Auch die Gastgeberinnen der TG Hanau verbuchten vor 25 Jahren bei der Hessenmeisterschaft in der Main-Kinzig-Halle gute Ergebnisse in der Mannschaft, wie unser Zeitungsausschnitt beweist. Foto: HA

Fechten

Blick zurück: Dörnigheimer Fechter brillierten vor 25 Jahren

Fechten. Im März 1994 trafen sich die hoffnungsvollsten hessischen Fechttalente in der Hanauer Main-Kinzig-Halle, denn die TG Hanau richtete dort damals die hessischen Meisterschaften für die Nachwuchsfechter des Landes aus.

Von Robert Giese

Während in den Einzelwettbewerben Athleten anderer Vereine dominierten, konnten die heimischen Fechter zumindest in den Mannschaftswettbewerben überzeugen. In Matthias Kamberg von der TG Dörnigheim trumpfte aber auch ein Fechter auf, der im gleichen Jahr noch von sich reden machen sollte.

Im Zeichen des Degens

Auf der Planche maßen sich in Hanau am ersten Tag die Florettfechter, der zweite Tag stand hingegen ganz im Zeichen des Degens. Beim Florett war der Nachwuchs des FC Offenbach kaum zu schlagen, der bei den Einzelmeisterschaften der weiblichen Jugend gleich die ersten drei Plätze für sich beanspruchte, Nadine Rüth von der TG Hanau war in dieser Kategorie als Vierte hinter den Offenbacherinnen die erfolgreichste Lokalmatadorin.

Beim Mannschaftwettbewerb gestaltete sich die Sache aber anders, denn dort standen die Hanauer Florettfechterinnen auf dem Treppchen ganz oben und verwiesen FC Offenbach und Frankfurter TV auf die Plätze. Nicht ganz entthront wurden die Offenbacher bei der männlichen A-Jugend, denn dort holten sie sich vor der TG Dörnigheim den Titel, die mit der Vizemeisterschaft aber durchaus zufrieden sein konnte.

Angebote von Bundesleistungszentren

Matthias Kamberg, einer der Fechter in Reihen der Dörnigheimer, hatte schon drei Jahre zuvor von sich reden gemacht, als er deutscher B-Jugend-Meister wurde. Nach diesem Erfolg gab es zwar zahlreiche Angebote von Bundesleistungszentren an den talentierten Nachwuchsfechter, Kamberg aber hielt der TG Dörnigheim weiterhin die Treue – und sollte für die Dörnigheimer weiterhin Erfolge feiern.

Nach der Vize-Hessenmeisterschaft mit der Mannschaft trat Kamberg noch im gleichen Monat beim Internationalen Jugendturnier um die Adolf-Ermer-Plakette in Stuttgart an. Dort ‧gingen über 200 Fechter aus neun ‧Nationen an den Start und Kamberg bewies, „dass er nicht nur national, sondern auch international mitfechten kann“, wie unsere Zeitung damals angesichts Kambergs Qualifikation fürs Finale schrieb. Im Finale landete der Dörnigheimer Fechter schließlich auf Rang sieben und war damit der viertbeste Deutsche.

Kamberg sollte auch weiterhin zumindest auf Hessen‧ebene von sich reden machen: Im Herbst legte der Dörnigheimer Fechter nach und wurde mit dem Florett Hessischer Juniorenmeister, vier Jahre später gelang ihm sein wohl größter Erfolg bei den Männern, als er hessischer Vizemeister wurde.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema