Christina Adamescu und ihre Mitstreiterinnen vom THC Hanau zeigten trotz der Niederlage gegen den Meister Bad Homburg über die gesamte Saison gesehen großes Tennis. Archivfoto: Kalle

Hanau

HTHC verpasst Hessenmeistertitel nur knapp

Tennis. Die Frauen des Tennis- und Hockey-Clubs Hanau haben in ihrer zweiten Hessenliga-Saison nach dem Aufstieg eine Sensation nur knapp verpasst. Gegen den Meisterschaftsfavoriten TC Bad Homburg verlor das Team von Cheftrainer Felix Glattbach mit 4:5. Gleich zwei Doppel gingen dabei im Champions Tie Break verloren.

Von David Lindenfeld

Vor allem für die Doppelpaarung Kushkhova/Wenger war es angesichts drei vergebener Matchbälle eine extrem bittere Niederlage. Zuvor hatten Cristina Adamescu, Ruxandra Schech und Nina Wenger die Punkte für den HTHC im Einzel geholt. Während Schech und Julia Dittrich ihr Doppel souverän gewannen, mussten sich auch Adamescu und Laura Heckler im Einser-Doppel geschlagen geben und damit gemeinsam mit ihren Teamkameradinnen die zweite Saisonniederlage hinnehmen.„Bitterer kann es natürlich nicht kommen für die Mannschaft“, weiß Glattbach, der den Hessenmeistertitel bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte, wo er vor seinem Engagement beim HTHC zwölf Jahre tätig war, gerne mit in die Brüder-Grimm-Stadt genommen hätte. Vorwürfe macht der Cheftrainer seinem Team allerdings keine: „Durch die Bank weg haben alle wieder überirdisch gekämpft und eine gute Leistung abgeliefert“, urteilte Glattbach, der bereits einen Tag vor dem großen Saisonfinale einen 5:4-Sieg über den STV Hochheim bejubeln durfte.Trotz Niederlage mit der Saison zufriedenDie Verantwortlichen beim HTHC waren trotz der unglücklichen Niederlage zum Saisonabschluss zufrieden mit dem, was sie über die Saison hinweg und speziell in Bad Homburg gesehen haben. „Auch unser Präsident und der Sportwart sind mit nach Bad Homburg gereist. Alle waren sich einig, dass das eine super Leistung war“, so Glattbach, der sich mit der Saison und dem dritten Platz in der Abschlusstabelle ebenfalls sehr zufrieden zeigte.Dass der HTHC bis zum Saisonende oben mitspielen werde und am letzten Spieltag sogar noch Meisterschaftschancen haben würde, hätte vor der Saison niemand für möglich gehalten. „Wir haben damit gar nicht gerechnet, dann kamen die Siege über Offenbach und Eschborn, die so nicht vorherzusehen waren“, resümiert Glattbach, der mit seinem Team vor der Saison den Klassenerhalt als Saisonziel ausgerufen hatte.Keine höheren ZieleTrotz der guten Runde wird es auch im kommenden Jahr kein höheres Ziel geben, wie der Hanauer Übungsleiter verrät: „Wir werden im nächsten Jahr einen neuen Anlauf nehmen, aber das Ziel wird auf jeden Fall wieder der Klassenerhalt sein.“Ob das Team in seiner jetzigen Form zusammenbleiben wird, ist noch nicht klar – die Zeichen stehen jedenfalls nicht schlecht, wie Glattbach verrät: „Die Mannschaft hat schon gesagt, dass sie zusammenbleiben will.“HTHC-Punktesammlerinnen gegen Hochheim: Adamescu – Rehse 6:2, 6:2; Schech – Inwang 6:3, 6:1; Heckler – Seyfettinoglu 6:3, 6:2; Wenger – Stiller 6:0, 6:3, Schech/Sokol – Piontek/Stiller 6:3, 6:4HTHC-Punktesammlerinnen gegen Bad Homburg: Adamescu – Sanchez-Quintanar 6:3, 6:0; Schech – van Lier 6:3, 6:3; Wenger – Scholtze 6:2, 7:6; Schech/Dittrich – van Lier/Scholtze 6:3, 6:0

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