Gute Bedingungen hatten die rund 300 Teilnehmer beim Kinzigman. Foto: Roland Adrian

Langenselbold

Kinzigman: Titelverteidiger gewinnt nach Herzschlagfinale

Triathlon. Über 300 Triathleten waren am Sonntag beim neunten Kinzigman rund um den Langenselbolder Kinzigsee am Start und lieferten sich packende Duelle im Kampf um den Gesamtsieg und die Hessenmeisterschaft. Schnellster Starter war schließlich wie im Vorjahr Vincent Größer vom Triathlon-Team Gießen.

Von Robert GieseGanze 39 Hundertstel war Größer, der nicht zum ersten Mal beim Kinzigman triumphierte, schließlich schneller als sein ärgster Verfolger: Vor Thomas Ott vom ESV Gemünden holte sich Vorjahressieger Größer in 56 Minuten und 11 Sekunden Gesamtsieg und Hessenmeisterschaft der Männer. Ott, der bei den Junioren an den Start ging, konnte sich über seine starke Zeit dennoch freuen. „Das war eine Wahnsinnsleistung“, zollte Oliver Fink vom gastgebenden ADAC-Triathlonclub dem imposanten Auftritt des Youngsters Respekt.

Optimale Bedingungen für die Sportler

Bei optimalen Bedingungen liefen viele Sportler herausragende Zeiten, alleine sieben von ihnen bewältigten die 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und die fünf Kilometer lange Laufstrecke in unter einer Stunde. Letztere war kurzfristig wegen Hochwasser noch einmal abgeändert worden und führte diesmal ausschließlich über das Gelände des Kinzigsees.

Die zahlreichen Zuschauer, die den Streckenrand säumten, freute es – waren sie dadurch doch noch näher an den Sportlern dran und konnten sie besser lautstark anfeuern.

Hinter Größer wurde Scott Marc McClymont Vize-Hessenmeister bei den Männern, der Athlet vom Triathlon Team TuS Griesheim benötigte rund 40 Sekunden länger als sein Kontrahent. Dritter wurde Routinier Michael Lik vom Team Bad Orb in 58:24 Minuten.

Die schnellste Frau

Aus dem gleichen Verein kam die schnellste Frau, denn Dana Wagner ließ in 1:04:24 Stunden alle Konkurrentinnen hinter sich. Der Hessenmeistertitel bei den Frauen ging allerdings an Stefanie Tänzler vom Tria-Team VfL Michelstadt, die Annika Rahner (Eintracht Frankfurt) und Laura Martin vom gastgebenden ADAC Triathlonclub Main-Kinzig auf die weiteren Plätze verwies.

Beim erstmals ausgetragenen Staffelwettbewerb, an dem fünf Teams teilnahmen, setzte sich die Staffel TV Schwindbräu Schweinheim durch. Erfreulich war, dass der Wettkampf bei Kaiserwetter nicht von Unfällen überschattet wurde. „Bei ein oder zwei Sportlern gab es Kreislaufprobleme, aber das war nichts Ernstes“, freute sich Fink. Vor diesem Hintergrund riefen die Triathleten starke Leistungen ab. „Wir hatten top Zeiten, es waren aber auch Top-Athleten am Start.“

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