Fühlt sich auf dem Wasser pudelwohl: Der gebürtige Hanauer Lukas Stahl will dekoriert von der U23-Weltmeisterschaft im Kanuslalom zurückkehren. Sein großes Ziel ist eine Medaille bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris. Foto: privat

Kanu

Kanu: Lukas Stahl greift bei der U23-Weltmeisterschaft an

Kanufahren. Mit acht Jahren saß Lukas Stahl zum ersten Mal in einem Kajak. Inzwischen ist er einer der großen Hoffnungsträger im deutschen Nachwuchssport. Mit seinen 19 Jahren hat der Student für Mechatronik schon viel im Kanusport erlebt und erreicht. Doch die Ziele des jungen Kajakfahrers sind weitaus größer.

Von Sabrina KwasniokAktuell hält Lukas Stahl sich in Krakau auf. Hier finden die U23-Weltmeisterschaften im Kanu-Slalom statt. Der 19-Jährige wird neben dem Kajak-Einzel auch in der Mannschaft starten. „Eine Medaille ist schon drin“, zeigt er sich euphorisch. Bereits vor zwei Jahren war er in Krakau auf dem Wasser. Daher kennt er sich mit der Strecke schon bestens aus. „Auch die Stimmung in Krakau ist immer gut.“ Ständig auf Achse ist der 19-Jährige aufgrund seines Sports. Erst zuletzt stand die Nachwuchs-Europameisterschaft im Kanu-Slalom für den gebürtigen Hanauer auf dem Programm. Hierbei konnte der für die SKG Hanau startende Kajakfahrer mit einem sechsten Platz im Einzel überzeugen und war mit diesem Ergebnis sogar bester deutscher Starter im slowakischen Liptovsky Mikulas. „Alles in allem bin ich mit meiner Leistung zufrieden. Klar, besser geht immer, aber ich habe alles gegeben“, so Lukas Stahl im Gespräch.

Mit seinen 19 Jahren hat der Student damit schon viel von der Welt gesehen. Und auch wenn die Wettkämpfe manchmal noch so stressig für ihn sind, nimmt Stahl sich Zeit, auch etwas von der Kultur der Länder, die er bereist, mitzubekommen. Nach der WM geht es für den Kajakfahrer noch einmal zu einem Weltcup-Rennen nach Prag. Dann sind die großen Fahrten für diese Saison abgehakt.

Bisheriger Höhepunkt: 23-EM im vergangenen Jahr

Der schönste Moment für den 19-Jährigen war bislang die U23-Europameisterschaft im vergangenen Jahr. Eine Bronzemedaille im Einzel konnte Lukas Stahl dort erlangen. Doch der Sportler hegt einen viel größeren Traum, für den er zwei- bis dreimal am Tag trainiert: Zu den Olympischen Spielen 2024 in Paris soll es für ihn gehen. Und dort will der 19-Jährige nicht bloß mitfahren: „Ich will eine Medaille holen“, gibt der ambitionierte Kajakfahrer offen und ehrlich zu. Und auch wenn der Alltag als Student manchmal doch schwer mit dem Sport zu vereinbaren ist, liebt Stahl das Kajakfahren.

Und das obwohl dem Wahl-Augsburger eigentlich nie eine richtige Wahl blieb. Bereits seine Eltern waren beide Kajakfahrer und haben ihren Sohn recht schnell an den Sport herangeführt. 2008 startete der damals Achtjährige dann selbst auf dem Wasser. Im selben Jahr verließ er auch seine Heimat Hanau, um in Augsburg die bestmöglichen Chancen zu ergreifen. Denn nachdem sein Vater dort ein Jobangebot bekam, war für die Familie schnell klar, wo der Weg sie hinführt – immerhin ist in Augsburg ja auch der Olympiastützpunkt für Kanuslalom.

Inzwischen startet Lukas Stahl sowohl für den Landeskader als auch für die Nationalmannschaft. „Ich gebe bei jedem Rennen alles und hoffe, sowohl mein Land als auch mein Team immer bestmöglich vertreten zu können“, so Stahl. Und das macht der Augsburger nach elf Jahren immer noch mit Herz und Seele. „Ich liebe das Gefühl, wenn man schnell genug auf dem Wasser fährt. Dann fühlt sich das Kajakfahren fast wie Fliegen an“, so beschreibt er seinen Sport. Ein einmaliges Gefühl für Lukas Stahl.

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