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White Wings binden Cheftrainer für zwei Jahre: Zamora überzeugt mit Begeisterung

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Von: Jörn Polzin

Fingerzeig: Für die Hanau White Wings um ihren alten und neuen Cheftrainer Marti Zamora soll es in der kommenden Pro-B-Saison weiter nach oben gehen.
Fingerzeig: Für die Hanau White Wings um ihren alten und neuen Cheftrainer Marti Zamora soll es in der kommenden Pro-B-Saison weiter nach oben gehen. © scheiber

Erst der Kapitän, nun der Cheftrainer: Basketball-Drittligist Hanau White Wings (Pro B) hat die nächste wichtige Planstelle im Kader geschlossen und dabei eine Punktlandung hingelegt. Bis Ende April wollte der Klub Fakten in der Trainerfrage schaffen. Nun, drei Wochen nach dem letzten Saisonspiel, steht fest: Marti Zamora wird den Tabellenachten auch in der neuen Spielzeit betreuen.

Hanau – Die Vertragslaufzeit von zwei Jahren unterstreicht die Ausrichtung – „Mission 23“ genannt. „In spätestens zwei Jahren wollen wir in die Pro A und die Entwicklung des Profi-Basketballs in Hanau vorantreiben. Das ist unser Ziel“, betont Geschäftsführer Sebastian Lübeck.

Dass dieser Weg nun mit dem in der vergangenen Spielzeit vom Assistenten zum Chefcoach beförderten Zamora beschritten wird, hat mehrere Gründe. Vordergründig natürlich die geglückte Rettungsmission des 32-jährigen Spaniers, der mit drei Siegen in Serie den nicht mehr für möglich gehaltenen Klassenerhalt und damit verbundenen Einzug in die Play-off-Runde sicherte, in der gegen Top-Favorit Münster erwartungsgemäß Endstation war. Ein besseres Empfehlungsschreiben konnte Zamora in der Kürze der Zeit kaum geben.

Begeisterung und Motivation haben überzeugt

Zudem gilt er als akribischer Arbeiter und Verfechter des Team-Basketballs. Für Lübeck war daher klar, dass Zamora im klein gehaltenen Kandidatenkreis einen Platz sicher haben wird. Nach einigen Gesprächsrunden mit ihm und einem weiteren „sehr guten Kandidaten, ein Luxusproblem“, fiel die Entscheidung für den Spanier. „Letztlich hat uns die Begeisterung und Motivation von Marti überzeugt, Hanau gemeinsam nach vorne zu bringen, sportlich wie auch infrastrukturell. Und wir wollten eine zeitnahe Einigung“, sagt der Geschäftsführer.

Bereits in den nächsten Tagen wird Zamora wieder in Hanau im Einsatz sein, dann aber in etwas anderer Rolle. Mit der neuformierten U19 startet er die Vorbereitung mit dem Ziel, sich für die Nachwuchs-Bundesliga zu qualifizieren. Für den Klub wäre dies ein wichtiger Schritt in der Talentförderung, auch mit Blick auf Einsätze im Pro-B-Kader. Stichwort Durchlässigkeit. Als Beispiel dient der 16-jährige Eren Yildiz, der gute Anlagen mitbringt und sich bereits die eine oder andere Minute auf Drittliga-Niveau verdiente. „Diesen gemeinsamen Weg mit der TG Hanau wollen wir weitergehen und ausbauen“, kündigt Lübeck an.

Umbruch im Spielerkader soll klein gehalten werden

Ganz oben auf der Agenda steht freilich die Kaderzusammenstellung. Der Umbruch soll entgegen des vergangenen Sommers kleiner gehalten werden. Doch noch sind viele Fragen ungeklärt. Nach der Verlängerung mit Kapitän Philip Hecker („ein wichtiger Baustein“) beschäftigt sich die sportliche Leitung zunächst mit weiteren „Local Players.“

Wer aus dem letztjährigen Kader gute Karten besitzt, will Lübeck nicht verraten. „Wir führen noch viele Gespräche mit den Spielern und den Agenten.“ Gute Karten dürfte Power Forward Philipp Walz haben. Auch die Rückkehr des einen oder anderen Spielers früherer Jahre ist denkbar. Zamora muss sich zudem einen neuen Assistenten suchen. Der bisherige Co Nikola Milanovic verstärkt den Jugendbereich. Es wartet also noch viel Arbeit auf die White Wings auf dem Weg zu einer sorgenfreien Saison. (Von Jörn Polzin)

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