Im festlich dekorierten Saal des Culture Clubs wurde mit Spannung der Verkündung der HANAUER Sportler des Jahres 2017 gelauscht. Insgesamt fünf Preise übergaben die Redakteure an die erfolgreichen Sportler aus der Region. Foto: Bender

Hanau

Jubelschreie und Freude: 250 Gäste erleben HA-Sportlerehrung

Sport. Sensationelle Aufstiege, Medaillen jeder Couleur und Meistertitel auf nationaler und internationaler Ebene: Obwohl bei der Wahl der HANAUER Sportler des Jahres, die von der Sparkasse Hanau präsentiert wurde, am Mittwochabend diverse Sportarten vertreten waren, brachte die Abstimmung zwei ganz große Gewinner hervor.

Von Jonas Bormann

Der Abend stand ganz im Zeichen des Hockey- und Kampfsports.

Wenn spontane Jubelarien den Applaus im mit rund 250 Gästen voll besetzten Culture Club übertönen, kann dies nur eines bedeuten: Entweder, es wurde gerade die HANAUER Mannschaft des Jahres verkündet oder eine herausragende Athletin hat ihr gesamtes Team zur Verleihung mitgebracht. Auf die Hockeydamen des 1. Hanauer Tennis- und Hockeyclubs trafen am Mittwochabend gleich beide Fälle zu.

Wurde zu Beginn des Abends noch Führungsspielerin Marilena Krauß für ihren Titel als HANAUER Sportlerin des Jahres lautstark von ihren Teamkolleginnen gefeiert, durfte nur wenig später die gesamte Mannschaft auf die Bühne. „Deutscher Meister wird nur der THC!“ hallte es daraufhin durch den Saal. Der perfekte Abschluss eines sportlich überragenden Jahres.

I-TüpfelchenAuf dem Feld gelang den Hockeyspielerinnen des 1. HTHC der Aufstieg in die Regionalliga, während in der Halle die Klasse in Deutschlands zweithöchster Liga gehalten werden konnte. Maßgeblichen Anteil am Erfolg der Hanauer Hockeydamen hatte ohne Zweifel auch die ehemalige Bundesliga- und Nationalspielerin Marilena Krauß, die ihr Team souverän durch die Saison führte.

Die Wahl zur HANAUER Mannschaft und Sportlerin des Jahres, die von Karstadt Sports mit einem Gutschein in Höhe von 500, beziehungsweise 250 Euro belohnt wurde, setzte dem Ganzen das I-Tüpfelchen auf.

Seriensieger StrauchDoppelten Grund zur Freude hatten auch Maximilian Strauch und Trainer Jens Gottwald vom Kampf- und Sportclub Hanau. Der 20-Jährige hatte sich 2017 zum U21-Weltmeister im Ju-Jutsu gekrönt, womit er gleichzeitig den größten Erfolg seiner bisherigen Laufbahn einfahren konnte. Daher wurde er zum HANAUER Sportler des Jahres gewählt – und das bereits zum dritten Mal in Folge.

Der aus Hanau stammende Reuters-Fotograf Kai Pfaffenbach, der gemeinsam mit HA-Vize-Chefredakteurin Yvonne Backhaus-Arnold durch den Abend führte, brachte Strauchs Erfolg auf den Punkt: „Mit Späßen auf der Matte zum WM-Titel und dem Triple bei der Wahl zum Sportler des Jahres.“

Harte Hand für den ErfolgStrauch wusste, bei wem er sich zu bedanken hatte. Trainer Jens Gottwald war nicht nur der erste Gratulant des Hanauer Junioren-Weltmeisters – nur kurze Zeit später wurde der Übungsleiter selbst zum HANAUER Trainer des Jahres gekürt.

Auf seine Trainingsmethoden angesprochen, die strenge Ernährungspläne und absolutes Alkoholverbot beinhalten, brachte Gottwald die Disziplin ins Spiel: „Es braucht eine harte Hand für den Erfolg.“ Dass er selbst nicht auf das obligatorische „Beruhigungsbierchen“ am Vorabend eines Kampfes verzichten könne, liege an seiner Rolle als Trainer: „Ich stehe draußen und bin hilflos“, schmunzelte der HANAUER Trainer des Jahres.

HA-EhrenpreisFür den emotionalen Höhepunkt sorgte die Vergabe des Ehrenpreises, der in diesem Jahr an die Handball-Nationalspielerin Kim Naidzinavicius ging. Die Langenselbolderin hatte sich im Dezember während des Eröffnungsspiels der Weltmeisterschaft nach nur drei Minuten das Kreuzband gerissen und so ihren großen Traum vom WM-Titel im eigenen Land verpasst.

Statt zu verzagen, reiste die HANAUER Sportlerin des Jahres 2008 jedoch sofort weiter nach Straubing, wo sie sich operieren ließ. Inzwischen arbeitet sie eifrig an ihrem Comeback. Mutter Erika, die den Preis stellvertretend entgegen nahm, bestätigte, dass ihre Tochter den Schock gut weggesteckt habe. In einer Videobotschaft bedankte sich die 26-Jährige für die Unterstützung und versprach noch stärker zurückzukommen.

Yvonne Backhaus-Arnold machte der Langenselbolderin Mut, indem sie auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio als nächstes großes Ziel hinwies. Ihrer Rolle als Vorbild sei Naidzinavicius jedenfalls mehr als gerecht geworden.

Weitere Bildergalerien gibt es hier. Auf der Facebookseite des HA kann man sich zudem ein Video des Abends in voller Länge ansehen.

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