Starke W-14-Athletinnen des SSC Hanau-Rodenbach (von links): Elena Taubel, Vizemeisterin Johanna Uherek und Doppelmeisterin Mirjam Beschorner. Foto: PM

Hanau

Hallenmeisterschaften: Vereine aus der Region überzeugen

Leichtathletik. Mit sechs Siegen haben die Vereine der Region Hanau bei den hessischen Hallenmeisterschaften der Jugend U20 und Schüler U16 in der August-Schärttner-Halle überzeugt.

Die Mittel- und Langstreckler des SSC Hanau-Rodenbach kamen im Schülerbereich mit Doppelmeisterin Mirjam Beschorner an der Spitze ebenso zu Titeln wie der Langenselbolder Weitsprungsieger Mika Bauer. Einziger Goldmedaillengewinner bei der Jugend U20 war Sprintsieger Mustafa Al Muhsin (Turngemeinde Hanau).

Der 19-jährige gebürtige Irker wurde im 60-Meter-Lauf seiner Favoritenrolle gerecht und deutete schon im Vorlauf mit locker absolvierten 7,22 Sekunden an, dass der Sieg nur über ihn führen würde. Obgleich der vermeintlich stärkste Konkurrent Lukas Sandmann vom Wiesbadener LV nicht antrat, rückten weitere Titelanwärter nach, von denen im Halbfinale Manuel Wehner (LG Fulda) mit 7,06 Sekunden nur knapp hinter Al Muhsin (7,04 Sekunden) lag.Hochklassiges 3000-Meter-FinaleDoch im Endlauf klärte der Hanauer TG-Athlet mit überlegenen 6,97 Sekunden vor Wehner (7,05 Sekunden) die Verhältnisse, gewann sicher und erfüllte damit die eigene Prognose. „Ich will unter sieben Sekunden bleiben“, hatte er bereits nach dem Vorlauf ausgegeben.Ein hochklassiges 3000-Meter-Finale in der männlichen U20 gab es auch ohne Julius Hild, der direkt nach dem Bundeskader-Trainingslager Regeneration auf dem Plan stehen hatte. So gewann Sebastian Buschbeck (Wiesbadener LV) in 8:43,48 Minuten vor Mohamed Bassou (8:44,98 Minuten) und Ilyas Iman (beide Wiesbadener LV/8:45,85 Minuten), ehe mit Marius Abele (SSC Hanau-Rodenbach) der erste U18-Athlet mit neuer persönlicher Bestzeit von 8:48,29 Minuten ins Ziel stürmte.Philip Ahne überzeugtDamit unterbot Abele die Deutsche Jahresbestleistung aus dem Vorjahr um 13 Sekunden und ist hoher Favorit für die U18-Landesmeisterschaft am kommenden Wochenende in Frankfurt. Auf Rang fünf mit 9:05,53 Minuten für Sasha Müller und Rang sechs in 9:22,03 Minuten folgten zwei weitere U18-Athleten des SSC.Überzeugende Leistungen zeigten die 800-Meter-Läufer Philip Ahne, der in 1:59,71 Minuten erstmals unter zwei Minuten blieb und Vierter wurde sowie der M16-Athlet Karl Wandukwa in neuer Bestzeit von 2:05,43 Minuten auf dem achten Platz.Mirjam Beschorner deutlich verbessertHochzufrieden mit ihrem Auftritt war Sophie Ullrich (TGH). „Das war mein zweiter Dreisprung-Wettkampf, und es lief richtig gut“, so Ullrich, die mit 11,04 Metern den dritten Platz belegte. Auf Rang fünf und sechs platzierten sich ihre Vereinskameradinnen Lena Steuernagel und Melanie Dany weitengleich mit 10,54 Metern.Bei den Schülerinnen gab es für Doppelmeisterin Mirjam Beschorner (SSC Hanau-Rodenbach/W14) eine deutliche Verbesserung im 2000-Meter-Lauf. Sie wechselte sich mit ihrer Trainingsgefährtin Johanna Uherek in der Führungsarbeit ab, beschleunigte dann und wurde mit 6:58,83 Minuten belohnt.Johanna Uherek mit DoppelpackTags zuvor hatte sie bereits die 800 Meter in 2:26,46 Minuten überlegen gewonnen. Stark auch der „Doppelpack“ von Vizemeisterin Johanna Uherek mit 7:07,99 Minuten und 2:33,50 Minuten sowie der Viertplatzierten Elena Taubel mit 7:18,15 Minuten und 2:32,82 Minuten. Bronze gab es in der W15 für Nessrien Amerschläger mit 7:42,62 Minuten, während die Kugelstoßerinnen Kathrin Warzecha (LAZ Bruchköbel/W15/10,67 Meter) und Katja Seng (TG Hanau/W14/10,19 Meter) als Vierte jeweils knapp an den Medaillen vorbei stießen. Sechste im 60-Meter-Sprint der W14 wurde die 13-jährige Melina Höfer vom TV Oberrodenbach in 8,32 Sekunden.Bei den Jungen genügte dem Deutschen Ranglisten-Ersten Max Grabosch (M15) über 3000 Meter ein verschärfter Trainingslauf, um in 9:31,13 Minuten sicher zu gewinnen, nachdem er tags zuvor mit 2:10,75 Minuten Gold im 800-Meter-Lauf knapp verfehlt hatte. Maximilian Hamburger holte in 11:12,28 Minuten Bronze. Die 13-jährigen Attila Has (10:39,01 Minuten) und Robin Petzold (11:16,88 Minuten) machten für den SSC den 3000-Meter-Lauf der M14 unter sich aus.Bauer beweist Kampfgeist Kampfgeist bewies Mika Bauer vom TV Langenselbold. Am ersten Veranstaltungstag im 60-Meter-Finale der M14 mit 7,63 Sekunden um zwei Hundertstel Sekunden hinter dem 13-jährigen Gelnhäuser Juan-Sebastian Kleta Zweiter und im Kugelstoß sowie Mehrsprung jeweils auf dem Bronzeplatz, steigerte er sich im Weitsprung nach anfänglichen Anlaufproblemen auf 5,50 Meter, was ihm den Sieg vor Kleta (5,41 Meter) einbrachte. mei

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