Badminton

1. BV Maintal kann sich auf Wei Ming Hauschild verlassen

Badminton. Nach der Hin-runde sah es für den 1. BV Maintal in der Regionalliga Mitte düster aus. Nur einen Zähler hatten die Maintaler ergattert, der Abstieg schien beschlossene Sache. Umso mehr überraschte der BVM die Konkurrenz mit Beginn der Rückrunde – ein Garant dafür ist Wei Ming Hauschild.

Von Gert BechertGegen Tabellenführer TuS Schwanheim (4:4), OTG Gera (5:3) und zuletzt beim SV Fun-Ball Dortelweil II (5:3) holte der 1. BV Maintal fünf Punkte und verkürzte den Rückstand auf den drittletzten Platz, der sehr wahrscheinlich den Ligaverbleib bedeutet, auf nur noch einen Zähler. Als eifriger Punktesammler erwies sich dabei Wei Ming Hauschild. Die Nummer eins des BVM, die im ersten Herreneinzel und im ersten Herrendoppel eingesetzt wird, holte fünf von sechs möglichen Punkten. Nur gegen Bèla Arndt vom Spitzenreiter Schwanheim musste sich der 29-Jährige in einem spannenden Dreisatzkrimi geschlagen geben.

„Wei Ming ist ein ganz wichtiger Spieler für uns, der den Unterschied ausmacht“, lobt Karlheinz Fix, ehemaliger Bundesligaspieler, die Nummer eins. Die Stärke Hauschilds sei seine Kampfkraft und Ballsicherheit, womit er technische Mängel mehr als kompensiere. „Er zermürbt seine Gegner“, meint der BVM-Vorsitzende, dazu käme mit 29 Jahren die nötige Routine. „Auf diesem Niveau kann er sicher noch einige Jahre spielen“, glaubt Fix. Hauschild stammt aus Neumünster (Schleswig-Holstein), seine Mutter kommt aus Malaysia. Nach dem Zivildienst nahm er ein duales Studium als Wirtschaftsingenieur bei Heraeus in Hanau auf. Zur gleichen Zeit stieg er bei der Badmintonabteilung der TG Hanau ein, die gerade in die 2. Bundesliga aufgestiegen war.

Er hat gleich zwei Hobbys

Nach dem freiwilligen Rückzug der TGH meldete sich Hauschild im August 2013 beim 1. BV Maintal an. In den ersten Jahren stand er wegen der Berufsausbildung nicht oft zur Verfügung. Mittlerweile kann Hauschild seinen Beruf als Produktionsingenieur am Standort Kleinostheim und sein Hobby besser unter einen Hut bringen. Wobei von zwei Hobbys die Rede ist. Neben Badminton ist der Fußball eine weitere Leidenschaft des Junggesellen.

Seit einem Jahr kickt er in der zweiten Mannschaft des Gruppenligisten SVG Steinheim, ein Freund gab ihm den Tipp. Obwohl er sehr gerne dem runden Leder nachjagt, liegt aber weiter der Fokus auf dem Spiel mit dem Zelluloidball. „Wir haben in der Regionalliga Mitte noch zwei Doppelspieltage, die genießen absolute Priorität“, betont Hauschild. Er lebt von seiner Physis und seinem Siegeswillen, wie er betont. Das Training in der Halle und auf dem Sportplatz komme ihm dabei entgegen. „Ich bin derzeit gut drauf, es läuft bestens“, freut sich Hauschild auf die kommen-den zwei Heimspiele am Fastnachtswochenende in der Maintalhalle.

Trend auf Seiten des BVM

Hauschild sieht den Trend auf Seiten des BVM, auch wenn mit dem Vierten Post SV Ludwigshafen (Samstag, 18 Uhr) und dem Zweiten TuS Neuhofen (Sonntag, 10 Uhr) zwei dicke Brocken auf den BVM warten.

In den verbleibenden vier Spielen genießt der BVM Heimrecht, für Hauschild ein wichtiger Vorteil im Kampf gegen den Abstieg. „Wir glauben alle fest an den Ligaverbleib und werden alles versuchen, die Klasse zu halten.“ Wobei nach seinen Worten auch die Damen eine wichtige Rolle spielen.

„Mit Mariia Rud und Tessa Koschig sind wir wesentlich stärker geworden, das könnte am Ende entscheidend sein.“ Dass es genauso auf seine Punkte ankommt, stellt Hauschild mit asiatischer Bescheidenheit nicht in den Vordergrund.

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