Gemeinsam für Team Deutschland: Doreen Vennekamp und Oliver Geis haben sich im Mixed-Teamwettbewerb zu Gold geschossen und sich somit für einen nahezu perfekten Wettkampf belohnt. Foto: Privat

Sportschießen

European Games: Vennekamp holt Gold und bleibt auf Olympia-Kurs

Sportschießen. Doreen Vennekamp hat bei den European Games in Minsk – neben dem sechsten Platz im Einzel – eine Goldmedaille im Mixed-Team mit ihrem Mannschaftskollegen Oliver Geis errungen.

Von Sabrina Kwasniok

Die beiden Schützen landeten im 25-Meter-Standard-Pistolen-Finale vor den anderen beiden deutschen Finalteilnehmern Monika Karsch und Christian Reitz.

„Für mich waren es meine ersten Multigames“, so Vennekamp. Somit war die Nervosität bei der 24-Jährigen groß. „Es war eine ganz neue Erfahrung hier nicht als Einzelkämpferin, sondern als Team Deutschland an den Start zu gehen“, beschreibt die Schützin des SV Hubertus Hüttengesäß das Erlebte.

Finalteilnahme angepeilt

Und Vennekamp schlug sich als Teammitglied wacker. Bereits im 25-Meter-Pistolen-Einzel konnte sie überzeugen. Am Ende wurde es Platz sechs für die Ronneburgerin. „Klar hätte man sich über eine Medaille gefreut, aber ich bin mit meiner Leistung zufrieden. Die Finalteilnahme war angepeilt, und das habe ich letztendlich auch erreicht“, erzählt die HANAUER Sportlerin des Jahres 2018.

Die Krönung folgte noch für die 24-jährige Schützin. Im 25-Meter-Standard-Pistolen-Wettkampf gelang Vennekamp gemeinsam mit ihrem Mixed-Teampartner Oliver Geis eine nahezu fehlerfreie Leistung. Nur in der Qualifikation mussten die beiden die am Ende zweitplatzierten Deutschen Monika Karsch und Christian Reitz ziehen lassen. Doch vom Halbfinale an dominierten Vennekamp und Geis den Wettkampf und konnten sich im Finale mit 199,5 erreichten Punkten gegen ihre Rivalen durchsetzen. „Das war ein perfektes Ende für die Zeit in Minsk“, freut sich Vennekamp nach dem Sieg.

Insgesamt konnten die deutschen Teilnehmer bei den European Games in Minsk 26 Medaillen sammeln, davon sieben Gold-, sechs Silber- und dreizehn Bronzemedaillen. Zudem waren in jedem 25-Meter-Schützenfinale zwei Deutsche vertreten. Ein Erfolg, findet auch Vennekamp.

Eröffnungsfeier ein Highlight

Untergebracht waren alle Athleten während der European Games im Olympischen Dorf in Minsk – „beeindruckend“ wie die Ronneburgerin findet. Zudem war für sie die Eröffnungsfeier der Veranstaltung ein Highlight. „Ins Stadion einlaufen zu dürfen, ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl“, schwärmt Vennekamp. Und auch das Feuerwerk zum Ende beschreibt sie als „gigantisch“. Auch bei den Wettkämpfen herrschte laut Vennekamp sensationelle Stimmung. „Die Sportstätten waren zwar klein, aber gut besucht und jeder war freundlich und hat auch andere Nationen mit angefeuert.“

Dennoch blieb nicht viel Zeit für die Sportschützin, um das Drumherum in Minsk zu erleben. Lediglich zwei Mal gelang es der 24-Jährigen, andere Sportveranstaltungen zu besuchen. „Wir waren einmal beim 3x3-Basketballspiel und haben uns einmal Timo Boll im Tischtennis angeschaut.“ Doch viel mehr als die Busfahrten zu den Sportstätten waren in Sachen Sightseeing für die Schützin nicht drin.

Jetzt steht für Vennekamp eine eineinhalbwöchige Trainingspause an, bevor die Qualifikation für die Europameisterschaft startet. Anschließend geht es für die Sportschützin zu einigen Weltcups. Doch der Fokus liegt weiterhin auf den Olympischen Spielen 2020 in Tokio. Denn auch hier möchte die 24-Jährige dabei sein.

„Aktuell bin ich Zweite in der Weltrangliste,“ erklärt Vennekamp. Gute Aussichten für die Ronneburgerin. Doch sie warnt auch davor, dass bis dahin noch viel passieren kann. Entschieden ,wer mit zu den Sommerspielen kommt, wird erst im Frühjahr 2020. Doch Vennekamp ist und bleibt zuversichtlich: „Die Chancen sind auf jeden Fall da.“

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