Wörners Weitschuss-Gala: Hier bringt Baunatals Nicolai Lorenzoni Erlensees Doppelpacker zwar ins Straucheln, dass Philipp Wörner mit zwei Traumtoren zum Mann des Tages wurde, konnte er aber nicht verhindern.
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Wörners Weitschuss-Gala: Hier bringt Baunatals Nicolai Lorenzoni Erlensees Doppelpacker zwar ins Straucheln, dass Philipp Wörner mit zwei Traumtoren zum Mann des Tages wurde, konnte er aber nicht verhindern.

Hessenliga

Wörner schießt Erlensee in Aufstiegsrunde: Zwei Weitschuss-Tore beim 2:0-Heimsieg über Baunatal

Jetzt gibt es rechnerische Gewissheit: Der 1. FC Erlensee ist nach dem 2:0-Sieg gegen den KSV Baunatal für die Aufstiegsrunde der Fußball-Hessenliga qualifiziert. Mit nunmehr 33 Punkten bleibt der Tabellenletzte der Vorsaison hinter der ambitionierten SG Barockstadt Fulda-Lehnerz Zweiter der Gruppe A. In einem intensiven und über weite Strecken ausgeglichenen Spiel machten zwei Traumtore von Tobias Wörner den Unterschied.

Erlensee – „Wir haben dank Willen, Widerstandsfähigkeit und dem rechten Fuß von Philipp gewonnen“, meinte FCE-Trainer Jochen Breideband. Die Vorgabe, eine Leistungssteigerung im Vergleich zum 1:1 im Hinspiel, das nur eine Woche zuvor bei den Nordhessen stattfand, setzte die junge Erlenseer Truppe gut um. Dass der Hanauer Kreisvertreter nicht ganz an den starken Auftritt wenige Tage zuvor gegen Bayern Alzenau herankam, lag auch an einem couragierten Gegner. „Baunatal ist nicht einfach zu bespielen“, meinte Breideband.

Beide Mannschaften waren von Beginn an hellwach und gestatteten dem Gegner durch gutes und aufmerksames Verteidigen zunächst keine Torchancen. In der 20. Minute setzte Erlensees Jan Lüdke einen Heber etwas zu hoch an, auf der Gegenseite flog die Kugel nach einem Drehschuss von Manuel Pforr drüber. Kurz vor der Pause erarbeitete sich der FCE eine leichte Überlegenheit, weil der KSV sich einige Ungenauigkeiten im Spielaufbau leistete. In der 39. Minute wurde nach einem Fehler von Baunatals Torwart Max Stellbogen ein Kopfball von Tobias Meub auf der Linie geklärt, ein Torabschluss von Moritz Kreinbihl (41.) strich wenig später am Tor vorbei.

Nach dem Seitenwechsel veränderte sich zunächst wenig. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und boten den rund 150 Zuschauern trotz weiter ausbleibender Großchancen ein gutes Hessenliga-Spiel. In der 55. Minute vergab der nach einer halben Stunde für den verletzten Mounir Boukhoutta eingewechselte Baunataler Hüseyin Cakmak die bis dahin beste Torchance des Spiels: Gut von Pforr freigespielt, scheitere Cakmak aus kurzer Distanz am stark reagierenden FCE-Schlussmann Jens Westenberger. Baunatal spielte auf Sieg und hätte womöglich auch gute Karten gehabt, wenn der Ball nach dem Schuss von Daniel Borgardt von der Unterkante der Latte hinter statt vor die Linie gesprungen wäre (66.).

Vier Minuten später klärten die Gäste den Ball nach einem Einwurf nicht weit genug, Philipp Wörner legte sich den Ball 18 Meter vor dem Tor noch einmal selbst auf und schoss volley ein. Sieben Minuten später war die Distanz deutlich weiter, doch Wörner versuchte es erneut - und wieder schlug die Kugel ein. „Zwei solche Treffer sind mir in einem Spiel noch nicht gelungen, da hat einfach alles gepasst“, freute sich der defensive Mittelfeldspieler des FCE.

Nach dem 2:0 waren die Hausherren obenauf, jetzt lief auch der Ball besser in den eigenen Reihen. Der ebenfalls sehr stark spielende Lüdke hätte seine Leistung mit dem 3:0 krönen können, scheiterte in der 82. Minute aber am Torpfosten. Baunatal gab auch nach dem Rückstand nicht auf, doch dem Team von Trainer Tobias Nebe fehlte in der zweiten Hälfte in den Offensivaktionen oftmals die Präzision.

Erlensee: Westenberger - Fischer, Frey, Meub, Franek - Mohn, Wörner (85. Bassenauer) - Wagner, Lüdke, Kreinbihl (88. Nene) - Damm (64. Zimpel)

Baunatal: Stellbogen - Krengel, Blahout, Schneider, Wilhelm - Borgardt - Springer (81. Durak), Lorenzoni, Üstün (67. Dag) - Pforr, Boukhoutta (30. Cakmak)

Tore: 1:0 und 2:0 Wörner (70./77.) - Schiedsrichter: Radl (Biebesheim) - Zuschauer: 150 - Beste Spieler: Lüdke, Meub, Wörner / Borgardt, Pforr

Von Frank Schneider

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