Klare Ziele: Geschäftsführer Sebastian Lübeck will mit den neu formierten White Wings in die Play-offs. Foto: Nicolas Obst

Basketball

White Wings-Geschäftsführer im Interview über die Ziele des Teams

Basketball. Sebastian Lübeck ist seit Juli dieses Jahres als Geschäftsführer für die Bereiche Finanzen, Sponsoring und Personal bei den Ebbecke White Wings zuständig. Der 35-jährige hat viel vor mit dem Basketballteam und möchte nach dem Abstieg in die dritte Liga an einigen Stell-schrauben drehen.

Herr Lübeck, was nehmen sich die White Wings nach dem Abstieg für die kommende Saison vor?

Das ist sehr schwierig zu planen. Für uns sind die Play-offs das klare Saisonziel, ob wir die als Tabellenerster oder Achter erreichen, ist erstmal zweitrangig. Wir sehen uns als Playoff Team und wollen das schaffen.

Die White Wings haben eine enttäuschende Spielzeit hinter sich. Der Abstieg in die ProB war schmerzhaft, was muss sich jetzt ändern?

Es gibt viele kleine Sachen, die man ändern muss. Besonders im finanziellen Bereich. Seit Februar dieses Jahres bin ich dabei und habe zunächst als Leiter für Finanzen gewirkt. Wenn du die Finanzen kennst, dann weißt du auch, wie es dem Verein geht. Ganz klar ist für uns in Zukunft: Wir geben nur das aus, was wir auch wirklich haben. Zum Teil hat der Verein in der Vergangenheit über seinen Verhältnissen gelebt, das möchten wir ändern. Wir achten mehr darauf, dass die Chemie im Team stimmt, das war in der Vergangenheit nicht gut.

Sie haben einige neue Spieler nach Hanau geholt, worauf haben Sie geachtet?

Wir haben beim Scouting ganz besonders auf die Cha-raktere der Jungs geachtet. Es ist immer schwer, wenn einer im Team nicht zu 100 Prozent dabei ist oder quer denkt. Wir haben den Fokus in diesem Jahr daraufgelegt, dass alle zusammenpassen, dass sie in unser System passen. Die Jungs sind sehr gute Rollenspieler. Wir merken jetzt schon, dass die Spieler gut miteinander auskommen, sie sind ständig zusammen unterwegs, kochen miteinander und bauen eine Teamchemie auf. Das ist uns wichtig und schön zu sehen.

Was erwarten Sie von den Neuzugängen?

Wir haben nicht diesen einen Starspieler, von dem man riesige Erwartungen haben darf. Doch Micky (Neuzugang aus Mallorca Anm. d. Red) soll schon als Leader vorangehen. Er hat schon Erfahrungen in Spanien und England gesammelt, da darf man ein bisschen mehr erwarten.

Wie sehen Sie die neue Liga, wer sind die Favoriten?

Die ProB ist schwierig einzuschätzen, weil dort viele zweite Teams der Bundesligamannschaften spielen. Da kann es natürlich mal sein, dass dort plötzlich sehr gute Spieler spielen, wenn das Bundesligateam spielfrei hat. Elchingen zum Beispiel hat große Ambitionen und viel Geld in die Hand genommen, trotzdem sehen wir uns als klares Play-off-Team.

Sie sind seit Juli Geschäftsführer bei den White Wings. Was sind Ihre Ziele?

Es geht darum, dass Ruhe bei uns einkehrt, dass jeder seine Arbeit erledigt. Ich arbeite lieber im Hintergrund. Mir ist es sehr wichtig, dass das Team funktioniert und der Coach zufrieden ist.

Schon länger ist eine neue Halle für die White Wings im Gespräch. Was können Sie über den aktuellen Stand der Dinge sagen?

Wir hätten gerne eine neue Halle und es gibt auch immer mal wieder Gespräche, aber zurzeit ist nichts zu vermel-den, ich bin auch nicht der richtige Gesprächspartner. Man braucht Investoren, eine eigene Halle bietet ganz neue Vermarktungschancen. In den Ligen wird es immer schwieriger die Auflagen zu erfüllen. Das sind 17 Seiten in denen ganz klar geregelt wird, welche Bedingungen in der Halle gegeben sein müssen. Beispielsweise muss das Licht hell genug sein, der Boden muss richtig schwingen. Die Liga wird professioneller.

Das Interview führte Nicolas Obst.

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