Die Wolffs sind in vielen Sportarten zu Hause: Mama Elke, Yannick, Maxi, Jonah und Papa Jürgen mit Tochter Emilie sind im Handball, Fußball und Tischtennis heimisch und in Bruchköbel und Niederissigheim bekannt. Foto: Per Bergmann

Sport

Familie Wolff ist im Handball, Fußball und Tischtennis zu Hause

Sport allgemein. Jeder, der in Bruchköbel Vereinssport betreibt, dürfte den Namen Wolff bereits gehört oder gelesen haben. Ob beim Fußball, Handball oder Tischtennis – Familie Wolff hat vielerorts ihre Spuren hinterlassen.

Von Per Bergmann

Großvater Walter gründete einst die Tischtennisabteilung des TSV 03 Niederissigheim, heute stehen seine drei Enkel Yannick, Maxi und Jonah im Mittelpunkt.

Die drei Brüder bringen einiges an Talent für Ballsportarten mit. Alle drei spielten in ihrer Jugend Handball und wurden zeitweise von Mama Elke trainiert. Während Maxi und Jonah beim Hallensport blieben, eiferte Yannick später dem Papa nach und ging zu den Fußballern des TSV Niederissigheim. Dort räumte Vater Jürgen früher im defensiven Mittelfeld auf. Er war bekannt dafür, „den besten Spieler des Gegners auszuschalten“. Bis heute betätigt er sich im Spielausschuss des Vereins.

„Das war mein sportliches Highlight bisher“

Ihre Eltern sind seit jeher im Vereinssport aktiv – die Kinder immer mit dabei. Da ist es „nur logisch, dass sie einen ähnlichen Weg einschlagen wie wir“, findet der Papa. Von klein auf haben sie gelernt, „was Kameradschaft bedeutet und dass der Verein eine zweite Familie sein kann“. Obwohl der Vater 45 Jahre für den TSV kickte, suchten sich seine Kinder ihre Sportart selbst aus – „passend zu ihrem jeweiligen Talent“.

Der 18-jährige Jonah zählt zu den A-Jugend-Handball-Talenten des TV Gelnhausen. Im September durfte er in der Bundesliga gegen den Nachwuchs der Füchse Berlin antreten, der von niemand Geringerem als Bob Hanning trainiert wird, dem langjährigen Macher des deutschen Handballs. „Das war mein sportliches Highlight bisher“, erinnert sich der Jüngste der drei Brüder.

Mit der TGS in die Landesliga

Fußball-Stürmer Yannick feiert mit der Bruchköbler A-Jugend einst den Aufstieg in die Verbandsliga, wo er als Dritter der Torjägerliste auf sich aufmerksam machte. Danach ging er zum Verein seines Vaters, wo er unfreiwillig zum Held wurde, als er 2016 das sogenannte „Kacktor des Jahres“ erzielte, was dem Verein mehre Beiträge im Fernsehen bescherte. „Ich bin mir nicht mal sicher, ob ich als Letzter am Ball war“, gibt der 23-Jährige heute zu.

Maxi Wolff führt mit den Handballern der TGS Niederrodenbach derzeit die Tabelle der Bezirksoberliga an. Im kürzlichen Topspiel gegen die HSG Maintal war der Rechtsaußen mit sieben Treffern bester Werfer seines Teams. Eine Woche zuvor, bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte, schenkte er der SG Bruchköbel gleich acht Buden ein. Der „Aufstieg in die dritte Liga“ mit seinem Ex-Verein war der größte sportliche Erfolg des 26-Jährigen. Nun soll es mit der TGS in die Landesliga hochgehen.

Standen bereits mit den Eltern auf dem Platz

Mutter Elke stammt aus Erfurt, wo sie bereits Handball spielte. Bei der SG Bruchköbel fand sie eine neue sportliche Heimat und brachte Yannick und Jonah als Trainerin den Handballsport näher. Als Spielerin war sie bis vor sechs Jahren in der dritten Mannschaft der SGB aktiv. „Meine sportlichen Erfolge sitzen hier vor mir“, sagt sie mit Blick auf ihre Söhne.

Bei den Freiluftturnieren der Bruchköbler Handballer stehen die jungen Männer schon mal mit ihren Eltern zusammen auf dem Platz. Weil die Elke und Jürgen nicht mehr zusammen sind und jeweils ein weiteres Kind haben, ist bei Familie Wolff Patchwork par excellence zu beobachten. Auch die jüngsten Sprösslinge der Familie Lyas und Emilie betreiben bereits Sport im Verein.

Stadtteilübergreifende Unterstützung

Das gilt auch für Großvater Walter Wolff, der maßgeblich an der Gründung der Niederissigheimer Tischtennisabteilung beteiligt war. Der 77-Jährige schwingt bis heute regelmäßig den Schläger und unterstützt zahlreiche Vereine aktiv und passiv.

Insgesamt sei die „stadtteilübergreifende Unterstützung der Vereine und Sportler untereinander großartig“, findet Jürgen. In ihren Vereinen haben die Mitglieder der Famillie Wolff eine zweite Familie gefunden. Ein Umfeld, das Spaß macht und sie regelmäßig zu Spitzenleistungen antreibt.

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