Der Trainer der Läufer des SSC Hanau-Rodenbach, Sascha Arndt, ist stolz auf seine Läufer. Lukas Abele gewann eine der drei Goldmedaillen für seinen Verein. Foto: Iris Hensel

Rodenbach

SSC Hanau-Rodenbach holt dreimal Gold

Leichtathletik. Das Mönchengladbacher Grenzlandstadion ist für die Läufer des SSC Hanau-Rodenbach zur Goldgrube geworden. Bei den Deutschen Meisterschaften der Jugend U18/U20 holten sie drei Einzeltitel.

Die drei Goldmedaillen gewannen Lisa Oed im 3000-Meter-Lauf U18, Julius Hild im 2000-Meter-Hindernislauf U18 sowie Lukas Abele im 1500-Meter-Lauf der U20. Der DLV-Jahresschnellste und Kreisrekordhalter in 3:45,12 Minuten befreite sich noch in den Minuten vor dem Wettkampf aus einer mental schwierigen Situation und trommelte eine 54-Sekunden-Schlussrunde auf die 400-Meter-Rundbahn.Die pfeilschnelle Endphase des taktisch geführten Meisterschaftsrennens hielt Abele im Spurt auf der Zielgeraden eisern durch und ließ WM-Teilnehmer Marvin Heinrich (Neuköllner SF/3:57,50 Minuten/4.), Titelverteidiger Jamie Williamson (LAC Quelle Fürth/3:57,41 Minuten/3.) und den 2014er-Meister Thilo Brill (LG Nord Berlin/3:57,03 Minuten) hinter sich.Abele setzt SchlusspunktMit seinem Sieg in 3:56,97 Minuten setzte Abele den Schlusspunkt unter das erfolgreichste DM-Wochenende in der Historie des SSC. Denn auch zuvor hatte es an jedem Wettkampftag eine Goldmedaille für die Läuferhochburg gegeben, die damit für den Hessischen Leichtathletik-Verband (HLV) das Gros der vier HLV-Titel holte und Glückwünsche von HLV-Präsidentin Anja Wolf-Blanke entgegennehmen durfte.Den Anfang der Siegesserie machte Lisa Oed im 3000-Meter-Lauf der weiblichen Jugend U18.Gegen die Europameisterschaftsteilnehmerin und Deutsche Crossmeisterin Lisa Vogelgesang (LG Eintracht Hildesheim) in der Außenseiterposition krönte die 17-jährige Abiturientin mit 1:23 Minuten für die letzten 500 Meter ihre taktische Glanzleistung und zugleich die gesamte Saison. Fast hätte sie mit 10:03,49 Minuten noch an ihre 9:57-Minuten-Bestzeit herangereicht, doch das spielte angesichts des klaren Erfolgs über Lisa Vogelgesang (10:04,54 Minuten) und die DLV-Jahresschnellste Paulina Kayßer (SC Itzehoe/10:08,74 Minuten) eine untergeordnete Rolle.Jakob Thöming mit persönlicher BestzeitZwei Urkundenplatzierungen erreichten in der männlichen Jugend Julius Hild auf Rang fünf mit 8:57,68 Minuten und Marius Abele auf Rang sieben mit 9:00,10 Minuten. Jonas Rapp belegte in 9:19,73 Minuten den 15. Platz. Einen Rang besser platzierte sich im 2000-Meter-Hindernislauf sein Vereinskamerad Jakob Thöming in persönlicher Bestzeit von 6:25,70 Minuten.

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Den Vogel schoss jedoch Julius Hild ab, der sein einsames Temporennen an der Spitze der Hindernisläufer souverän als Sieger ins Ziel brachte. Der verdiente Lohn seines mutigen Rennens: deutsche Jahresbestzeit und Kreisrekord in 6:02,93 Minuten, womit er vor Nick Jaeger (TSV Penzberg/6:05,10 Minuten) und 15 weiteren Konkurrenten zum überraschenden Erfolg kam.Silber im Cross, Gold über 3000 Meter und Silber im 1500-Meter-Hindernislauf für Oed Ihre üppige Medaillensammlung vermochte auch Oed weiter aufzustocken. Silber im Cross, Gold über 3000 Meter und Silber im 1500-Meter-Hindernislauf lautet die Bilanz. Denn auch in dieser anspruchsvollen Disziplin bewies sie nationale Spitzenklasse, rang in der Kreisrekordzeit von 4:59,77 Minuten noch auf den letzten Metern die EM-Teilnehmerin Leandra Lorenz (Brandenburg/5:00,12 Minuten) nieder und musste nur die Überlegenheit der Titelverteidigerin Lisa Vogelgesang (4:58,37 Minuten) anerkennen.Der Weg für Sophie Ullrich (TG Hanau) führt hingegen weg von den Hürden hin zum Dreisprung. Nach ihrem 100-Meter-Hürden-Vorlauf in 15,47 Sekunden und dem 26. Platz bekannte sie: „Nach der von Verletzungen geprägten Saison war es schon gut, die Qualifikation geschafft zu haben. Zukünftig werde ich eher auf den Dreisprung setzen.“ os

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