Eine Handvoll: Den fünften Sieg in Folge in der Division ProB feierten die White Wings gegen Karlsruhe.
+
Eine Handvoll: Den fünften Sieg in Folge in der Division ProB feierten die White Wings gegen Karlsruhe.

White Wings bezwingen Karlsruhe

White Wings Hanau: Geschlossen stark zum fünften Sieg

  • Stefan Moritz
    VonStefan Moritz
    schließen

Die Ebbecke White Wings surfen weiter auf einer Erfolgswelle durch die Division ProB. Mit dem 87:80 (38:43) gegen die Arvato Collage Wizards aus Karlsruhe gelang den Hanauer Drittliga-Basketballern der fünfte Sieg in Folge.

Hanau – Dabei hatte es zunächst gar nicht ausgesehen nach dem nächsten Erfolgserlebnis. Bis zur Halbzeit lagen die Hanauer fast ausnahmslos zurück, wenn auch meist nur knapp, so dass sie stets in Schlagdistanz blieben. Das erste Viertel ging aber mit 25:21 an die Gäste, das zweite noch einmal mit 18:17.

Die Halbzeitpause nutzte Hanaus Headcoach Kamil Piechucki, um gemeinsam mit dem Team an einigen Stellschrauben zu drehen. Mit Erfolg: Im dritten Viertel zeigte sich das Team stabilisierter und glich nicht nur aus, sondern ging nach fünf Minuten erstmals seit dem ersten Viertel wieder in Führung.

„In der zweiten Halbzeit hatten wir eine bessere Intensität auf dem Feld“, attestierte White-Wings-Geschäftsführer Sebastian Lübeck. Offensiv ließ die Mannschaft den Ball nun deutlich besser laufen und spielte sich so immer wieder freie Würfe heraus. Dadurch war das Team gerade im dritten Viertel von jenseits der Drei-Punkte-Linie brandgefährlich.

In der Verteidigung gesteigert

Doch auch in der Verteidigung zeigte das Team eine bessere Leistung. „Wir hatten in der zweiten Hälfte die Big Men deutlich besser im Griff“, so Lübeck. Allen voran Center Eyke Prahst, der von seinen 14 Punkten zwölf vor der Halbzeit erzielte und danach nur noch zwei. Und auch dem zweiten Center Florian Rothenberg und US-Power-Forward Alexander Thompson machten die White Wings das Leben zunehmend schwerer.

Mit der 63:61-Führung gingen die Hanauer in den Schlussabschnitt. Und jetzt zeigte sich im Angriff eine gute mannschaftliche Geschlossenheit und schwere Ausrechenbarkeit. Waren es über das gesamte Spiel Malik Kudic (18), Eduard Arques Lopez (15), Josef Eichler (14) und Felix Hecker (13), die als Punktesammler dominierten, so waren es nun andere, denen die entscheidenden Punkte gelangen: Omari Knox mit seinem einzigen erfolgreichen Wurf im gesamten Spiel, einem Dreier zum 66:61, Philipp Hecker und Justus Peuser mit je einem Treffer zum 68:62 und 70:65. Auf Vorlagen von Knox (2) und Peuser erhöhten Eichler und Arques Lopez auf 78:68 (36.). Und danach ließen die White Wings ihren Gegner nicht mehr wirklich herankommen und sicherten den Sieg.

Aber: Karlsruhe gewinnt den direkten Vergleich

Einziger Wermutstropfen: Durch zwei ärgerliche Ballverluste verkürzten die Karlsruher durch fünf Punkte in Folge in der letzten Spielminute noch von 87:75 auf 87:80. Und weil dann auch noch der letzte Wurf der White Wings das Ziel verfehlte, gewannen die Karlsruher nach ihrem 87:79-Sieg im Hinspiel knapp den direkten Vergleich, der bei Punktgleichheit am Rundenende den Ausschlag für die Platzierung geben würde. Aktuell stehen die White Wings mit 16 Punkten auf Rang sieben, Karlsruhe ist mit nur acht Zählern Achter, hat aber noch fünf Nachholspiele zu absolvieren.

Erstmals im Kader der White Wings stand Nachwuchstalent Leon Fertig. Der 19 Jahre alte Shooting Guard aus dem Nachwuchs-Bundesligateam der SG Weiterstadt hatte bereits seit einigen Wochen mittrainiert. Der gebürtige Darmstädter, der auch bei den Artland Dragons Quakenbrück ausgebildet wurde, soll als Perspektivspieler für die nächste Saison jetzt schon einmal erste Spielpraxis sammeln. Gegen Karlsruhe kam er allerdings ebenso wie Jonas Stenger nicht zum Einsatz. (Stefan Moritz)

White Wings: Kudic (18), Peuser (8),Eichler (14), F. Hecker (13), Till-Joscha Jönke (8), Omari Knox (3), Acosta Marte (6), P. Hecker (2), Fichtner, Arques Lopez (15), Stenger (n.e.), Fertig (n.e.)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema