1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

White Wings jubeln zu früh: Hanau verliert in letzter Sekunde 85:86

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Julia Meiss

Vorangegangen ist Dion Briamoh (links) bei den White Wings Hanau, die sich einen neuerlichen Krimi, diesmal gegen den BBC Coburg mit Lennart Schulzt (rechts), leisteten. Am Ende verloren die Hanauer.
Vorangegangen ist Dion Briamoh (links) bei den White Wings Hanau, die sich einen neuerlichen Krimi, diesmal gegen den BBC Coburg mit Lennart Schulzt (rechts), leisteten. Am Ende verloren die Hanauer. © Scheiber/Göbel

Nur zwei Sekunden leisteten sich die White Wings Hanau eine kurze Unaufmerksamkeit und ließen die Zuordnung in der Defensive schleifen, weil sie sich über den vermeintlichen Sieg in der 3. Basketball-Liga Pro B Süd freuten – zu früh. Gegner BBC Coburg dachte nämlich gar nicht daran, die letzten Sekunden des Spiels tatenlos runterlaufen zu lassen und beendeten mit der Schlusssirene die Hanauer Hoffnungen auf einen wichtigen Heimsieg.

Hanau – Der Coburger Tyreese Blunt versenkte in letzter Sekunde einen Korbleger zum 85:86 aus Sicht der Heimmannschaft. Mit der bitteren Niederlage gegen den direkten Tabellennachbarn haben sich die White Wings von den Play-off-Plätzen verabschiedet. „Wir müssen das jetzt abarbeiten und uns auf den kommenden Doppelspieltag konzentrieren und dort die Niederlage wieder wettmachen“, richtet Sebastian Lübeck, Geschäftsführer der Hanauer Korbjäger, den Blick bereits auf die nächsten Aufgaben.

Dabei können die White Wings auf Teilen aus dem Coburg-Spiel aufbauen. Während „JD“ Tisdale unter seinem Können agierte, sprang Dion Braimoh als Leader ein und war mit 23 Punkten bester Hanauer. „Einer von beiden erwischt immer einen guten Tag und geht voran“, hat der Geschäftsführer beobachtet. Zufrieden war er auch mit der Aufholjagd seines Teams.

Denn Coburg setzte die Mannschaft von Headcoach Kamil Piechucki zunächst mit schnellen, von Erfolg gekrönten Angriffen unter Druck und dominierte das Geschehen in der Hanauer Main-Kinzig-Halle. „Wir hatten im gesamten Spiel Probleme damit, eine Antwort auf die Drives von Coburg zu finden“, hadert Piechucki mit der Defensivleistung seiner Mannschaft. Oftmals waren die Coburger nur per Foul zu stoppen, wodurch sich die White Wings schließlich selbst schadeten: Matthias Fichtner musste zu Beginn des zweiten Viertels nach dem fünften persönlichen Foul die Segel streichen und vorzeitig duschen gehen.

Lübeck sprach von einem unruhigen Beginn des Spiels, in dem durch viele Pfiffe der Unparteiischen kein richtiger Rhythmus aufkommen wollte. Damit kam Coburg besser zurecht und nutzte auch das Aus von Fichtner geschickt aus, so dass die Gäste zwischenzeitlich mit zwölf Punkten in Führung lagen. Nach Ende des zweiten Viertels waren die Gastgeber beim 43:45 aber wieder in Schlagdistanz.

White Wings zeigen Kämpferqualitäten

Die White Wings steckten nicht auf, zeigten im dritten Viertel ihre Kämpferqualitäten und drehten die Partie. So ging es mit 67:62 aus Sicht der Hanauer in das letzte Viertel, das nichts für schwache Nerven werden sollte. Zunächst verteidigte Hanau die Führung, aber Coburg kam besonders per Korbleger zum Erfolg. Vier Minuten vor Schluss glich Coburg aus und ging nach einem Dreier von Jannis Sonnefeld in Führung – 1:21 Minute waren noch auf der Uhr. Nach zwei schnellen Korblegern durch JD Tisdale drehten erneut die White Wings die Partie und führten acht Sekunden vor Schluss mit 85:84. Coburg schaltete schnell und effizient um, während die Hanauer laut Lübeck unaufmerksam waren und dadurch in der Defensive die Zuteilung fehlte. Blunt setzte mit dem Korbleger zum 86:85 aus Sicht der Coburger den Schlusspunkt unter eine spannende Partie mit einem dramatischen Ende.

Hatte Hanau noch vor Wochenfrist ein ähnlich spannendes Spiel in Karlsruhe für sich entschieden, gingen sie diesmal als Verlierer vom Platz. „Letzte Woche hatten wir den Krimi noch gewonnen. Bei so was entscheiden Kleinigkeiten“, so Lübeck. Weiter geht es für die Hanauer am Freitag (20 Uhr) in Speyer. Am Sonntag (16 Uhr) steht dann das Heimspiel gegen Oberhaching an. (Von Julia Meiss)

Hanau: Tisdale (15), Braimoh (23), Hecker (8), Yildiz, Krause (7), Stenger, Vasovic (3), Walz (12), Demetrio (3), Eibelshäuser, Loh (11), Fichtner (3).

Auch interessant