Janos Fekete (links) und Saara Orav setzen sich beim ITF-Head-Cup durch. Fotos: Rolf Rebell

Tennis

ITF-Head-Cup: Favoriten Orav und Fekete siegen in Bruchköbel

Tennis. Die beiden topgesetzten Favoriten beim ITF-Head-Cup des TC Bruchköbel haben sich erwartungsgemäß die beiden Titel des Jugend-Weltranglisten-Turnieres geholt. Saara Orav aus Estland und Janos Fekete aus der Slowakei haben sich am gestrigen Sonntag jeweils sicher im Finale durchgesetzt.

Von Rolf RebellDie Estin Orav gab während des gesamten Turnierverlaufs nur einen einzigen Satz ab, dies in der zweiten Runde. Zudem sicherte sich Orav am Samstag mit ihrer australischen Partnerin Charlotte Kempenaers-Pocz auch den Titel im Doppel. „Ich bin den Verantwortlichen dankbar, dass ich kurzfristig noch eine Wildcard für dieses Turnier bekommen habe“, freute sich Orav nach dem doppelten Titelgewinn, bevor sie sich mit ihrem Trainer direkt zum nächsten ITF-Turnier nach Neunkirchen auf die Reise machte. „Ich habe diese Woche sehr konzentriert gespielt und starkes Tennis geboten.“

Ihre Finalgegnerin Nicole Rivkin aus Hannover konnte im Endspiel nicht an die gezeigten starken Leistungen der vorherigen Turniertage anknüpfen. „Sie spielte einfach zu nervös“, sagte Turnierdirektor Martin Fetzer.

Prominenten Trainer an Board

Einen prominenten Trainer hatte, zumindest bis Samstag, Junioren-Sieger Janos Fekete dabei. Miroslav Mecir, gleichnamiger Sohn des Tennis-Olympiasiegers und selbst lange Jahre in der Tennis-Weltrangliste, betreute eine Gruppe von slowakischen Spielern, reiste aber am Samstag ab. So bekam er den Triumph seines Schützlings Fekete nicht mehr mit. Der Sieg in Bruchköbel hing jedoch am seidenen Faden, am Freitag im Viertelfinale gegen den starken Franzosen Younes Djouder wehrte Fekete drei Matchbälle ab, ehe er sich noch durchsetzte. „Da hatte ich schon Glück gehabt“, meinte der Sieger erleichtert.

Auch in der Vorschlussrunde benötigte er drei Sätze, im Finale gegen Sean Cuenin aus Frankreich überzeugte Fekete wieder mit seinem druckvollen Spiel und gewann sicher in zwei Sätzen. „Ich bin jetzt drei Wochen in Folge unterwegs“, erklärte Fekete direkt nach dem Finale, warum er jetzt eine kleine Wettkampfpause benötigt. „Ich werde am Montag mit dem Zug nach Hause in die Slowakei fahren.“

Einen hessischen Erfolg hätte es im Junioren-Doppel geben können, Nachwuchstalent Neo Nieder vom SC SaFo Frankfurt erreichte mit seinem Partner Philip Florig aus Aschaffenburg als ungesetztes Doppel das Finale. Zuvor hatten sie sich zweimal erst im Matchtiebreak durchgesetzt. Und auch das Endspiel wurde erst in der „Verlängerung“ entschieden, doch diesmal zog die deutsche Kombination unglücklich mit 8:10 im Matchtiebreak gegen die französische Paarung Cuenin/Djouder den Kürzeren.

Zahlreiche Zuschauer am Wochenende

Zahlreiche Zuschauer säumten am Samstag und Sonntag die Anlage des TC Bruchköbel und gaben den vier Endspielen einen würdigen Rahmen. „Die Anlage ist sehr schön, das Turnier hat einen sehr familiären Charakter“, betont ITF-Verantwortlicher Martin Zorn, warum er immer wieder gerne nach Bruchköbel kommt.

Dem stimmt Turnierdirektor Martin Fetzer bei. „Wir haben eine eingespielte Mannschaft, daher auch der Dank an alle freiwilligen Helfer.“ Für Fetzer hat die Planung bereits für den Head-Cup 2020 begonnen. „Die ITF wird unser Turnier von der Stufe vier auf die Stufe Nummer drei anheben“, freut sich Fetzer bereits über ein noch stärker besetztes Feld im kommenden Jahr. „Dazu müssen wir einige Voraussetzungen schaffen, die Planungen laufen bereits auf Hochtouren“, sagt Fetzer der betont, dass die Stadt Bruchköbel bereits Unterstützung zugesagt hat.

Ergebnisse: Juniorinnen-Finale: Saara Orav (Estland) – Nicole Rivkin (DTV Hannover) 6:0, 6:3 – Halbfinale:Orav – Zdena Safarova (Tschechien) 6:2, 6:2 – Rivkin – Hanne Vandewinkel (Belgien) 6:3, 6:0

Junioren-Finale: Janos Fekete (Slowakei) – Sean Cuenin (Frankreich) 6:4, 6:3 – Halbfinale:Fekete – M Poljicak (Kroatien) 7:6, 4:6, 6:2 – Cuenin – Benito Jaron Sanchez-Martinez (TC SSC Berlin) 6:3, 6:4

Juniorinnen-Doppel-Finale:Charlotte Kempenaers-Pocz/Saraa Orav (Australien/Estland) – Amelie Van Impe/Hanne Vanderwinckel (Belgien/Belgien) 6:4, 6:3

Junioren-Doppel-Finale: Sean Cuenin/Younes Djouder (Frankreich/Frankreich) – Philipp Florig/Neo Niedner(TVA Aschaffenburg/SaFo Frankfurt) 6:2, 6:4

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