1. Startseite
  2. Sport
  3. Sport A-Z

Mick Schumacher vor Spa-Rennen emotional: Michael „ist der beste Papa der Welt“

Erstellt:

Von: Christoph Klaucke

Mick ehrt vor dem Spa-Rennen in der Formel 1 seinen Vater Michael Schumacher.
Mick ehrt vor dem Spa-Rennen in der Formel 1 seinen Vater Michael Schumacher. © Privat

Mick Schumacher erinnert sich vor dem Rennen in Spa an die großen Erfolge seines Vaters Michael. Schumi junior richtet besondere Worte an den Papa.

Spa – Für Mick Schumacher ist der Große Preis von Belgien in Spa ein emotionales Rennen. Sein Vater Michael Schumacher feierte auf der legendären Ardennen-Strecke große Erfolge und bezeichnete den Kurs als sein „Wohnzimmer“. Vor 30 Jahren holte Schumi in Spa seinen ersten Sieg in der Formel 1. Insgesamt gewann er sechsmal auf seiner Lieblingsstrecke. Mick Schumacher, der in Spa 2018 sein erstes Formel-3-Rennen gewinnen konnte, ist die besondere Beziehung seines Vaters mit Spa bewusst. Schumi junior wurde im Vorfeld des Grand Prix emotional.

Michael Schumacher in Spa: Mick erinnert an seinen Vater

„Mit der Zeit ist mir bewusst geworden, warum Spa zu Papas Wohnzimmer wurde, die ganzen Erfolge, die er dort gefeiert hat. Für mich ist er nicht nur der beste Sportler der Welt, sondern auch der beste Papa der Welt. Als Mensch unglaublich“, sagte Mick Schumacher im Interview mit Servus TV.

Michael Schumacher hat sich nach seinem schweren Ski-Unfall im Jahr 2013 aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, zu seinem Gesundheitszustand ist wenig bekannt. Trotzdem ist sich Mick Schumacher der Unterstützung seiner Familie sicher. „Es läuft immer besser, wenn die Mama oder meine Schwester da sind. Es ist schön, so ein Umfeld zu haben“, sagte der Haas-Pilot, der in Belgien von P19 ins Rennen geht und um einen neuen Vertrag kämpft.

Formel 1: Michael Schumacher begann in Spa seine Weltkarriere

Mittlerweile ist Mick 23 Jahre alt, so wie sein Vater, als er in Spa-Francorchamps den ersten magischen Triumph seiner Weltkarriere feierte. Dabei sah Michael Schumacher am 30. August 1992 in der 30. Runde des Großen Preises von Belgien weiß Gott nicht wie ein Sieger aus. In der Stavelot-Kurve rutschte der Benetton-Pilot von der Strecke, verhinderte einen Einschlag knapp - und hatte auf einmal die entscheidende Eingebung.

Sein erfahrener Teamkollege Martin Brundle zog an ihm vorbei. „Und da habe ich gesehen, dass sich auf Martins Reifen schon Blasen gebildet haben“, sagte Schumacher wenig später, als freudestrahlender Gewinner: „Deswegen habe ich absolut den richtigen Moment erwischt, um auf Trockenreifen zu wechseln.“

Die Folge: Schumacher stach alle aus. Den dominierenden Briten Nigel Mansell, der zwei Wochen zuvor bereits den WM-Titel perfekt gemacht hatte. Dessen Teamkollegen Riccardo Patrese, der im weit überlegenen Williams-Renault stets ein Sieganwärter war. Und nicht zuletzt den dreimaligen Weltmeister und „Regengott“ Ayrton Senna.

Formel 1: Michael Schumacher ist Ehrenbürger von Spa

Die Liebesbeziehung Schumacher/Spa sollte in den folgenden 20 Jahren bis zu seinem Karriereende 2012 immer weiter aufblühen. 1995 stürmte er im Regen auf dem Weg zu seinem zweiten WM-Titel von Startplatz 16 zum Sieg. 2001, mittlerweile im Ferrari, verdrängte Schumacher hier mit seinem 52. Formel-1-Erfolg den Franzosen Alain Prost vom Spitzenplatz in der ewigen Siegerliste. 2004 sicherte sich Schumacher in Belgien mit Rang zwei seinen siebten und letzten WM-Titel, 2012 war der Kurs Schauplatz seines 300. Grand Prix.

Kein Wunder, dass der Rheinländer die nur eine Autostunde von seiner Heimat entfernte Rennstrecke als sein „Wohnzimmer“ bezeichnete - und dass er längst Ehrenbürger von Spa ist. (ck/sid)

Auch interessant