Die Trainingsstrecke ist mit Bedacht gewählt und führt direkt am Gehege der Erlenseer Wasserbüffel vorbei. Die tierischen Experten für Schlamm und Matsch ließen sich beim Foto-Termin leider nicht blicken.

Leichtathletik

HA-Mitarbeiter Robert Giese nimmt am Strong Viking teil

Leichtathletik. Sich mit knapp 4000 anderen Verrückten durch einen Hindernisparcours voller Wasser, Schlamm und Schmerzen zu quälen, ist ein zweifelhaftes Vergnügen, das wir Sportjournalisten normalerweise lieber aus sicherer Distanz betrachten.

Von Robert Giese

Beim Strong Viking in Wächtersbachs Stadtteil Wittgenborn erfahre ich diesmal allerdings am eigenen Leib, wie es sich anfühlt, von Kopf bis Fuß mit Matsch bedeckt zu sein und unter diesen Bedingungen auch noch eine Laufstrecke zu bewältigen.Der Selbstversuch meiner Kollegen beim Hanauer City-Triathlon vor einigen Wochen hatte mich nicht nur schwer beeindruckt, sondern auch meinen Ehrgeiz angestachelt, sodass ich diese Leistung im besten Sinne kollegialer Rivalität selbstverständlich unbedingt übertreffen musste.

Ultimative Herausforderung

Ich suchte also nach der ultimativen Herausforderung und meldete mich beim Strong Viking in Wächtersbach an, wo sich die Teilnehmer nicht nur zig Kilometern Laufstrecke stellen, sondern dabei auch noch Dutzende Hindernisse überwinden, die auffällig oft etwas mit Schlamm zu tun haben.Zugegeben, die „ultimative Herausforderung“ wäre vermutlich die 42-Kilometer-Strecke des „Iron Viking“ gewesen, während ich mich etwas verschämt lieber erst mal zum Lauf über sieben Kilometer anmeldete, aber einen Schreibtischhengst wie mich würde vermutlich auch das schon an die absolute Leistungsgrenze bringen.

Als Konditionswunder galt ich während meiner auf überschaubarem Niveau stagnierenden Handballkarriere nun wahrlich nicht, und die Vorstellung, mich und meinen inzwischen doch etwas beleibteren Körper mit nassen, klammen Fingern über zahlreiche Hindernisse hinwegzuhangeln, sorgte nicht nur bei meinem Orthopäden für schlaflose Nächte.

Bescheidene Ziele

Da mir für eine gewissenhafte Vorbereitung schlichtweg die Zeit fehlte, sind meine Ziele bescheiden: Ich will heil im Ziel ankommen. Beim Start am Samstag werde ich also einfach aufs Beste hoffen und darauf setzen, dass mir andere Teilnehmer ein bisschen unter die Arme greifen – nicht umsonst firmiert dieses Rennen ja unter dem Titel „Brother Edition“.Wenn sich knapp 4000 Menschen diese Tortur freiwillig antun, muss es schließlich einen guten Grund geben, warum sie das machen; spätestens am Samstagabend, wenn ich keuchend im Sauerstoffzelt liege, kenne ich ihn aus erster Hand.

Wie es Robert Giese bei seinem Lauf ergangen ist, lesen Sie am Montag in unserer Zeitung. Auf der Instagram-Seite des HANAUER ANZEIGER können Sie einige Highlights seines Laufes schon vorher in Bildern sehen.

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