Thomas Brunner versteht zwar auch viel vom Beach-Volleyball, die Frauen der TS Bischofsheim trainiert er aber dennoch für die anstehende Hallensaison. Foto: Privat

Maintal

TS Bischofsheim: Schwere Aufgabe für den neuen Trainer

Volleyball. Mit Thomas Brunner hat sich die TS Bischofsheim einen erfahrenen Trainer für die Frauenmannschaft geangelt, der seine Fähigkeiten in der Vergangenheit bereits unter Beweis gestellt hat. Im zweiten Jahr nach dem Aufstieg wartet allerdings keine einfache Aufgabe auf den ehemaligen Bundesligaspieler.

Von David Lindenfeld

Nachdem Erfolgstrainer Götz Steinfeld bekannt gab, dass er in der kommenden Saison sein Amt als Trainer der Frauenmannschaft der TS Bischofsheim niederlegen werde, begann im Verein die große Suche nach einem geeigneten Nachfolger. Die Entscheidung fiel schließlich auf Thomas Brunner, der einige Monate zuvor als Übungsleiter den Aufstieg in die dritte Liga mit den Frauen von Eintracht Frankfurt perfekt gemacht hatte.„Ich wollte nach dem Aufstieg erstmal etwas kürzer treten, da die Regionalliga mit dreimal Training pro Woche bereits schon einen hohen Aufwand bedeutete, der in der dritten Liga noch einmal mehr geworden wäre“, erklärt der 56-Jährige die Gründe für seinen Rücktritt.Andere Angebote abgelehnt„Ich dachte mir danach schon, dass ich gegebenenfalls nochmal etwas machen werde und dann fiel Ende Juni, Anfang Juli die späte Entscheidung für die TS Bischofsheim“, so Brunner, der dafür unter anderem Angebote aus Bad-Soden und Bad-Homburg ablehnte. Die Wahl für die TSB begründete der neue Coach vor allem mit der Nähe zu seinem aktuellen Wohnort.Brunner verfügt nicht nur wegen des Aufstiegs in die dritte Liga mit der Eintracht über ein hohes Maß an Erfahrung. Zu seiner Zeit als Aktiver lief er mehrere Jahre für Rüsselsheim und Gießen in der Bundesliga auf. Brunner, der zunächst Sport in Mainz studierte – mittlerweile aber hauptberuflich in der IT-Branche tätig ist, entschied sich nach seiner Karriere dazu, erst einmal ein paar Jahre Pause zu machen und sich Zeit für die Familie zu nehmen.Mit Rüsselsheim in die zweite LigaAnschließend begann er seine Trainerlaufbahn in Rüsselsheim und coachte unter anderem die Rüsselsheimer Frauen in der zweiten Bundesliga. Darüber hinaus war Brunner drei Jahre „hobbymäßig“ als Spielertrainer bei den Männern des TV Dreieichenhain tätig.Im Anschluss daran begann der neue TSB-Coach sein Engagement als Trainer bei Eintracht Frankfurt, das er schließlich mit dem Aufstieg in die dritte Liga krönte. „Die Eintracht hatte damals jemanden gesucht und bei mir angefragt“, erinnert sich Brunner, der das Angebot annahm und ergänzt: „Das war noch einmal eine sehr gute Erfahrung für mich und natürlich schön, weil es erfolgreich war.“Guter erster EindruckDer erste Eindruck von seinem neuen Verein sei sehr positiv, wie Brunner verrät: „Obwohl es nur Oberliga ist, ist der Verein sehr gut organisiert und strukturiert.“ Trotz einiger Abgänge stimmen den ehemaligen Bundesligaspieler auch die ersten Eindrücke von seinem Team in der Vorbereitung optimistisch auf die neue Spielzeit: „Natürlich muss ich den Kern der Mannschaft erst noch richtig kennenlernen und die Mädels erstmal in einer Wettkampfsituation sehen, aber das, was ich bei den Spielerinnen bisher beobachten konnte, war sehr vernünftig.“Ehe die Saison für den neuen Trainer und sein Team am 17. September mit einem Auswärtsspiel in Gelnhausen beginnt, steht noch einiges auf dem Programm. Neben der Überlegung noch eine dritte Trainingseinheit pro Woche in den Trainingsplan aufzunehmen, wurden bereits zwei Freundschaftsspiele und ein Turnier arrangiert, um sich für die Mission Klassenerhalt im zweiten Jahr nach dem Aufstieg zu rüsten.

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