Aktivposten gegen Karlsruhe: Dion Braimoh (links, gegen Zaire Thompson) erzielte 15 Punkte beim 81:70.
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Aktivposten gegen Karlsruhe: Dion Braimoh (links, gegen Zaire Thompson) erzielte 15 Punkte beim 81:70.

PRO B

White Wings Hanau sind auch ohne Walz optimistisch

  • Jörn Polzin
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Hanau – Nach dem ersten Heimsieg ist vor dem ersten Auswärtserfolg. So lautet das Credo von Basketball-Drittligist Hanau White Wings, der am Sonntag (16 Uhr) beim BBC Coburg gastiert. „Sie hatten keinen guten Saisonstart, umso mehr wird es für den BBC darauf ankommen, den Schalter schnell umzulegen und wieder zu gewinnen“, sagt Hanaus Trainer Kamil Piechucki.

„Sie werden mutig spielen und alles geben, um gegen uns zu siegen.“

Mutig gespielt, zumindest über weite Strecken, hatte auch Piechuckis Mannschaft am Mittwoch beim 80:71-Erfolg gegen Karlsruhe. Vor allem im ersten Viertel zeigten sich die Gastgeber offensivstark, ließen sich auch von einer Schwächephase vor der Pause nicht aus dem Konzept bringen. Ein Reifeprozess, der Geschäftsführer Sebastian Lübeck positiv stimmt: „Die Jungs haben gemerkt, dass sich die harten Trainingswochen auszahlen und waren nach Spielschluss total gelöst. Da ist viel Anspannung von ihnen abgefallen. Daher sind wir auch für das Coburg-Spiel guter Dinge.“

Oberschenkelverletzung bremst Philipp Walz aus

Die Vorfreude wird allerdings durch eine Personalie etwas getrübt. Philipp Walz wird den White Wings wegen einer Oberschenkelverletzung vorerst fehlen, die er sich im dritten Viertel gegen Karlsruhe zugezogen hatte. Ausgerechnet der Power Forward aus München, dem bis dahin vieles gelungen war (13 Punkte in der ersten Hälfte) und der auch in der Vorbereitung einen starken Eindruck hinterlassen hatte. „Das ist natürlich ein kleiner Rückschlag. So wie es aussieht, ist die Ausfallzeit aber glücklicherweise eher eine Frage von Tagen als von Wochen. Und wir können dies dank unserem groß gewachsenen, athletischen Team auffangen“, meint Lübeck.

Stefan Vasovic und Philip Hecker traut Lübeck zumindest für kürzere Spielsequenzen zu, diese Lücke zu schließen. Selbst JD Tisdale, sonst als vielseitiger Guard im Einsatz, wäre dafür ein Kandidat. Wobei der amerikanische Zugang noch nicht so recht in diese Saison gefunden hat. „Hauptsache, der erste Sieg ist eingetütet“, meinte der 27-Jährige nach der Partie gegen Karlsruhe, bei der er in der zweiten Hälfte weitgehend von der Bank aus zusehen musste. „Er muss sich nach seiner Zeit in der G-League erst noch an das Teamplay in Deutschland gewöhnen und erkennen, dass er Spiele nicht alleine gewinnen kann. Aber er ist lernfähig“ , meint Lübeck.

Gegner Coburg hat wie die Hanauer einen größeren Umbruch hinter sich, setzt auf eine Mischung aus wenigen Routiniers und einer Reihe von Talenten. Zehn neue Spieler kamen hinzu, der Altersschnitt beträgt nur noch 19,9 Jahre. Die Hauptverantwortung übernehmen dennoch eher die erfahreneren Spieler, allen voran Mannschaftskapitän Christopher Wolf (durchschnittlich 14,4 Punkte und 8,4 Rebounds) und der nach Coburg zurückgekehrte US-Amerikaner Princeton Onwas (17,8 Punkte, sechs Rebounds).

„Es wäre gerade mit Blick auf das folgende Heimspiel gegen Ulm schön, die Woche mit zwei Siegen abzuschließen. Vielleicht lockt man dadurch noch den einen oder anderen Zuschauer mehr in die Halle“, hofft Lübeck. (Von Jörn Polzin)

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