Gelingt Benedikt Nikolay (rechts) und den White Wings Hanau erneut das Kunststück, mit dezimiertem Kader zu siegen? Gegner sind diesmal die Karlsruhe Lions. Archivfoto: Kalle

Hanau

Pro A: White Wings wollen dezimiert Erfolgsserie fortsetzen

Basketball. Nach drei ProA-Erfolgen in Serie steht der Aufwärtstrend der Hebeisen White Wings auf dem Prüfstand: Die Hanauer Basketballer gastieren am Abend (19.30 Uhr, live und kostenlos im Internetstream unter airtango.live) bei den Karlsruhe Lions.

Von Dominik Sharaf

Der Liganeuling steht auf dem vierten Tabellenplatz und brachte dem Team von Cheftrainer Simon Cote erst vor sechs Wochen eine klare Niederlage bei.

Die Auswärtspartie ist für die White Wings eine Einstimmung auf die kommenden Wochen, wenn Aufeinandertreffen mit vier der sechs stärksten Klubs der Klasse anstehen. Nach der Begegnung in Karlsruhe warten Topfavorit und Spitzenreiter Rasta Vechta, Ligakrösus RheinStars Köln und BBL-Absteiger Phoenix Hagen.

LichtblickDass der Hanauer Kapitän Christian von Fintel (Knieprobleme) und Topwerfer Paul Albrecht (Sprunggelenksverletzung) gesundheitliche Fortschritte machen, aber weiter nicht einsatzfähig sind, hilft nicht. Ein Lichtblick: Albrecht nimmt wieder am Mannschaftstraining teil.

Hinzu kommt, dass die gewünschte personelle Verstärkung auf sich warten lässt. Das Geld ist knapp. Gegen die Lions laufen die White Wings zum dritten Mal mit nur sechs Stammkräften auf, was zuletzt ungeahnte Kräfte freisetzte – auch bei den Reservisten. Sportdirektor Helmut Wolf warnt aber: „Es wird wieder ein schwieriges Spiel für uns.“ Das liegt allem voran an der Karlsruher Offensive, die mit einem Punkteschnitt von 82,2 die drittstärkste der ProA ist. Zum Vergleich: Der Hanauer Angriff kommt lediglich auf 74,6 Zähler pro Partie.

Tiefe BankLeistungsträger der Lions sind der US-Amerikaner Richard Williams, Ex-Bundesliga-Profi Maurice Pluskota und der auf einem College in Rhode Island ausgebildete Deutsche Jarelle Reischel. Das Trio, das wie drei weitere Importspieler einen zweistelligen Punkteschnitt vorweist, führte die White Wings beim 74:87 im Dezember streckenweise vor. Dazu kann Trainer Michael Mai auf sieben weitere ligareife Spieler und damit eine tiefe Bank zurückgreifen.

Wolf sagt: „Es ist davon auszugehen, dass Karlsruhe versuchen wird, uns mit dem großen Kader müde zu spielen.“ Doch die Taktik ging schon für die Hamburg Towers und die Niners Chemnitz gegen zähe White Wings nicht auf. Der Sportdirektor hofft, dass sich die Geschichte wiederholt: „Für uns wird es darum gehen, die Partie so lange wie möglich offen zu halten“, so Wolf. „Vielleicht können wir in der entscheidenden Phase die richtigen Akzente setzen und unsere Siegesserie ausbauen.“

Im Erfolgsfall winkt erneut ein Playoff-Platz in der Tabelle, der am vergangenen Wochenende nach den Sonntagsspielen wieder flöten war. Mit zwei Punkten könnten die Hanauer an drei Konkurrenten vorbeiziehen und auf den sechsten Rang klettern.

Das könnte Sie auch interessieren