Wie geht es für den Weltmeister weiter?

Formel 1: Vettel bald bei Mercedes? Ferrari-Chef schießt mit Hamilton-Statement gegen die Konkurrenz

  • Florian Schimak
    vonFlorian Schimak
    schließen
  • Alexander Kaindl
    Alexander Kaindl
    schließen

Formel 1: Zieht es Sebastian Vettel von Ferrari zu Mercedes? Teamchef Mattia Binotto äußerte sich nun und feuerte in Richtung der Silberpfeile.

  • Sebastian Vettel* wird Ferrari nach der Saison 2020 verlassen.
  • Wie geht es für den viermaligen Formel-1-Weltmeister weiter?
  • Es gibt etliche Spekulationen rund um den Deutschen und die Formel 1*.

Update vom 27. Juni, 8.56 Uhr: Alle weiteren Informationen zu Sebastian Vettel finden Sie ab sofort hier*.

Update vom 23. Juni, 23.25 Uhr:  Sebastian Vettel geht in seine letzte Saison bei Ferrari. Der mit ihm befreundete Formel-1-Magnat Bernie Ecclestone * bangt mit dem Ex-Weltmeister - wegen der Scuderia.

Sebastian Vettel vor Abschied aus Formel 1? Ferrari testet in der Toskana

Update vom 23. Juni: Am 5. Juli startet die Formel 1 nach der Corona-Pause in Österreich. Für Sebastian Vettel ist es der Beginn seiner Ferrari-Abschiedstour. Am heutigen Dienstag saß der Deutsche nun wieder im Cockpit, um sich auf den Großen Preis von Österreich vorzubereiten. Und dabei machte Ferrari eine Ädnerung in letzter Minute, die Vettel helfen könnte: Das Team testet nicht in Fiorano, sondern auf der Strecke von Mugello. 

Das bietet zwei Vorteile: Einerseits ähnelt Mugello dem Parcours in Spielberg mehr als die in Fiorano. Daneben ist Mugello möglicherweise später im Jahr der Austragungsort eines weiteren F1-Rennens. Das steht nach einem Bericht von motorsport-total gerade zur Diskussion. Dann hätten Ferrari und auch Vettel in der WM einen kleinen Vorteil.

Vettel bald bei Mercedes? Ferrari-Chef schießt mit Hamilton-Statement gegen die Konkurrenz

Update vom 18. Juni: Die Wechselgerüchte um Sebastian Vettel verdichten sich. Die Zukunft des Formel-1-Piloten ist jedoch noch offen. Nun äußerte sich Ferrari-Teamchef Mattia Binotto gegenüber La Stampa über den Abgang und die Zukunft seines Schützlings. Und holt zum Seitenhieb gegen Mercedes aus.

„Ich bin froh, dass Mercedes immer eine Meinung über uns hat“, meinte der Ferrari-Teamchef Binotto, als er auf die Ferrari-Fahrerpolitik angesprochen wurde. Er sei „überrascht“, dass sich der Rennstall über den früh bekannt gegebenen Abschied des Deutschen geäußert habe. 

Sebastian Vettel: Ferrari-Chef mit irrer Begründung für frühe Bekanntgabe des Vettel-Abgangs

Ferrari habe sich „aus Transparenzgründen“ für eine frühe Bekanntgabe der Fahrerentscheidung des mehrfachen Weltmeisters für die folgende Saison entschieden, meinte Binotto. Vettel müsse „an seine Zukunft denken. Da konnten wir unsere Entscheidung nicht hinauszögern.“ Binotto holte noch zu einem Seitenhieb gegen Mercedes aus, als er meinte: „Und ich bin überrascht darüber, dass sie Hamilton noch nicht wieder unter Vertrag genommen haben. Wir hätten das viel eher getan.“ 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

#Seb P2 at Mexico!, VIVA MEXICO!

Ein Beitrag geteilt von Sebastian Vettel (@vettelofficial) am

Der Zeitpunkt, den Abgang Vettels noch vor Beginn der aktuellen Saison bekanntzugeben, sei „fair“ gegenüber dem Piloten gewesen, da dieser nun Zeit und Spielraum habe, seine Karriere weiter zu planen.

Zudem meinte Binotto, er fürchte nicht, dass sich Sebastian Vettel Mercedes anschließt - im Gegenteil. „Er ist ein viermaliger Weltmeister und verdient es, in einem Topteam zu fahren. Wenn er zu Mercedes gehen würde, icürde mich für ihn freuen.“ Mercedes-Chef Toto Wolff hatte jüngst mitgeteilt, dass ein Wechsel Vettels „nicht ausgeschlossen“ sei (Update vomh w 11. Juni). 

Der Ex-Formel-1-Chef Bernie Ecclestone sieht das ähnlich. Er riet Vettel, nicht „von Mercedes zu träumen, das bringt nichts.“ Er solle lieber ein Jahr lang aussetzen und sich auf einen Neustart 2022 konzentrieren.

Sebastian Vettel: Trennten sich die Parteien wegen des Gehalts?

Update vom 17. Juni: Der Abschied von Sebastian Vettel bei Ferrari ist bereits seit längerer Zeit offiziell. Doch nun kracht es nochmal zwischen dem Deutschen und der Scuderia. Der Grund: Das Gehalt!

Sein Teamkollege und die neue Hoffnung des Rennstalls, Charles Leclerc, zeigte sich offen für einen Gehaltsverzicht wegen der Corona-Krise. Ferrari-Teamchef Mattia Binotto lobte in einem Interview mit La Stampa dabei ausdrücklich das Verhalten des jungen Franzosen. 

Der Name Vettel fällt in diesem Zusammenhang aber nicht. Kam der Ex-Weltmeister der Bitte seines Noch-Rennstalls auf einen Gehaltsverzicht nicht nach? Nicht ganz, denn Vettel hat sich laut Infos der Sport Bild bereits im März erkundet, wie er den vom Coronavirus stark betroffenen Regionen in Italien helfen könne.

Vettel hilft also lieber selbst, als dass er Ferrari darüber entscheiden lässt. Apropos Entscheidung. Seine sportlich Zukunft ist weiterhin unklar. Nur eins ist steht fest: Die Ehe zwischen Vettel und Ferrari geht nicht freundschaftlich auseinander.

Sebastian Vettel: Mercedes mit dem Hammer-Wechsel in Formel 1? Ferrari verkündet News

Update vom 12. Juni, 12.20: Vor seinem Abgang macht Ferrari dem scheidenden Sebastian Vettel noch ein Geschenk. Nach den unbefriedigenden Testfahrten im Frühjahr bekommt sein F1-Bolide noch vor Saisonstart das erste Upgrade verpasst. 

Ein neues Getriebe und ein stärkerer Motor sollen, so motorsport.com, für 15 zusätzliche PS sorgen. Schon beim großen Preis von Österreich werde die neue „Power Unit“ im Vettel-Flitzer sitzen, heißt es. 

Sebastian Vettel: Mercedes mit dem Hammer-Wechsel in Formel 1? Valtteri Bottas packt aus

Update vom 11. Juni, 8.55 Uhr: Wie geht es für Sebastian Vettel weiter? Möglicherweise spricht er schon bald selbst über seine Zukunft (siehe Update vom 10. Juni, 18.15 Uhr). Bis es so weit ist, schalten sich nach und nach andere Protagonisten der Formel 1* ein. Jetzt hat sich Mercedes-Pilot Valtteri Bottas gemeldet - und über ein mögliches Vettel-Engagement bei den Silberpfeilen ausgepackt!

Der Finne hat demnach keine Sorge, im nächsten Jahr durch Sebastian Vettel ersetzt zu werden. „Wir waren die ganze Zeit sehr ehrlich miteinander über die Vertragssituation, und ich habe die klare Auskunft erhalten: Nein, sie beschäftigen sich nicht mit Seb“, sagte der 30 Jahre alte Finne dem britischen Sender Sky Sports

Sebastian Vettel: Formel-1-Hammer bei Mercedes? Valtteri Bottas packt jetzt aus

„Es ist für mich jedes Jahr dasselbe“, sagte Bottas zu anhaltenden Gerüchten um seine Ablösung bei Mercedes. Er finde es „lustig“, dass schon wieder über seine Zukunft spekuliert werde, obwohl in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie noch kein Rennen gefahren worden sei. „Es gibt keinen Druck von dieser Seite. Ich habe klare Ziele für diese Saison. Die Dinge werden sich dann auf die ein oder andere Weise von selbst regeln“, sagte Bottas. Der Vize-Weltmeister fährt seit 2017 für Mercedes.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hatte ein Vettel-Engagement bei den Silberpfeilen zuletzt nicht gänzlich ausgeschlossen. „Vom Talent und der Persönlichkeit her ist er jemand, zu dem ich keinesfalls sofort nein sagen würde“, hatte der Österreicher gesagt und Vettel (32) als „Außenseiterkandidaten“ auf ein Cockpit beim Branchenführer bezeichnet (siehe Erstmeldung vom 4. Juni).

Formel 1: Nach Aussagen von Ferrari-Teamchef Binotto - Antwortet Vettel im Hause Red Bull?

Gehen bald getrennte Wege: Sebastian Vettel (l.) und Ferrari-Teamchef Mattia Binotto.

Update vom 10. Juni, 18.15 Uhr: Nach den Äußerungen Mattia Binottos, die Trennung von Sebastian Vettel wäre erst durch die Corona-Krise zu Stande gekommen und „interne Bewertungen“ hätten dieses Ergebnis hervorgebracht, wird eine Antwort des Heppenheimers erwartet.

Schließlich ließ der Ferrari-Teamchef durchblicken, das Vettel-Aus sei eine finanzielle Entscheidung gewesen, obwohl der Deutsche ursprünglich betont hatte, dass es ihm nie ums Geld gegangen sei.

„Von den Regeln bis hin zur Budgetgrenze, die Verschiebung des neuen Autos auf 2022“, bringt Binotto nun andere Punkte hervor als ursprünglich angegeben.

Formel 1: Kontert Sebastian Vettel im Hause Red Bull?

Bis es zu einem frischen Statement von Vettel kommt, müssen wir uns wohl noch gedulden. Wie der Express berichtet, will der ehemalige Weltmeister erst nach dem F1-Neustart in Spielberg öffentlich sprechen. Und zwar im „Talk im Hangar7“ auf Servus TV. Ausgerechnet dem Sender von Red Bull!

Ob man den angeblichen Auftritt Vettels nun mit einem Engagement im Formel-1-Team des Brauseherstellers in Verbindung bringen will, ist jedem selbst überlassen. Ferrari dürfte es jedoch nicht gerne sehen, sollte der 32-Jährige in der Heimat des sportlichen Konkurrenten Details auspacken, wie es Binotto getan hat.

Vettel und das Ferrari-Aus in der Formel 1: Intime Details enthüllt - Neuer Rennstall im Gespräch

Update vom 9. Juni, 14.40 Uhr:  Sebastian Vettel und Ferrari gehen nach der Saison, die noch gar nicht begonnen hat, getrennte Wege. Wie sieht die Zukunft des viermaligen Weltmeisters aus? Das ist nach wie vor noch nicht geklärt. Einige Rennställe wie Mercedes, Renault oder Aston Martin wurden schon als neue Arbeitgeber Vettels gehandelt - fix ist aber noch lange nichts.

Auch eine Pause wäre wohl eine Option für den deutschen Rennfahrer. Währenddessen steht neben der Zukunft die Vettel-Vergangenheit im Fokus. Wie lief das genau ab mit der Trennung von Ferrari? Teamchef Mattia Binotto ließ in verschiedenen Interviews durchblicken, dass der Rennstall die Initiative übernommen hatte und so den ersten Schritt machte. Ferrari habe sich für Transparenz gegenüber Vettel entschieden. Wegen der Corona-Krise wurden die Vertragsverhandlungen dann aber komplizierter, sie habe „viele Dinge verändert“, wie Binotto gegenüber der Marca erklärte. 

Sebastian Vettel: Nach Ferrari-Aus - Teamchef Mattia Binotto spricht über Trennung

Setzte Binotto also Vettel vor die Tür? Oder wollte nicht eher Vettel im wahrsten Sinne des Wortes bei Ferrari aussteigen? Nach Informationen von Sport1 soll eher die zweite Option der Wahrheit entsprechen. „In einem vertraulichen, langen Hintergrundgespräch“ erfuhr man im vergangenen Jahr am Rande des Spielberg-Grand-Prix, dass „Vettel keine Lust mehr hat, seinen Vertrag mit Ferrari zu verlängern“.

Ferrari-Teamchef Binotto.

Die Gründe dafür? Das fehlende Ferrari-Vertrauen in den Champion und der Umstand, dass man den neuen Vettel-Kollegen Charles Leclerc als Nummer eins aufbaut. Deshalb soll Vettel sich entschieden haben, seinen auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern - er trennte sich also von Ferrari und nicht andersherum. 

Die Ära Vettel wird bei Ferrari in der Formel-1-Geschichte nicht annähernd einen so hohen Stellenwert wie die Ära Schumacher einnehmen. Der Ex-Formel-1-Teambesitzer Eddie Jordan hat nun verraten, dass Michael seinem jüngeren Bruder Ralf in der Vergangenheit maßgeblich zum Durchbruch verholfen hat - dank einer teuren Investition. 

Formel 1: Sebastian Vettel nach Ferrari-Aus auf dem Markt - bei welchem Team landet er?

Update vom 6. Juni, 11.41 Uhr:  Sebastian Vettel und seine Zukunft in der Formel 1 ist nach wie vor nicht geklärt. Was macht der vierfache Weltmeister* nach seinem Ferrari-Aus? Wechselt er zu Mercedes? Legt er eine Pause ein? Hört er komplett auf? Aktuell sind viele Optionen im Gespräch.

Möglicherweise landet Vettel ja bei einem Team, das bisher noch gar nicht so sehr auf dem Radar ist. Aston Martin will 2021 auch mit einem Werksteam in der Formel 1 starten. Chef des Projekts ist der kanadische Unternehmer Lawrence Stroll

Formel 1: Wechselt Sebastian Vettel zu Aston Martin?

Mit einer Investorengruppe hat er mehr als 600 Millionen Euro in den angeschlagenen Autobauer aus Großbritannien gepumpt. Auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff hatte sich Anteile gesichert, weil er „an die Marke Aston Martin“ glaubt. 2021 wird Strolls aktuelles Team Racing Point, für das auch sein Sohn Lance fährt, dann zum Werksrennstall von Aston Martin - mit Vettel

Sein Boss wäre dann Otmar Szafnauer. Der US-Amerikaner mit rumänischen und deutschen Wurzeln ist aktuell noch Teamchef bei Racing Point und künftig eben bei Aston Martin. Er sagte nun: „Für uns ist der neue Teamname das, was in der kommenden Saison die Schlagzeilen bestimmen wird, nicht die Fahrer in den Cockpits.“ 

Sebastian Vettel: Zukunft bei Aston Martin? Otmar Szafnauer hält sich bedeckt

Szafnauer will mit diesem Satz wohl alle Spekulationen im Keim ersticken - aber wirbelt er dadurch nicht erst recht Staub auf? Vor Wochen hatte Formel-1-Legende David Coulthard Vettel bereits bei Aston Martin ins Spiel gebracht. Die aktuellen Racing-Point-Fahrer Sergio Perez und Lance Stroll haben Verträge für 2021. Aber wer einen Vettel haben kann, dürfte sicher ins Grübeln kommen.

Szafnauer registrierte die Bewegungen auf dem Fahrermarkt und bezeichnete sie als „interessant“. Mit dem Einstieg von Aston Martin sei er zuletzt aber voll beschäftigt gewesen und hätte sich deshalb gar keine Gedanken um die Spekulationen machen können. „Wir schauen nach vorne und freuen uns auf eine neue Ära, die dem Namen Aston Martin gerecht werden soll“, betonte Szafnauer weiter. Ein viermaliger Champion wie Vettel im Cockpit wäre dabei sicher kein Nachteil. 

Sebastian Vettel: Formel-1-Weggefährte teilt gegen Ferrari aus - und spricht über Wechsel zu Mercedes

Update vom 4. Juni, 21.00 Uhr:  Formel-1*-Pilot Sebastian Vettel* verkündete vor mehr als drei Wochen die Trennung von seinem Konstrukteur Ferrari zum Ende der Saison*. Seitdem wird über den weiteren Karriereweg des vierfachen Weltmeistersspekuliert. Ein jahrelanger Weggefährte Vettels redete nun offen über Vettel und seine Zukunft.

Sebastian Vettel: Red-Bull-Motorchef stichelt gegen Ferrari - Das sagt er zu einem Mercedes-Wechsel

Nun äußerte sich Helmut Marko, Motorsport-Chef bei Red Bull, gegenüber RTL über seinen ehemaligen Schützling Vettel, der von 2009 bis 2014 für Red-Bull-Racing an den Start ging. Marko drückte sich dabei nicht besonders angenehm über die internen Abläufe innerhalb des italienischen Rennstalls aus. Über Vettel meint Helmut Marko, „Sebastian wird sich nichts sagen lassen“ und bezieht dies auf „große Rivalität“ innerhalb des Teams.

Helmut Marko und Sebastian Vettel im Jahr 2014.

Marko teilte weiter gegen Ferrari aus und meinte, „dass Sebastian seinen Vertrag nicht verlängert hat, hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass er das technische Potenzial nicht gesehen hat, das ihm zu einem weiteren Titel verhilft.“ Er selbst würde sich persönlich freuen, Sebastian Vettel* bei Mercedes zu sehen. „Das wäre für den Motorsport ganz toll. Vettel gegen Hamilton im Mercedes, was gibt es Besseres? Vor zwei Jahren hätten die immer Platz 1 und 2 gemacht. Ich hoffe, dass wir jetzt so nah dran sind, so etwas zu verhindern.“

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

, Its not over

Ein Beitrag geteilt von Sebastian Vettel (@vettelofficial) am

Doch was geschieht, sollte kein Cockpit für Vettel beim deutschen Konstrukteur frei sein? „Wenn er den Mercedes-Sitz nicht bekommt, ist ein Jahr Pause sinnvoll. Ein Jahr beobachten, was passiert“, meint Marko. Der Red-Bull-Motorsport-Chef verweist auf das neue Reglement samt der Budgetgrenze ab dem Jahr 2022, weshalb er bei einer Neuaufstellung die Chance für Vettel sieht, „bei einem Siegerteam einzusteigen.“

Sebastian Vettel: Spekulationen über Vettel-Zukunft nach Ferrari-Aus

Erstmeldung vom 4. Juni 2020: Heppenheim - Am 12. Mai platzte die Bombe: Sebastian Vettel und Ferrari verkündeten*, dass man künftig getrennte Wege gehen werde. Es folgte ein Hammer nach dem nächsten in der Formel 1*: Vettels Cockpit, das nach dem Ende der Saison 2020 dann frei sein wird, übernimmt Carlos Sainz. Dessen Platz bei McLaren* nimmt dann Daniel Ricciardo ein, der Renault wiederum nach zwei Jahren verlassen wird.

Seit diesem Tag im Mai wird heftig über die Zukunft von Sebastian Vettel* spekuliert. Natürlich haben sich inzwischen etliche Experten zum Thema geäußert, nach wie vor ist aber nicht klar, wie es für den viermaligen Weltmeister der Formel 1 weitergehen wird.

Sebastian Vettel: Nach Ferrari-Aus in der Formel 1 - landet er bei Mercedes?

Viele Fans wünschen sich natürlich, dass Sebastian Vettel zu Mercedes wechselt. Ein deutscher Fahrer in einem deutschen Auto - schon bei Michael Schumacher waren die Anhänger entzückt. Zusammen mit Lewis Hamilton, dem amtierenden Champion, hätten die Silberpfeile dann ein Mega-Duo hinter dem Steuer.

Teamchef Toto Wolff kennt diese Gedankenspiele natürlich. In den vergangenen Wochen wurde er etliche Male damit konfrontiert, jetzt äußerte sich der Österreicher erneut. „Sebastian ist natürlich eine tolle Persönlichkeit, mit vier Weltmeistertiteln ein wirklich herausragender Rennfahrer seiner Generation“, sagte Wolff bei einer Video-Pressekonferenz. 

Formel 1: Sebastian Vettel bei Mercedes? Teamchef Toto Wolff mit Ansage

Zählt Wolff hier schon Gründe für eine mögliche Verpflichtung auf? Direkt danach schränkt er ein: Vettel sei „ein Außenseiterkandidat für ein Cockpit bei Mercedes, weil wir in allererster Linie auf unseren Mercedes-Kader schauen“. Die Verträge von Hamilton und dem zweiten Fahrer*, Valtteri Bottas, laufen zum Saisonende aus. Ob man mit diesem Duo schon bald verlängert? 

Wolff betonte: „Zum Timing will ich mir nicht unbedingt selbst ein enges Korsett schaffen.“ Man wolle Hamilton und Bottas erstmal fahren lassen und auch abwarten, wie sich George Russell entwickelt. Der 22-Jährige aus dem Mercedes-Nachwuchs ist aktuell im zweiten Jahr an Williams ausgeliehen - das Team befindet sich derzeit in einer Krise und wird möglicherweise verkauft. Ein Ex-Pilot des Rennstalls, Alex Zanardi, kämpft unterdessen nach einem erneuten Schicksalsschlag um sein Leben.

Viele Fragen also, die noch ungeklärt sind. Vettel ist bei Mercedes durchaus eine Option - aber ist sie wahrscheinlich? Mit einem Statement nährt Wolff die Hoffnungen der Fans weiter: „Vom Talent und der Persönlichkeit her ist er jemand, zu dem ich keinesfalls sofort nein sagen würde.“

Am 5. Juli startet die Saison*, im Laufe des Sommers* wolle man bei Mercedes dann eine Entscheidung treffen. 

TV-Knall: Formel 1 künftig nicht mehr auf RTL: „Wenn Konkurrenten im Spiel sind ..."

Update vom 21. Juni 2020: RTL und die Formel 1 gehen ab nächster Saison getrennte Wege. Das teilte der Sender mit. Scheinbar war einer der Gründe für den Ausstieg die harte Konkurrenz im Poker um die Übertragungsrechte.

*tz.de ist Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

akl

Rubriklistenbild: © AFP / KENZO TRIBOUILLARD

Das könnte Sie auch interessieren