt Grysczyk ein Erfolgsrezept der Bundesliga-Aufsteigerinnen.

Doch damit muss für die eine oder andere der Triathletinnen noch nicht Schluss sein. „Ich glaube, dass bei einigen von uns eine Hawaii-Teilnahme möglich ist“, sagte Verena Repp im Rahmen der Preisverleihung. „Zwei von uns sind schon vergangenes Jahr bei der EM in Nizza über die Mitteldistanz gestartet.“

Trainingslager Anfang Juni

Bei einem Etat von etwa 15 000 bis 20 000 Euro für die Bundesligasaison komme der Zuschuss der Sparkassen-Sportstiftung Main-Kinzig in Höhe von 1000 Euro nicht ungelegen.

Am vergangenen Wochenende verbrachten die Bad Orberinnen ein Wochenende in Würzburg. Ein Trainingslager auf die Anfang Juni in Düsseldorf beginnende Saison der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga. Da wurden dann auch mal acht Kilometer geschwommen“, war Grysczyk gut informiert. Ebenso über die Pläne zur neuen Saison: „Ich habe gehört, euer Teammanager hat schon tolle Hotels für die Renn-Wochenenden gefunden.“

Adi Kohr sagt: „Wir sehen die Bundesliga als Abenteuer.“ Ein Ziel haben seine Mädels aber dennoch. Den Klassenerhalt zu nennen wäre da zu billig. „Wir wollen über uns hinaus wachsen!“ tj

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