Meisterjubel in der Tropenhitze: Die Herrenmannschaft des HTH hat den Showdown gegen Rüsselsheim gewonnen und steigt damit wieder in die 1. Regionalliga auf. Foto: Patrick Scheiber

Hockey

Hanau steigt in die dritthöchste Feldhockey-Spielklasse auf

Hockey. Die Herren des 1.Hanauer THC haben sich in einem packenden Saisonfinale gegen den direkten Konkurrenten aus Rüsselsheim mit 3:1 durchgesetzt und kehren damit in die dritthöchste deutsche Spielklasse zurück.

Von Laura Becker

Dass Hockeyspieler gerne feiern, ist wohl spätestens seit den Bildern von den Olympischen Spiele bekannt. Dass sich die die Hanauer Hockeyherren nahtlos in die Riege der Feierbiester einreihen, bewies die Mannschaft von Trainer Moritz Grell direkt nach Spielabpfiff.

Bei tropischen Temperaturen flogen noch mit dem Abpfiff Schläger, Schienbeinschoner, Handschuhe, Trikots und Wasserflaschen über den ausgedörrten Kunstrasen – und 20 junge Männer lagen sich überschwänglich jubelnd in den Armen.

Dass mit der Freude aber schweißtreibende Arbeit verbunden war, sollte dabei nicht unerwähnt bleiben. 70 Minuten mussten die Wilhelmsbader auf heimischem Geläuf gegen den direkten Konkurrenten alles in die Waagschale werfen.

Trainer Grell konnte auf kompletten Kader zurückgreifen

Mit Philipp Lohstöter und Niels Heissel rückten zwei Rekonvaleszenten zurück in die Mannschaft und mit Ausnahme von Verletzten Philip Schwinn konnte Trainer Grell erstmals seit langer Zeit wieder auf die gesamte Breite seines Kaders zurückgreifen. Gegen die Rüsselsheimer starteten die Grün-Schwarzen druckvoll ließen bereits in den ersten 20 Minuten keinen Zweifel am Siegeswillen aufkommen.

Nach elf Minuten setzte sich dann der pfeilschnelle Niels Heissel auf der rechten Außenbahn durch und vollstreckte zur 1:0 Führung. Anh getrieben von den vollen Zuschauerrängen ließ die Grell-Truppe nicht nach, setzte die Gäste aus der Opelstadt früh unter Druck und belohnte sich nach gut 20 Minuten mit dem 2:0. Eine Eckenvariante von Aaron Buntrock konnte ein Rüsselsheimer Feldspieler nur regelwidrig mit dem Körper auf der Linie klären. Den folgenden Siebenmeter verwandelte Buntrock zum 2:0 Halbzeitstand.

In der zweiten Hälfte sorgt Rüsselsheim für viel Druck

In die zweiten Hälfte kehrte sich das Bild dann aber zunächst. Rüsselsheim sorgte für viel Druck im Hanauer Viertel und stellte die überwiegend souverän agierende Hanauer Hintermannschaft vor immer schwerer werdende Aufgaben.

Der Anschlusstreffer ließ nicht lange auf sich warten. Rüsselsheims Routinier Jan Petersen sorgte mit dem 2:1 für Spannung im Kurpark. Die 15-minütige Druckphase der Rüsselsheimer wussten aber spätestens Noah und Aaron Buntrock in der Innenverteidigung zu unterbinden.

Offensiv konnten Niels und Malte Heissel in der Mittelfeldreihe immer wieder gute Akzente nach vorne setzen und Im Sturm sorgten die beiden Lohstöter-Brüder Moritz und Philipp in der gegnerischen Abwehr mit guten Tempodribblings für Wirbel.

Nach zweijähriger Abstinenz zurück in der dritthöchsten Spielklasse

Immer wieder entstanden gefährliche Überzahlsituationen und auch einige Strafecken. In der 48. Minute ließ Moritz Lohstöter nach einer Ecke dann aber alle noch so großen Zweifler verstummen und verwandelte zum umjubelten 3:1 Endstand.

Mit 40 Punkten nach 14 Spielen kehrt die Herrenmannschaft nach zweijähriger Abstinenz in die dritthöchste Spielkasse zurück. Aus den drei Brüderpaaren formte sich während und nach dem Spiel eine ausgeglichene Mannschaft, die den Aufstieg in vollen Zügen genießen wird.

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