Denise Torrealba gewann ihr Marathonmatch nach vier Stunden. Archivfoto: Rolf Rebell

Tennis

Hessenliga: Hanaus Frauen verlieren enge Spiele

Tennis. Als Felix Glattbach am frühen Sonntagabend von Seeheim nach Hanau fuhr, konnte der Cheftrainer des 1. Hanauer Tennis- und Hockey-Clubs zufrieden sein.

Von David Lindenfeld

Der Auftakt in die neue Saison war für die Damen mit zwei Auswärtsspielen alles andere als einfach und aus Sicht des Coachs trotzdem erfolgreich: Nach der 3:6-Niederlage am Samstag bei Eintracht Frankfurt siegten die HTHC-Damen souverän mit 8:1 in Seeheim – das genügte, um Glattbach fürs Erste zufrieden zu stellen.

„Ich habe den Mädels gesagt, dass wir mit einem Sieg aus dem ersten Wochenende rausgehen müssen. Wir sind im Soll.“ Dass es nicht für mehr reichte, lag daran, dass die Hanauerinnen am Samstag die Plätze nach zwei von drei langen Hitzeschlachten ohne etwas Zählbares verließen. Elena Cadar an Position eins und Kira Baacke an fünf hatten beide knapp vier Stunden auf dem Platz verbracht, als sich die Neuzugänge im dritten Satz geschlagen geben mussten. „Das war der Knackpunkt“, urteilte Glattbach. Baacke verlor 6:3, 4:6, 4:6 gegen Sandra Labonte. Cadar unterlag der Deutschen Jasmin Jebawy 5:7, 6:1, 3:6.

Eine starke Leistung

Das dritte Marathonmatch gewann Denise Torrealba an zwei nach mehr als vier Stunden im Tiebreak des dritten Satzes mit 1:6, 6:3, 7:6 (9:7) – eine starke Leistung der 16-Jährigen, die sich mit Punktegarantin Nina Wenger an sechs als einzige über einen Sieg im Einzel freuen durfte. Cristina Adamescu unterlag an drei deutlich. Jolina Feger verlor ihre Begegnung an vier knapp.

„Ich bin froh, dass wir noch ein Doppel für das Punkteverhältnis gewonnen haben“, sagte Glattbach mit Blick auf die Doppel-Paarung Baacke/Wenger, die im Champions-Tiebreak 11:9 gewann. „Insgesamt hat mich die Leistung am Samstag positiv überrascht, weil ich dachte, dass wir gegen Eintracht Frankfurt klarer untergehen.“

Auf die Leistung am Sonntag wirkte sich der lange Spieltag, der insgesamt über acht Stunden dauerte, nicht negativ aus: Trotz schwieriger Bedingungen in Seeheim, wo wegen Regens in der Halle auf einem Gemisch aus Hart- und Gummiplatz gespielt wurde, siegten die Hanauerinnen deutlich gegen den Abstiegskandidaten – ein Pflichtsieg, wenn man die Klasse halten will, bei dem das gesamte Team „von eins bis sechs solide“ spielte.

Nachwirkungen des Matches

Nur Baacke hatte noch mit Nachwirkungen ihres langen Matches vom Samstag zu kämpfen. Die Deutsche, die mit offenen Blasen in ihre Begegnung ging, verlor gegen Antonia Rieg 4:6, 5:7. Es war der einzige Wermutstropfen eines ansonsten gelungenen zweiten Spieltags, an dem der HTHC neben den restlichen Einzeln auch alle drei Doppel souverän und deutlich gewann.

Einen derart leichten Gegner wird es in dieser Saison wohl nicht mehr geben. Schon am kommenden Wochenende warten mit den bisher ungeschlagenen Teams Tennis Eschborn und TEVC Kronberg in den beiden Heimspielen am Samstag und Sonntag (beide 10 Uhr) viel größere Brocken.

HTHC-Puntkesammlerinnen gegen Frankfurt: Torrealba – Reisel 1:6, 6:3, 7:6; Wenger – Stratmann 7:5, 6:2; Wenger/Baacke – Labonte/Stratmann 1:6, 7:5, 11:9HTHC-Punktesammlerinnen gegen Seeheim: Cadar – Kojcic 6:3, 6:2; Torrealba – Schulz 6:3, 6:2; Adamescu – Fischer 6:2, 6:0; Feger – Kastner 6:2, 6:2; Wenger – Wagener 6:2, 6:1; Cadar/Adamescu – Schulz/Rieg 6:0, 6:2; Torrealba/Feger – Fischer/Kastner 6:1, 6:1; Baacke/Wenger – Kojcic/Wagener 6:4, 6:2

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