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Mick Schumacher: Neue Bilder vom Unfall in der Formel 1

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Von: Alexander Kaindl

Mick Schumacher hatte Glück im Unglück: Der Formel-1-Pilot kam bei einem Unfall in Saudi-Arabien glimpflich davon. Nun gibt es neue Bilder zum Crash.

Dschidda - Mick Schumacher* erlebte ein Formel-1-Wochenende, das er so schnell nicht vergessen wird. Der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher crashte im Qualifying von Dschidda heftig, schlug mit 250 km/h in der Mauer ein. Unfälle wie dieser, das weiß auch der 23-Jährige, wären vor nicht allzu langer Zeit noch tödlich gewesen.

Mick Schumacher
Geboren: 22. März 1999 (Alter 22 Jahre), Genolier, Schweiz
Aktuelles Team: Haas
Startnummer: 47
Geschwister: Gina-Maria Schumacher
Eltern: Michael Schumacher, Corinna Schumacher

Mick Schumacher: Schwerer Unfall beim Formel-1-Grand-Prix in Saudi-Arabien

Dementsprechend erleichtert war Schumacher selbst nach dem brutalen Einschlag: „Zum Glück sind die Autos heutzutage so sicher, dass ich es geschafft habe“, sagte er im Anschluss. Er selbst kam mit dem Schrecken davon, hätte sich sogar bereit gefühlt, am Tag nach dem Unfall ins Auto zu steigen und den Großen Preis von Saudi-Arabien zu fahren. Dass es nicht so kam, hatte strategische Gründe: Es seien an seinem Haas „extrem viele“ Teile kaputt gegangen, berichtete Schumi junior. Es handelte sich daher um Schadensbegrenzung, um in zwei Wochen, wenn die Formel 1* in Melbourne startet, wieder in einem einsatzfähigen Auto zu sitzen.

Inzwischen sind neue Bilder vom Unfall aufgetaucht. Sie zeigen die enormen Kräfte, die auf einen Piloten bei solch einer Karambolage wirken. Deutlich zu erkennen ist auch die Schutzhaltung: Schumacher nimmt sofort die Hände vom Lenkrad und versucht, jeden Muskel in seinem Körper anzuspannen, um die Einschläge abzufedern. Durch diese Schule geht jede Rennfahrerin und jeder Rennfahrer. Sie im Ernstfall auch anzuwenden, ist die andere Sache - Schumacher ist es bei höchstem Tempo innerhalb von Millisekunden gelungen.

Formel 1: Mick Schumacher mit heftigem Unfall - Hohe Kosten für Haas

Wie heftig die Kräfte sind, ist vor allem an Schumachers Kopfbewegungen zu sehen. Die Piloten der Königsklasse (hier geht es zum Formel-1-Rennkalender) trainieren ihre Hals- und Nackenmuskulatur auf extreme Art und Weise, um die Belastung auch in Notfällen wie diesen besser abfangen zu können. Ein weiteres Indiz dafür, wie stark der Einschlag war: Schumacher kracht mit der rechten Seite seines Helmes gegen die Innenseite seines Autos, die Spuren danach sind deutlich zu erkennen.

Klar ist auch: Dieser Unfall war teuer. Teamchef Günther Steiner rechnet mit Kosten von bis zu einer Million Dollar! Der Südtiroler sagte am Renn-Wochenende: „Ich denke, die Kosten sind ziemlich hoch, weil die gesamte Aufhängung kaputt ist, außer der vorderen linken. Ich glaube, da ist noch etwas dran. Der Rest ist nur noch Karbonpulver. Ich weiß nicht, wie hoch die Kosten sind, aber vom Getriebe über die gesamte Karosserie bis hin zu den Kühlern ist alles weg - ich würde sagen, 500.000 bis eine Million Dollar.“

Formel 1: Haas-Teamchef Steiner nach Schumacher-Crash - „Hoffe, dass wir nicht noch viel mehr davon haben werden“

Unfälle wie der von Schumacher sind also nicht nur eine Gefahr für Leib und Leben des jeweiligen Fahrers - auch finanziell treffen die Crashs die Teams hart. „Es gibt einen Nominalbetrag, aber in einem Rennteam kann man sich nie so an sein Budget halten wie in einem normalen Unternehmen, weil es dieses Risiko gibt. Man hat natürlich ein gewisses Kontingent zur Verfügung“, erklärte Steiner weiter. „Wenn man zwei oder drei solcher Vorfälle hat, ist die Reserve ziemlich schnell weg. Es ist ein Verlust, auf den man sich einstellen muss. Ich hoffe natürlich, dass wir nicht noch viel mehr davon haben werden.“

Solche Crashs will niemand sehen. Ein Streckenposten aber offenbar schon - er wünschte Lewis Hamilton einen „Unfall wie Grosjean“. (akl) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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