Feuern Nico Kurz in London an: (hinten von links) Marcel Stuke, Marcel Zimmer, Martin Seier (Banane), Markus Spegg, Holger Grießer sowie (vorne von links) Thorsten Sartor, Jürgen Schmidt, Gerhard Blumenthal (nur von hinten) und Ralf Henkel. Foto: Heiko Lehmann

Darts

Darts-WM: Nico Kurz' Kumpels supporten ihn im Ally Pally

Darts. Der Alexandra Palace in London ist bekannt für fantastische Stimmung und verrückte Fans. Jedes Jahr übertreffen sich die Fans quasi selbst. Mittendrin im Darts-Wahnsinn sind auch neun Freunde von Nico Kurz, die den Nidderauer unterstützen. Wenn es nach ihnen geht, sogar bis zum Finale.

Von Heiko Lehmann

Wie geht Nico Kurz mit der wahnsinnigen Atmosphäre bei der Darts-Weltmeisterschaft im Londoner Alexandra Palace um? Wird der 22-Jährige nervös? Schlottern ihm die Knie? Fragen, die sich fast alle Darts-Begeisterten am vergangenen Mittwoch in Deutschland stellten. Aber eben nur fast alle. Neun Jungs aus der Region Hanau kannten schon vor Nico Kurz' sensationellem Sieg die Antwort.

Siegessicher schon vor dem Match

„Dem macht das alles nichts aus. Wenn der auf der Bühne steht, zählt nur Darts. Wir kennen ihn lange genug. Den macht solch eine Atmosphäre nur stärker“, sagte Gerhard Blumenthal etwa eine Stunde vor dem Spiel. Thorsten Sartor wusste zu diesem Zeitpunkt sogar schon, dass Kurz gegen den Engländer James Wilson gewinnen würde.

„Nico ist ja nur wegen uns hier. Wir haben ihn in den vergangenen drei Jahren so stark gemacht, wie er heute ist“, sagt Sartor.. „Nein, im Ernst, Nico ist der beste von uns. Er ist in einer überragenden Form und wird das Ding heute rocken“, fügte er noch hinzu. Die neun Männer spielen mit Nico Kurz zusammen in der Steeldarts-Bundesliga oder in einer Mannschaft im E-Dart.

Elf Stunden Autofahrt nach London

Dienstagnacht haben sich die Männer im Alter von 22 bis 56 Jahren auf den Weg nach London gemacht – im Auto. Elf Stunden dauerte die Fahrt. „Ich bin durchgefahren und wir hatten jede Menge Spaß. Es hat alles prima geklappt, nur der Linksverkehr war ungewohnt“, so Jürgen Schmidt.

Doch alle Anstrengungen haben sich gelohnt. „Das hier ist das Größte, was es für einen Darts-Spieler gibt. Wir sind alle das erste Mal hier und es ist echt umwerfend“, sagte Ralf Henkel, als er am Mittwoch das erste Mal den Alexandra Palace betrat.

Die Männer aus der Region Hanau hatten sich Karten für die Nachmittagssession organisiert, um sich einzustimmen, bevor am Abend Kurz die Bühne betrat. Marcel Stuke ist Kurz' bester Freund: „Ich glaube, ich bin aufgeregter als Nico. Aber ich bin mir sicher, dass er gewinnen wird.“

Kurz freut sich über Unterstützung

Als der Nidderauer dann hinter dem großen Vorhang hervor kam und sich bereit für seinen Einmarsch machte, gingen seine ersten Blicke mit einem Strahlen über das ganze Gesicht zu seinen Freunden. „Wir haben ja ständig Kontakt und ich wusste, dass die eine Hälfte unten saß und die andere Hälfte auf der Tribüne. Es hat gut getan, die Jungs zu sehen“, erzählte Kurz nach dem Spiel.

Zu diesem Zeitpunkt waren seine neun Freunde bereits in bester Feierlaune. „Wir haben es doch gesagt, dass er das Ding rockt. Und ich bin mir sicher, dass das noch nicht das Ende war“, sagte Blumenthal. Später am Abend trafen sich Kurz und seine Freunde noch im Ally Pally und am Donnerstag statteten die Kumpels dem Dart-Shootingstar noch einen Besuch im Spielerhotel ab.

"Wir bleiben bis zum Finale"

Schmidt hatte da erneut Grund zum Jubeln. „Ich habe gerade unsere Karten für das zweite Spiel von Nico am Freitag organisiert. Wir hatten nur Karten für die erste Runde. Aber jetzt bleiben wir bis zum Finale, wenn es sein muss“, sagte Schmidt. „Ich weiß nicht, ob wir noch ein Zuhause haben, wenn wir die Nummer hier komplett durchziehen“, mahnte Henkel mit einem Lachen.

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