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Schumacher-Team holt neuen Kollegen: Mick muss sein Auto teilen

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Von: Christoph Klaucke

Mick Schumacher muss sein Haas-Auto demnächst für einen neuen Teamkollegen zur Verfügung stellen.
Mick Schumacher muss sein Haas-Auto demnächst für einen neuen Teamkollegen zur Verfügung stellen. © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Erlhof

Mick Schumacher bekommt in der Formel 1 demnächst Konkurrenz im eigenen Rennstall. Das Haas-Team verpflichtet Antonio Giovinazzi als Testfahrer.

Spa – Die Formel 1 kehrt aus der Sommerpause zurück. Am Sonntag macht die Königsklasse des Motorsports in Belgien auf der legendären Rennstrecke in Spa Halt. Dann geht auch Mick Schumacher wieder auf Punktejagd.

Vor dem Rennwochenende wurde bekannt, dass sich der Sohn von Michael Schumacher beim Haas-Team demnächst auf einen neuen Teamkollegen einstellen muss – wenn auch nur kurzzeitig. Wie der US-Rennstall mitteilte, wird Antonio Giovinazzi als Testfahrer für das Training in Monza (9. September) und Austin (21. Oktober) engagiert. Der Italiener darf sogar einmal ins F1-Auto von Mick Schumacher steigen.

Mick Schumacher
Geboren: 22. März 1999 (Alter 23 Jahre), Genolier, Schweiz
Team: Haas F1
Rennen in der Formel 1: 33 (Stand 23. August)
WM-Punkte: 12

Formel 1: Mick Schumacher bekommt neuen Teamkollegen an die Seite gestellt

Antonio Giovinazzi stammt aus der Ferrari-Schmiede und ist Ersatzfahrer bei den Roten, genauso wie auch Mick Schumacher. Der Italiener ging in der Formel 1 zwischen 2019 und 2021 für Alfa Romeo an den Start und fuhr insgesamt 61 Grand Prixs. Seit diesem Jahr ist er in der Formel E unterwegs.

Alle Teams in der Formel 1 sind dazu verpflichtet, zweimal in der Saison ein Cockpit bei den Trainingsfahrten am Freitag zur Verfügung zu stellen. Damit sollen Ersatz- oder Nachwuchsfahrer Erfahrungen sammeln können. Mick Schumacher und sein Teamkollege Kevin Magnussen müssen je eine Session zuschauen. An welchem Wochenende wer genau pausieren muss, gab Haas noch nicht bekannt.

Formel 1: Giovinazzi ist wie Mick Schumacher Ersatzfahrer bei Ferrari

Dass die Wahl auf Giovinazzi fällt, ist also nicht weiter verwunderlich. Ferrari ist Motorlieferant von Haas, zudem besteht darüber hinaus auch eine Kooperation zwischen beiden Teams. Als Nachwuchsfahrer der Ferrari-Academy kam Schumi junior zu seinem Stammplatz im Haas-Auto. Zuletzt kamen jedoch Gerüchte auf, dass Mick Schumacher ohne Cockpit für 2023 bleiben könnte.

„Ferrari war sehr daran interessiert, Antonio an einem Rennwochenende etwas Sitzzeit in einem aktuellen Formel-1-Auto zu geben, und wir waren natürlich gerne bereit, ihm dabei zu helfen“, sagte Haas-Teamchef Günther Steiner. Giovinazzi ist beim US-Rennstall kein unbeschriebenes Blatt. „Wir hatten schon im Jahr 2017 solch eine Situation mit Ferrari und Antonio – jedoch ist es dieses Mal anders, weil er bereits drei Jahre Erfahrung aus der Formel 1 mitbringt, weshalb er uns in Italien und den USA ein ganz anderes Feedback geben kann.“

Mick Schumacher: Sorgen um Formel-1-Zukunft? Haas-Pilot braucht dringend Punkte

Giovinazzi dürfte somit als erfahrener Pilot wertvolle Daten und Feedback liefern, wovon auch Mick Schumacher und Kevin Magnussen profitieren könnten. Ernsthafte Sorgen muss sich Schumacher durch den Giovinazzi-Deal wohl nicht machen. Trotzdem sollte der 23-Jährige in den nächsten Rennen Punkte abliefern, um seine Verhandlungsposition für eine Vertragsverlängerung oder eine Zusammenarbeit bei einem anderen Team zu verbessern. (ck)

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