Für einen reibungslosen Ablauf und die perfekte Versorgung der Sportler sorgen in diesem Jahr wieder zahlreiche Freiwillige. Archivfoto: Roland Adrian

Thriathlon

City-Triathlon: Veranstalter beten Wettergott an

Triathlon. Er ist so etwas wie der kleine Bruder vom großen Ironman in Frankfurt: der City-Triathlon Hanau. Am kommenden Sonntag findet das Sportevent für jedermann bereits zum achten Mal statt.

Von Michael Bellack

In diesem Jahr sind rund 80 Helfer am Start, um das Großevent umzusetzen. Die Planung ist dabei nicht immer einfach, wie die Organisatoren Holger Fronek und Klaus Karber erklären. „Wir bekommen immer erst relativ spät das endgültige Okay der Stadt, die zu unserer Freude aber immer sehr kooperativ ist.“ Straßensperrungen, Umleitungen für den Bus- und Autoverkehr erfordern einen hohen logistischen Aufwand (siehe Box).

Dieser steht auch in diesem Jahr einem Wettbewerb für Kinder und Jugendliche im Weg. „Die Idee haben wir schon seit ein paar Jahren“, sagt Karber, „aber umsetzen können wir sie nicht.“

Hauptproblem dabei ist die Radstrecke. Für einen Triathlon mit Kindern müssten die Straßen komplett gesperrt werden, da sind sich die Organisatoren einig. „Die Gefahr auf der normalen Strecke ist einfach zu groß“, so Fronek.

"Leistungssportler sind weiterhin nicht unsere Zielgruppe"

So bleibt es auch in diesem Jahr bei den bewährten Kategorien. Die Athleten können als Einzelstarter oder in der Staffel an den Start gehen. Die Staffel kann mit zwei oder drei Sportlern absolviert werden. Einzige Regel: Ein Sportler darf nicht zwei Disziplinen hintereinander bewältigen. „In der Regel haben wir drei Teilnehmer in den Staffeln, seltener sind es zwei, von denen einer dann schwimmen und laufen muss und einer Rad fährt“, so Fronek. In diesem Jahr sind es elf Staffeln, die für den Wettkampf gemeldet haben.

Wichtig ist den Organisatoren von der TG Hanau, dass der besondere Charme des City-Triathlons erhalten bleibt. „Leistungssportler sind weiterhin nicht unsere Zielgruppe“, erklärt Fronek, der bereits seit der ersten Auflage mit dabei ist. „Für alle, die im Dunstkreis vom Triathlon unterwegs sind, herrscht Startverbot.“

Die Sprintdistanz, also 550 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen, sei für Profis mehr oder weniger eine lockere Aufwärmübung, erklärt Karber. Er und Fronek gehen ebenfalls nicht an den Start, beide verfügen über reichlich Erfahrung im Triathlon und auch beim Ironman. „Der City-Triathlon ist daher eher eine Tempoeinheit unter Wettkampfbedingungen“, sagt Karber.

"Hauptsache es regnet nicht"

Die Amateurathleten und Hobbystarter haben bei den Organisatoren schon des Öfteren für ein Schmunzeln gesorgt. „Einmal wurden wir gefragt, ob den Sportlern auch aus dem Wasser geholfen wird“, erzählt Fronek. Kultstatus hat Heinrich Jacob, der vergangenes Jahr als ältester Teilnehmer an den Start ging und die volle Distanz im weißen Hemd absolvierte. Der 1940 geborene Jacob wird in diesem Jahr aber nicht mehr dabei sein. „Er wird in Zukunft nicht mehr starten. Als Helfer wird er dem Triathlon aber weiter treu bleiben“, so Fronek.

Eine wichtige Rolle beim City-Triathlon spielt das Wetter. „Rund um 20 Grad und trocken, das ist ideal“, sind sich Karber und Fronek einige. „Hauptsache es regnet nicht.“ Dann wird es vor allem auf der Radstrecke kritisch, nasser und rutschiger Asphalt kann für die Teilnehmer schnell gefährlich werden.

Trotz erfolgter Anmeldung und bezahlter Teilnahmegebühr käme es dann zu vielen Absagen. „Teilweise gehen bei Regen bis zu 30 Prozent nicht an den Start“, sagt Fronek. Die aktuellen Wettervorhersagen dürften ihm Sorgenfalten auf die Stirn treiben.

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