Erfolgreichster Klein-Auheimer: Janusz Kuhn feierte unter anderem beim Turnier der RSG Fasanenhof einen Doppelsieg. Fotos: tap/Sabrina Kwasniok

Reiten

Moritz Eger fiebert beim Heimturnier mit seinen Schülern mit

​Reiten. Nach langjähriger Erfahrung im Sattel weiß Moritz Eger, worauf es beim Reiten ankommt, und gibt dieses Wissen an junge Reiter weiter. Am RSG Fasanenhof bietet er Springtraining an.

Von Sabrina Kwasniok

Und auch selbst nimmt der 25-Jährige an Turnieren teil. Bei seinem Heimturnier vergangenes Wochenende gelang dem Hanauer zwar ein fehlerfreier Ritt, für ganz vorne reichte es aber trotzdem nicht.

Da der Fasanenhof Moritz Egers Familie gehört und diese auch dort lebt, war das Reiten für ihn immer greifbar und stand nicht wirklich zur Debatte. Mit fünf Jahren fing der heute 25-Jährige dann auch schon mit dem Sport an. „Es war keine Frage“, erklärt Moritz Eger.

Verletzung bremste Eger aus

Doch es folgte eine lange Pause für den Hanauer. Nach einem Armbruch ritt Moritz Eger zwar weiterhin noch sporadisch, doch der Wille, Fußball zu spielen, war für den 25-Jährigen größer. „Ich wollte damals unbedingt Fußballer werden, hab mehr auf dem Fußball- als auf dem Reitplatz gestanden“, so Eger. Doch der Erfolg und Spaß gingen irgendwann verloren, sodass Eger mit 15 zum Reiten zurückkehrte. „Wenn du im Fußball kein Riesentalent hast, dann hat das keine Zukunft“, denkt er heute. Dafür ist Moritz Eger im Reitsport mehr als erfolgreich unterwegs. Und das spornt ihn weiter an. Fast jedes Wochenende fährt er mit seinen Pferden zu einem Turnier. Eger selbst besitzt ein eigenes Pferd „Full Colour Z“, doch zusätzlich stehen ihm pro Saison meist Pferde von anderen Besitzern für Turniere zur Verfügung.

Mit einem solchen Pferd nahm Moritz Eger auch vergangenes Wochenende am Turnier des Fasanenhofes in Klein-Auheim teil. Mit der Stute „Claire 75“ gelang ihm ein fehlerfreier Ritt in der Springprüfung der Klasse M*. Doch waren die beiden zu langsam unterwegs: 83,73 Sekunden reichten nur zu einem elften Platz, wobei der Sieger dieser Klasse fast 20 Sekunden schneller war. „Ich bin dennoch mit meiner Leistung zufrieden“, sagt Eger.

„Man merkt erst nach einem Turnier, wie erfolgreich man eigentlich war“

Und auch insgesamt darf die RSG Fasanenhof mit ihrem Heimturnier mehr als glücklich sein. „Man merkt erst nach einem Turnier, wie erfolgreich man eigentlich war“, so Eger. Am Ende erreichten die Reiter der RSG sechs erste Plätze, fünf zweite Plätze, drei dritte Plätze sowie 14 weitere Top-Ten-Platzierungen. Erfolgreichster Teilnehmer des Hofs war Janusz Kuhn. Ihm gelang ein Doppelsieg sowie ein zweiter, vierter und fünfter Platz. Und auch die drei jungen Reiterinnen des Fasanenhofs erzielten gute Ergebnisse. Laura Hain siegte in der E-Springprüfung, ihrer Zwillingsschwester Sina gelangen ein dritter Platz sowie zwei vierte Plätze in der Dressur und Lina-Marie Rost konnte sich ebenfalls über einen dritten Platz in der Dressur sowie ein fehlerfreies E-Springen freuen. „Ich selbst bin immer viel aufgeregter, wenn meine Schützlinge reiten, als wenn ich selbst auf dem Platz stehe“, gesteht Moritz Eger, dem gerade die Weiterentwicklung seiner Reitschüler besonders Spaß an seinem Job mache.

Insgesamt durfte der Verein fast 1300 Nennungen an den drei Turniertagen vermelden. Zudem kamen zahlreiche Zuschauer zum Anfeuern ihrer Lieblinge auf das Gelände. „Die Besucherzahl, besonders am Sonntagnachmittag, übertraf all unsere Erwartungen“, resümieren der Vorsitzende Michael Schirmer und Stalleigner und Sportwart Ralph Eger das Turnier. Vor allem die „Jump and Dog“-Prüfung zu Ehren der verstorbenen zweiten Vorsitzenden Hildegard Eger war ein Publikumsmagnet. Hierbei musste zuerst ein Reiter mit seinem Pferd einen Parcours überwinden, gefolgt von einem Frauchen oder Herrchen, die mit ihrem oder seinem Hund ebenfalls Hindernisse überwinden mussten.

Eger ist zufrieden

Alles in allem ist Moritz Eger mit der Planung und Organisation des Turniers mehr als zufrieden: „Wir hatten dieses Jahr einen sehr reibungslosen Ablauf des Turniers, es gab keine besonderen Vorkommnisse.“ Und auch ein weiteres Turnier ist für dieses Jahr geplant. Im Oktober soll beim heimischen Hallenturnier wieder ordentlich abgeräumt werden – aber Platzierungen und nicht Stangen.

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