Mit Biss: Die Hanauer warfen in Northeim alles in die Waagschale. Rechtsaußen Björn Christoffel (Mitte) steuerte zwei Tore zum Sieg bei. Fotos: Hubert Jelinek

Handball

HSG zeigt Nervenstärke: 29:27-Auswärtssieg beim Northeimer FC

Handball. Die HSG Hanau hat in der 3. Liga Mitte am Sonntagabend den vierten Sieg in Folge eingefahren und sich damit in der Verfolgergruppe festgesetzt.

Von Robert GieseBeim 29:27 (17:14)-Auswärtssieg beim Northeimer HC taten sich die Hanauer zwar lange schwer, bewiesen wie schon vor zwei Wochen in Großsachsen aber, dass sie in der entscheidenden Phase auf den Punkt da sein können und sicherten sich somit die beiden nächsten Zähler.

Nach der derben Heimpleite in der Vorwoche zeigten sich die Northeimer wie erwartet hochmotiviert und legten gleich zwei Tore vor, was die Stimmung unter den rund 300 Fans in der Schuhwallhalle gleich zum Kochen brachte. „In den ersten zehn Minuten mussten wir Nehmerqualitäten beweisen“, meinte HSG-Coach Olli Schulz, dessen Team die Anfangsminuten aber relativ unbeschadet überstand und dann allmählich selbst die Initiative übernahm.

NHC sorgte für anhaltende Spannung

Als der erste Ansturm der Gastgeber überstanden war, drückten die Hanauer dem Spiel nämlich zunehmend ihren Stempel auf und setzten sich rasch ab, nach knapp 20 Minuten führten sie bereits komfortabel mit fünf Treffern. „Dann haben wir Northeim aber selbst wieder ins Spiel gebracht“, ärgerte sich Schulz, dass seine Mannschaft den Sack nicht zumachen konnte: Die HSG leistete sich im Angriff zu frühe Abschlüsse und ging in der Abwehr die Gegenspieler nicht konsequent genug an, was in der ersten Hälfte insbesondere Malte Wodarz ausnutzte. Auch wegen der insgesamt neun Treffer des Northeimer Rückraumschützen konnte dessen Team bis zur Halbzeitpause auf drei Tore Rückstand verkürzen.

Nach dem Seitenwechsel gab es dann Ziehharmonika-Handball: Mal setzten sich die Gäste etwas weiter ab, kurz darauf kam der NHC aber stets wieder heran und sorgte für anhaltende Spannung. Das lag einerseits an den Defiziten, die Hanau schon im ersten Durchgang offenbarte, aber auch an der Schwäche der HSG, aus den Überzahlsituationen Profit zu schlagen. „Wir haben diese Situationen nicht gut ausgespielt, da hatte Northeim teilweise leichtes Spiel“, monierte Schulz daher.

"Mit Routine und Selbstbewusstsein"

Insgesamt vermisste der Trainer der Hanauer bei den Spielzügen seiner Schützlinge die „nötige Detailtreue, wir haben die Spielzüge zwar routiniert durchgespielt, aber damit nicht für die nötige Gefahr gesorgt.“ Als Konsequenz blieben die Hausherren immer in Schlagdistanz und konnten rund fünf Minuten vor dem Abpfiff sogar zum 26:26 ausgleichen.

Ähnlich wie beim Last-Minute-Sieg in Großsachsen vor zwei Wochen legte die HSG in dieser entscheidenden Phase aber „eine wahnsinnig hohe Spieldisziplin“ an den Tag, erzielte im Angriff drei Tore in Folge und machte damit endgültig den Deckel drauf. „Mit Routine und Selbstbewusstsein“, freute sich Schulz anschließend über den vierten Sieg in Folge, „haben wir das schließlich durchgeboxt.“

HSG Hanau: Sebastian Schermuly, Fabian Tomm; Maximilian Bergold (7), Marius Brüggemann (1), Björn Christoffel (2), Dennis Gerst, Henrik Graichen, Michael Hemmer (5), Lucas Lorenz (3), Michael Malik (4/4), Yaron Pillmann (1), Matthias Schwalbe (3), Marc Strohl (2), Yannik Woiwod (1) – Schiedsrichter: Niehage/Rübensam – Siebenmeter: NHC 6/4, HSG 4/4 – Zeitstrafen: NHC 5, HSG 5 – Zuschauer: 300

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