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White Wings zeigen beim 73:68 gegen Oberhaching wieder zwei Gesichter

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Von: Jörn Polzin

Ungläubige Gesichter: Der Hanauer Spielmacher Bruno Albrecht und zwei Oberhachinger kämpfen am Boden um den Ball. Am Ende setzten sich die White Wings knapp durch und verbuchten den 15. Sieg in Serie.
Ungläubige Gesichter: Der Hanauer Spielmacher Bruno Albrecht und zwei Oberhachinger kämpfen am Boden um den Ball. Am Ende setzten sich die White Wings knapp durch und verbuchten den 15. Sieg in Serie. © scheiber

Es bleibt dabei: Egal wie viele Schwächephasen es zu überstehen gilt, wie groß der Rückstand auch sein mag – am Samstag 16 Punkte – die Hanau White Wings gehen als Sieger vom Feld. Beim 73:68 (27:39) gegen den TSV Tropics Oberhaching bereits das 15. Mal im 15. Spiel.

Hanau - Die Nerven ihrer Trainer und Fans schonen die Drittliga-Basketballer, die weiter die Südstaffel der Division Pro B anführen, dabei nicht, zeigen vielmehr ihre zwei Gesichter.

Entsprechend zwiegespalten fiel auch das Fazit des Teammanagers nach einem „sehr schwierigen Spiel“ aus. „Wir haben eine schwache erste Hälfte hingelegt, wobei es Oberhaching auch gut gemacht hat, sie haben clever verteidigt, gut rotiert und unsere Stärken aus dem Spiel genommen“, sagte Sebastian Köhnert. „Uns ist es sehr schwer gefallen, freie Würfe zu kreieren und die wenigen haben wir dann auch nicht so sicher getroffen.“

White Wings laufen ungewohntem Rückstand hinterher

Folgerichtig liefen die Gastgeber schon früh einem hohen Rückstand hinterher, lagen zwischenzeitlich mit 9:25 hinten. Nach den ersten zehn Minuten hatten die Hanauer gerade mal elf Punkte auf der Habenseite. Trotzdem sah der sonst eher kritische Trainer Marti Zamora zumindest in der Offensive auch positive Ansätze: „Das erste Viertel war eigentlich besser, als es aussah. Wir haben guten Basketball gespielt, aber die Würfe verfehlt. Wir hatten in dieser Phase mehr Punkte verdient. Allerdings haben wir in der Defensive nicht gut gespielt.“

Ab dem zweiten Durchgang stabilisierte sich die Leistung der Gastgeber in der Verteidigung. Deutlich seltener kamen die Tropics frei zum Wurf – wenngleich der Topscorer und Ex-Hanauer Omari Knox den gesamten Abend über auftrumpfte und am Ende 29 Punkte erzielte.

White Wings treten erst nach der Pause aggressiver auf

„Wir haben die erste Hälfte mit gerade einmal fünf Fouls beendet. Das ist zu wenig“, bemängelte Zamora. „Dass wir kaum welche bekommen haben, liegt nicht daran, dass die Schiedsrichter sie uns nicht geben wollten, sondern daran, dass wir nicht aggressiv genug aufgetreten sind.“

Das sollte sich nach der Pause ändern. Mit einer ganz anderen Körpersprache gelang es, die Gegner häufiger zu stoppen und gleichzeitig effektiver abzuschließen. Mit 28:17 sicherten sich die White Wings das dritte Viertel und waren damit bis auf einen Zähler (55:56) dran. Vor allem Bruno Albrecht (22 Punkte) und Tim Martinez (20) waren maßgeblich an der Aufholjagd beteiligt, während auf Oberhachinger Seite fast nur noch Knox in Erscheinung trat. „In der zweiten Hälfte haben wir endlich die Intensität gezeigt, die für unser Spiel so wichtig ist. Und plötzlich ist alles etwas einfacher in der Offensive“, hob Zamora hervor.

Trotz durchschnittlichem Auftritt den Tabellendritten geschlagen

Die Hanauer drehten die Partie und beim 69:62 war sich Köhnert sicher, dass „wir das über die Runden bekommen“. 30 Sekunden vor Schluss verkürzte Moritz Noeres zum 68:70, ehe Tim Martinez und Philip Hecker an der Freiwurflinie alles klar machten. Zu dem Zeitpunkt waren drei Gäste-Akteure mit fünf Fouls ausgeschieden, was die größere Entschlossenheit der White Wings (erhielten 39 Freiwürfe) unterstreicht und den Teammanager in der Gesamtbetrachtung positiver stimmte.

„Wenn man nach einem unterdurchschnittlichen Spiel den Tabellendritten schlägt, zeigt das, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Wir haben rechtzeitig eine Schippe draufgelegt, während der Gegner dann recht einfallslos agiert hat“, so Köhnert.

Hanau: Albrecht (22), Martinez (20), Hecker (2), Arkan, Furlong (7), Kuku (2), Franke, Brach (11), Walz (2), Dordevic (5), Baumgarten, Urbansky (2)

Von Jörn Polzin

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